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„Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ) macht Stand auf Nazi-Treffen

Ein Stand der DMZ wird für den neonazistischen „10. Thüringentag der nationalen Jugend“ am 4. Juni 2011 in Nordhausen am Harz auf der Homepage angekündigt1. Das die DMZ sich nicht scheut bei solchen braunen Events mit Rednern wie Udo Voigt (NPD-Chef) oder Rechtsrockgruppen wie „Kraftschlag“ aufzutauchen zeigt wieder einmal, wo sich die DMZ ihren Kundenstamm sucht.

Generationswechsel bei „Zuerst!“

Das monatlich erscheinende Nazi-Magazin „Zuerst!“ hat neuerdings einen neuen Chefredakteur. Der ursprüngliche Chefredakteur Günther Deschner ist kurz vor Erreichen seines 70.Geburtstags aus der Redaktion ausgeschieden. Seine Nachfolge hat Manuel Ochsenreiter (* 1978) angetreten, der bisher ein Redakteur von „Zuerst!“ und Chefredakteur der extrem rechten „Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ) war. Davor gehörte Ochsenreiter bis 2004 der Redaktion der ultrarechten Wochenzeitung „Jungen Freiheit“ an. Manuel Ochsenreiter war eine Zeit lang Mitglied der Schüler-Union, der Schülerorganisation von CDU/CSU. Mit der CSU-Jugendorganisation „Junge Union“ rief er 1995 den „Konservativen Aufbruch“ ins Leben. Eine Zeit lang war er auch stellvertretender Landesvorsitzender des nationalkonservativen „Christlich-Konservativen Deutschlandsforums“ (CKDF) in Bayern/Baden-Württemberg.
Auffällig sind Ochsenreiters Sympathien für den Islamismus oder panarabische Regime. In der DMZ fanden sich sehr wohlwollende Darstellungen der antisemitisch-islamistischen Hisbollah im Libanon und er war 2007 Herausgeber des Sammelbandes „Staatsmord in Bagdad“ das die Hinrichtung von Saddam Hussein bedauert.
Der Verlagsleiter Dietmar Munier, in dessen extrem rechten Verlagsimperium die DMZ und „Zuerst!“ erscheinen, nannte den Wechsel eine „Generationsablösung“.

Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 80 vom März/April 2011 erschienen

DMZ Nr. 80
In dieser DMZ-Ausgabe finden sich u.a. Artikel über Panzergrenadiere („Von der Wehrmacht bis zur Bundeswehr“) oder das Wehrmachts-“Flieger-As“ Hermann Graf.

Interviewpartner dieser Ausgabe war:
* Shayan Arkian (* 1982), Chefredakteur der Homepage „www.irananders.de“, die der iranischen Theokratie nahe steht und Vorstandsvorsitzender des „Deutschen Institut für Iranische Politik- und Wirtschaftsforschung e.V.“.
* Prof. Dr. Uri Milstein (* 1940), seit 1980 Dozent für Militärgeschichte an der Universität Jerusalem.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* dem extrem rechten Magazin „Die Aula“.
* dem Militaria-Magazin.
* dem Scherzers Militärverlag aus Sachsen.
*dem „Nation Europa“-Nachfolger „Zuerst!“.
* der SS-Ehemaligen-Zeitschrift „Der Freiwillige“.
* dem rechtsextremen „Buchdienst Südtirol“.
* der FPÖ-nahen Wochenzeitung „Zur Zeit“.
* dem extrem rechten Tübinger Grabert-Verlag.
* für die extrem rechte Veteranenvereinigung „Kameradenwerke“.
* Venatus-Messer.

Quelle:
* DMZ Nr. 80

JF sorgt sich um die Bundeswehr

Die extrem rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ sorgt sich in ihrer aktuellen Ausgbae einmal mehr um die Bundeswehr.

Siehe Titelblatt:
JF-Titelblatt 6/2011

Brigadegeneral a.D. in Rechtsaußen-Blatt

In der extrem rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) Nr. 05/2011 meldet sich ein Rudi Ehninger aus Kirchheim, Brigadegeneral a.D., per Leserbrief zu Wort. Ehninger war zuletzt Stabschef des Deutsch-niederländischen Korps in Münster.
Er kommentiert den Beitrag „Rufmord aus dem Bauch heraus“ von Fritz Zwicknagl in der „Jungen Freiheit“ Nummer 51/2010.
Er schließt sich Zwicknagels Kritik an dem ehemaligen Verteidigungsminister Struck an, der beklagt das Struck den KSK-Brigadegeneral Günzel entlassen hat. Günzel war damals aufgefallen durch seine Sympathiebekundung mit dem Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann, der durch eine mit antisemitischen Stereotypen durchsetzte Rede einen Skandal ausgelöst hatte. Ehninger nennt die durch Struck veranlasste Entlassung Günzels „in Wahrheit nur schäbig.“
Ehninger trat auch schon als Autor der JF in Erscheinung und war Unterzeichner des rechten Aufrufes „Gegen das Vergessen“ vom 8. Mai 2005, in dem kritisiert wird, dass der 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung gesehen wird.

Hier mal ein JF-Cover zur besseren Einordnung dieser Zeitung:
Junge Freiheit gegen Homo-Lobby

Hintergrund: Munin-Verlag und „Der Freiwillige“

Der Munin-Verlag mit Sitz in Trier (ehemals: Reinsfeld bzw. Pluwig) ist ebenso wie das ihm zugehörige Magazin „Der Freiwillige“ eine Quasi-Hinterlassenschaft des 1992 aufgelösten „Bundesverband der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS e.V. – Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ (HIAG). Auf Regionalebene existieren freilich noch bis heute HIAG-Gliederungen. Der Munin-Verlag war ehemals der vereinseigene HIAG-Verlag.
BILD Munin-Verlag 1972

Das Magazin „Der Freiwillige“ ist das ehemalige Organ des Waffen-SS-Veteranenverbandes „HIAG“ und ist bis heute das Traditionsblatt der ehemaligen SS-Mitglieder. Ein Text in „Der Freiwillige“ 3/2001 (Seite 4 f.) verdeutlicht die ungebrochene Traditionslinie:
„Wenngleich »Der Freiwillige« nun nicht mehr das offizielle Organ der HIAG ist, bleibt seine Aufgabe, das Mitteilungsblatt aller Soldaten der früheren Waffen-SS darzustellen, unverändert.“
Inhaltlich besteht „Der Freiwillige“ u.a. aus Schlachtberichten von SS-Mitgliedern. Die Leserschaft bestand ja früher auch vor allem aus ehemaligen SS-Angehörigen. Diese „Erlebnisgeneration“ starb aber langsam aus. Vermutlich aus diesen Gründen ging die Auflagenzahl von „Der Freiwillige“ stark zurück. Im Jahr 1954 gegründet hatte „Der Freiwillige“ zu Hoch-Zeiten eine Auflage von 11.500 Stück, die 1992 noch 8.000 betrug und 2006 waren es nur noch 5.000 Exemplare. Heute erfreut sich das Heft vor allem in Neonazi-Kreisen bleibender Beliebtheit.

Der Munin-Verlag ist ähnlich gestrickt wie das Magazin. Er ist eindeutig extrem rechts und veröffentlichte vor allem Erlebnisberichte von SS-Mitgliedern. Nun hat sich der Munin-Verlag einer „Deutschen Buchunion“ (DBU) angeschlossen.
Der Redakteur Agte („Schriftleitung »Der Freiwillige«“) schreibt in: „Der Freiwillige“ 9/10-2010 (Seite 63) zu dieser Veränderung:
„Um Ihnen ab sofort ein noch interessanteres und vielseitigeres Programm […] anbieten zu können, hat sich der Munin-Verlag mit der Deutschen Buchunion – Verlag und Medienhandelsgesellschaft m.b.H. Zusammengeschlossen.“

Inhaber des Munin-/DBU-Verlages ist ein Patrick Agte (* 1965) aus Trier, Geschäftsführer des Veteranenverbandes Kameradschaftsverband des 1. Panzerkorps der ehemaligen Waffen-SS e.V. und u.a. Herausgeber des Bildbandes „Michael Wittmann, erfolgreichster Panzerkommandant im Zweiten Weltkrieg, und die Tiger der Leibstandarte SS Adolf Hitler“. Seit 2000 ist Agte Inhaber des Munin-Verlages. Agte schein auch über gute Kontakte zu Jungnazis zu verfügen. Agte war laut einer Meldung von „Blick nach Rechts“ Nr. 4/2004 Ehrengast beim 2. Tag des Nationalen Widerstandes am 27. Mai 2000 der NPD in Passau. Ein Patrick Agte wird auch in einem Verzeichnis des NPD-Landesverband Rheinland-Pfalz von 1990 als Beisitzer im Landesvorstand aufgeführt.

Auf Agte ist die Homepage der „Deutschen Buchunion“ angemeldet, deren Symbol dem des Munin-Verlages gleicht.
Deutsche Buchunion
OBEN: Screenshot von der Homepage der „Deutschen Buchunion“ (DBU), Header der Homepage der Deutschen Buchunion in verkleinerter Darstellung

Laut eigener Darstellung der Homepage der „Deutschen Buchunion“ (Stand/Screenshot v. 30.01.2011) ist die DBU anscheinend ein Gemeinschaftsprojekt („unsere Verlage“) von: Munin-Verlag, Dörfler-Verlag, UraCant, Ares-Verlag, Verlag Pour le Merite (Arndt-Verlagskomplex), dwj Verlags-GmbH, Waffen-Arsenal, Waffen-Revue und „alio.lt“.
Kooperiert tatsächlich eine nicht explizit rechte Zeitschrift wie die „Waffen-Revue“ mit dem extrem rechten Munin-Verlag? Es sieht stark danach aus …

Verwendete Quellen:

* The Next Generation, in Antifa-Infoblatt Nr. 53 – 2.2001, Seite 16-17
* Blick nach Rechts Nr. 4-2004, 19. Februar 2004
* die oben benannten Ausgaben von „Der Freiwillige“

Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 79 vom Januar/Februar 2010 erschienen

DMZ Nr. 79 a
In dieser DMZ-Ausgabe finden sich die „Erinnerungen des Frontkämpfers Franz Schmid“ und einen Nachruf auf den „Ausnahmesoldaten“ Hajo Herrmann (1913-2010), Bomberpilot der Legion Condor und seit 1942 Mitglied in Hitlers Luftwaffenführungstab und zum Vertrauten des NS-Reichsmarschalls Hermann Göring. Nach Kriegsende vertrat Herrmann als Rechtsanwalt vor allem Altnazis, Neonazis und Holocaustleugner (u.a. Otto Ernst Remer, David Irving, Fred A. Leuchter).

Interviewpartner dieser Ausgabe war:
* Prof. Franz W. Seidler (* 1933), ein extrem rechter Militärhistoriker. Der emeritierte Ordinarius für Neuere Geschichte an der Bundeswehr-Universität München war in Vergangenheit Referent bei diversen extrem rechten und deutschnationalen Gruppen. Er ist Buchautor des extrem rechten Pour le Merite-Verlages und Beiträge von ihm erschienen in den „Burschenschaftlichen Blättern“ oder der DMZ. In dem Interview bezeichnet er die Nürnberger Prozesse gegen die NS-Führungsriege als „Vergewaltigung des Rechts“.
DMZ Nr. 79 b
Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* dem extrem rechten Magazin „Die Aula“.
* dem Militaria-Magazin.
* dem Scherzers Militärverlag aus Sachsen.
*dem „Nation Europa“-Nachfolger „Zuerst!“, bei dem der DMZ-Chefredakteur Ochsenreiter auch Redakteur ist.
* der SS-Ehemaligen-Zeitschrift „Der Freiwillige“.
* der Michaelis-Verlag von Rolf Michaelis , der Mitglied im SS-nahen „Kameradenwerk Korps Steiner“ und spezialisiert auf die Herausgabe von Büchern zur Waffen-SS ist.
* der FPÖ-nahen Wochenzeitung „Zur Zeit“.
* dem extrem rechten Tübinger Grabert-Verlag.
* für die extrem rechte Veteranenvereinigung „Kameradenwerke“.
* der rechten SciFi-Reihe „Kaiserfront“.
* der Filmfirma „History-Films“.
* Venatus-Messer.

Quellen:
* DMZ Nr. 79
* AG „Zurück nach Workuta“: „Politischer Soldat? Was sonst!“ – Ritterkreuzträger Hajo Herrmann immer noch an der Front, in: Terz, 25.2.04, www.terz.org/texte/texte_03_04/hajo_herrmann.htm
* Antifaschistisches AutorInnenkollektiv: Hajo Herrmann – ein Helden-Update, in: Terz, 26.3.04, www.terz.org/texte/texte_04_04/hajo_herrmann.htm

Reserveoffizier kritisiert in NPD-Zeitung die Bundeswehrreform

Bundeswehrreform-Kritik in
Unter der Überschrift „Eine Armee wird abgewickelt“ verfasste ein Dr. Peter Berrenberg in der Januar-Ausgabe der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ einen Beitrag über die Bundeswehrreform. In dem Artikel weist der Verfasser darauf hin, dass die Wehrpflicht 1935 wieder eingeführt wurde.
Im Artikel wird sich über den angeblich miserablen Zustand der Bundeswehr ausgelassen und „Das Verschwinden des Soldaten“ in der Gesellschaft beklagt:

Mit der Abschaffung bzw. der Aussetzung der Wehrpflicht werden die verpflichtenden Beziehungen der jungen Bürger zum Staat lediglich die zum Finanzamt sein und die Soldaten werden noch mehr aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit verschwinden, als das ohnehin schon der Fall ist.

Ein Dr. Peter Berrenberg veröffentlichte seine Erlebnisse in der Bundeswehr von 1959 bis 2000 unter dem Pseudonym Klaus Bergner in dem 2002 erschienenen Buch „Begegnungen mit Faulen Säcken und Potentiellen Mördern“. Im Internet findet sich ein Solinger Dr. Peter Berrenberg als Oberstleutnant der Reserve, der über 50 Sport-Abzeichen erworben hat.
Der Leserbrief eines Dr. Peter Berrenberg aus Haan findet sich zudem in der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ Nr. 21/2005 vom 20. Mai 2005. In im heißt es zum 8. Mai 1945, dem Tag der Niederlage Nazi-Deutschlands, u.a.:

Die Deutschen waren vogelfrei, es begann eine furchtbare Notzeit, es starben in den ersten Jahren doppelt so viele Deutsche wie in der Kriegszeit; Gesetz, Moral, Völkerrecht und Friedensordnung galten nicht.

Quelle:
* Eine Armee wird abgewickelt, in: „Deutsche Stimme“ vom 02.11.2010

Sonderausgabe der „Deutschen Militärzeitschrift“ zur Panzerwaffe

Die extrem rechte „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ) hat im November 2010 eine Sonderausgabe zum Thema „Panzerwaffe“ herausgebracht.
DMZ Sonderausgabe
Auch die Panzer-Einheiten der Waffen-SS finden lobend Erwähnung.
SS-Panzerwaffe
Für ein Interview stand Prof. Dr. Uri Milstein (* 1940), seit 1980 Dozent für Militärgeschichte an der Universität Jerusalem, der DMZ erneut zur Verfügung.

Die Anzeigen dieser DMZ-Ausgabe stammen u.a. von:
* dem Scherzers Militärverlag aus Sachsen
* dem national“revolutionären“ Bublies-Verlag
* dem Waffen-SS-Traditions-Verlag Munin
* dem extrem rechten Grabert-Verlag aus Tübingen

Zwei Autoren dieser DMZ-Sonderausgabe sind u.a. Heinz Magenheimer und Rolf Michaelis.
* Heinz Magenheimer (* 1943) war Dozent an der österreichischen Landesverteidigungsakademie Wien (Institut für strategische Grundlagenforschung) und vertritt die Präventivkriegs-These, also die Behauptung das der Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion einem Angriff der UdSSR zuvorkam. Damit rechtfertigen rechte Historiker gerne den Rasse- und Vernichtungskrieg Deutschlands im Osten,
* Der DMZ-Autor Rolf Michaelis gründete 1994 den Michaelis-Verlag. Michaelis ist Mitglied im SS-nahen „Kameradenwerk Korps Steiner“ und spezialisiert auf die Herausgabe von Büchern zur Waffen-SS; aber auch Bücher des antisemitischen Verschwörungsfantasten van Helsing fanden sich schon im Programm des Verlages. Um bei diesen Programm auch möglichst viele Kunden zu erreichen schaltete der Verlag Anzeigen in der extrem rechten „Deutschen Militärzeitschrift“, in der nationalliberalen „Criticon“ (2005 umbenannt in „Neue Nachricht“) und in der neurechten Wochenpostille „Jungen Freiheit“.

Quellen:
* Oliver Schröm: Braune Esoterik auf dem Vormarsch: Viele Bücher aus der New-Age-Szene zeichnen ein rassistisches Weltbild, in: die Zeit 1998, http://www.zeit.de/archiv/1998/23/esoterik.txt.19980528.xml
* Neuigkeiten Inland, in: BnR-Ausgabe 7/2000

Plädoyer für die Bundeswehrreform in rechter Wochenzeitung

In der „neurechten“ Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) erschien unter dem Titeln „Lehrmeister Krieg“ aus der Feder von Fritz Zwicknagl (* 1946) ein Beitrag, der die anstehende Bundeswehrreform und damit auch den Abkehr von der Wehrpflicht verteidigt. Er befindet sich damit vermutlich in der Minderheit, wie dieser Blog bereits berichtete, trauern andere rechte Schreiber der alten Bundeswehr und vor allem der Wehrpflicht hinterher.

Zwicknagl ist laut Kurzbiografie in der JF ein Oberst a. D. und diente als Fallschirmjäger und Generalstabsoffizier. Demnach war er zuletzt Leiter von Generalstabslehrgängen und Kommandeur der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr in Altenstadt.

Zwicknagl schreibt, dass die Reform eine notwendige Anpassung an das globale Tätigkeitsfeld der Bundeswehr und bezeichnet dabei Afghanen als „Grenzvölker“:

Das neue Kriegsbild, das wir beharrlich ignorierten, ist für viele unserer westlichen Nachbarn seit Jahrhunderten verfassungsrechtliche und militärische Normalität: Es herrscht tiefster Friede, aber an den Grenzen des Imperiums müssen ständig Aufstände bekämpft oder Grenzvölker zurückgeschlagen werden.

Der Preis der Reform, so Zwicknagl, sei der Preis der Anpassung und Akzeptanz als weltweit agierende Militärmacht:

Je beeindruckender das gelingt, desto selbstbewußter kann unser Land bei künftigen geostrategischen Zumutungen gegenüber der Hegemonialmacht auftreten.

Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 76 vom Juli/August 2010 erschienen

DMZ Nr. 76
Interviewpartner dieser DMZ-Ausgabe sind:
* Dr. Uri Milstein (* 1940), ein israelischer Militärhistoriker.
* Dr. Albrecht Rothacher (* 1955), Leiter einer Asien-Europa-Stiftung.
* Wolfgang Fleischer (* 1952), Fachgebietsleiter beim Bundeswehrmuseum in Dresden.
* Thorsten Heinrich (* 1982), Betreuer der Homepage „http://soldatengedenken.de/“ einem digitalen heldentümelnden Ehrenmal für Bundeswehrsoldaten (ähnlich: http://www.gelbe-schleife.de/). Er berichtet der DMZ stolz, dass seine Facebook-Gruppe bereits 1.800 Mitglieder habe und dass er mit einem Hauptfeldwebel der Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr zusammenarbeite. Heinrich plant in Zukunft die Gründung eines „Unterstützungsvereins Soldatengedenken.de”. Bereits zwei Mal führte Heinrich Gedenkmärsche für getötete Bundeswehrsoldaten durch.
Die ultrarechte „Junge Freiheit“ berichtet über den Würzburger Trauerzug von Soldatengedenken wie folgt.
„Hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne ziehen knapp fünfzig Personen schweigend und in Zweierreihe durch die Straßen der Würzburger Innenstadt. Viele Passanten bleiben stehen und schauen dem Zug hinterher. Ihnen bietet sich ein buntes Bild: Einfache Bürger und Studenten, manche in Freizeitkleidung, andere im Anzug, einige durch Band und Mütze als Korporierte erkennbar.“
Mit von der Partie waren also auch Verbindungsstudenten. Auf den Fotos des Schweigemarsch vom 18.04.2010 sind auch einige Bändelträger erkennbar1.

Die Anzeigen dieser DMZ-Ausgabe stammen u.a. von:
* dem Militaria-Magazin
* einer militaristischen Geschichtenreihe namens „Schiffe Menschen Schicksale“, die sehr der Landser-Heft-Reihe ähnelt
* Scherzers Militärverlag aus Sachsen
* Venatus-Messer
* dem extrem rechten Bonus-Verlag
* der SS-Ehemaligen-Zeitschrift „Der Freiwillige“
* dem NPD-Hausverlag „Deutsche Stimme“
* dem extrem rechten Germania-Verlag

Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 75 vom Mai/Juni 2010 erschienen

DMZ Nr. 9

Interviewpartner dieser Ausgabe der extrem rechten Militärmagazin sind:
* Leonid Iwaschew, ein Ex-Sowjet-General
* Martem Hilmer, ein ehemaliger Angehöriger der dänischen Sirius-Patrouille auf Grönland.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* Venatu-Messer
* dem Miliatria-Magazin
* der Firma History-Films
* dem extrem rechten Tübinger Grabert-Verlag.
* dem NPD-Hausverlag „Deutsche Stimme“
* den Verlagen „Bonus“ und „Pour le Merite“, die beide wie die DMZ zum Imperium des Verlegers Dietmar Munier gehören.
* der Buchdienst „Freisinn“ mit Sitz in Wien

Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 74 vom März/April 2010 erschienen

DMZ Nr. 74
Dieser DMZ-Ausgabe lag eine farbige Einladung zum Lesertreffen von „Lesen & Schenken“ am 19. bis 21. März 2010 bei Bamberg bei, zu dem Dietmar Munier, der Leiter der extrem rechten Verlage zu denen auch die DMZ zu rechnen ist, einlädt. Bei diesem Lesertreffen sollen allerhand Größen der extrem rechten Szene auftreten.

Interviewpartner dieser Ausgabe sind:
* Olaf Haselhorst (* 1963), zwölf Jahre Dienst bei der Marine, Autor für das neurechte Strategieblatt „Sezession“ und die militaristische „Militär & Geschichte“. Laut „Blick nach Rechts“ gehört er der rechten Burschenschaft Germania Hamburg an.
* Reinhard Uhle-Wettler (* 1932), der die Bundeswehr 1989 als stellvertretender Kommandant der 1. Luftlandedivision in Bruchsal verließ. Eine Zeit lang war er niedersächsischer Landesvorsitzende der rechtskonservativen DSU. Beiträge von ihm erschienen im revanchistischen „Ostpreußenblatt“, im extrem rechten Magazin „Nation+Europa“ (NE), in dem REPs-Blatt „Zeit für Protest“, in der extrem rechten Zeitschrift „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ (DGG) oder in „Neue Ordnung“. Von 1995 bis 2008 war Uhle-Wettler Vorsitzender der äußerst rechten „Staats- und Wirtschaftspolitischen Vereinigung“. Im Jahr 1996 erschien von ihm im extrem rechten Hohenrain-Verlag das Buch „Die Überwindung der Canossa-Republik“ und 1998 war er (Mit-) Herausgeber einer Festschrift für den Holocaustleugner David Irving.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* Venatu-Messer
* dem Miliatria-Magazin
* der Waffensammlerbörse Luzern
* der Firma History-Films
*dem „Nation Europa“-Nachfolger „Zuerst!“, bei dem der DMZ-Chefredakteur Ochsenreiter auch Redakteur ist.
* das Waffen-SS-Ehemaligen-Magazin „Der Freiwillige“.
* dem rechtsextremen Tübinger Grabert-Verlag.
* dem NPD-Verlag „Deutsche Stimme“
* dem extrem rechten Magazin „Die Aula“.
* den Verlagen „Bonus“ und „Pour le Merite“, die beide wie die DMZ zum Imperium des Verlegers Dietmar Munier gehören.

Quellen:
* Illustrer Kreis. Rechtsextreme Gäste im Schlosshotel, Blick nach Rechts, http://www.bnr.de/content/illustrer-kreis
* Jan Phillip: Der Preuße, in: Der Rechte Rand Nr. 104 – Jan./Febr. 2007, Seite 16
* Anton Maegerle: Graberts Autoren und ihre Bedeutung für die rechte Szene, in: Martin Finkenberger / Horst Junginger (Hrsg.): Im Dienste der Lügen, Seite 172-174

Deutsche Militär-Zeitschrift (DMZ) Nr. 73 – Januar/Februar 2010 erschienen

DMZ Nr. 73
Im Heftinnern findet sich u.a. in der Rubrik „Landser erzählen“ ein Beitrag mit dem Titel „Dänische Freiwillige. Waffen-SS im Kaukasus“ aus der Feder von Henry Pedersen, der 1941 freiwillig der 5. Waffen-SS-Division „Wiking“ beitrat, einer Einheit für skandinavischen NS-Kollaborateure.
DMZ Nr. 73

Interviewpartner dieser Ausgabe sind:
* Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt (* 1938), seit 2000 Präsident des „Bayrischen Soldatenbundes“.
* Prof. Dr. Martin van Creveldt aus Israel, ein Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem, der sich in der deutschen Rechten durch sein Lob für die Wehrmacht großer Beliebtheit erfreut. Van Creveldt ist regelmäßiger Autor für die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ und schrieb auch schon für die DMZ. Beim 8. Berliner Kolleg (Dezember 2004) des neurechten „Institut für Staatspolitik“ trat er zudem als Referent auf.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* dem Scherzer Militär-Verlag (Schwerpunkt: sächsische Ritterkreuzträger).
* das Waffen-SS-Ehemaligen-Magazin „Der Freiwillige“.
* dem rechtsextremen Tübinger Hohenrain-Verlag.
* dem national“revolutionären“ Bublies-Verlag.
* dem Magazin „Militaria“.

Zusätzlich liegen in dem Heft noch zwei Prospekte, je eins von dem rechtslastigen Leopold-Stocker-Verlag aus Österreich und eins von einem Atlas-Verlag.

DMZ-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter als neuer Chefredakteur von „Zuerst!“?

Das Informationsportal „redok“ berichtet:

„Nun soll als Nachfolger das neue rechte Monatsmagazin mit dem Titel Zuerst! Neuland für die extreme Rechte erschließen. Als journalistische Führungsfigur soll offenbar Manuel Ochsenreiter dienen, der einst Redakteur der neurechten Jungen Freiheit war und dem norddeutschen Verleger Munier bereits seit einiger Zeit als Chefredakteur der Deutschen Militärzeitschrift dient.“
Dem widerspricht aber bnr.de, dessen „Informationen zufolge hat der Historiker Günther Deschner (Jg. 1942) die Funktion des Chefredakteurs inne.“

Berichtigung (21.12.09):

Redok schrieb nicht von Ochsenreiter als Chefredakteur, sondern „als journalistische Führungsfigur“. Ochsenreiter zeichnet laut Impressum von „Zuerst!“ verantwortlich für den Inhalt der Webseiten und verfasste auch einen Artikel für „Zuerst!“.
Der Initiator des ganzen Projektes, der Verleger Dietmar Munier, äußerte sich über Ochsenreiters Rolle bei „Zuerst!“ im Interview mit gesamtrechts.net:

Munier: Neben Dr. Deschner, dem eigentlichen „Blattmacher“, spielt Manuel Ochsenreiter eine wichtige Rolle bei ZUERST!. Ochsenreiter ist ja seit fünf Jahren Chefredakteur der Deutschen Militärzeitschrift (DMZ), was er vorläufig auch bleiben wird. Wir haben ihn dort aber durch einen zusätzlichen Redakteur entlastet, damit er seine wirklich herausragenden journalistischen Befähigungen bei ZUERST! voll zum Einsatz bringen kann. Seine Reportagen in der DMZ etwa über die Hisbollah im Libanon sind ja legendär.

Quellen:
* redok: Rechtes Monatsblatt: Medienkonzern übernimmt Vertrieb, 06.12.09, http://www.redok.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1596&Itemid=36
* am: Sprungbrett nach rechts, 10.12.09, http://www.bnr.de/content/sprungbrett-nach-rechts

Deutsche Militär-Zeitschrift (DMZ) Nr. 72 – November/Dezember 2009 erschienen

Pünktlich vor Weihnachten gibt es in der jüngsten DMZ-Ausgabe einen 16seitigen Katalog-Teil über Buch-Neuerscheinungen und mehrere Seiten, auf denen auch Kleidung z.B. in „Wehrmachts-Eichentarn“ angeboten wird. Exklusiv zu ordern über den DMZ-Versand.

Interviewpartner dieser Ausgabe sind:
Jan von Flocken
* Jan von Flocken (* 1954), freier Buchautor. Ein Foto in der DMZ von seinem Schreibtisch, zeigt, dass darauf mehrere kleinere Südstaaten-Flaggen stehen, also die Fahnen der separatistischen Sklavenhalter-Staaten-Konföderation.
Jan von Flocken Büro
Jan von Flocken ist Gelegenheitsautor und Interviewpartner in der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Früher arbeitete er für den Focus, so interviewte im Focus 53/1998 den Ex-RAF-Angehörigen Horst Mahler, der zu dieser Zeit schon sein rechtes „coming out“ gehabt hatte. Seine Bücher „Krieger-Schicksal“ und „Krieger-Leben“ wurden auch von dem rechtsextremen Traditionsmagazin „Nation Europa“ beworben und im Buchdienst von „Nation Europa“ angeboten.
Kai Homilius Bücher bei
Diese beiden Bücher erschienen im Kai-Homilius-Verlag, der durch sein stark antiamerikanisches, antizionistisches und verschwörungstheoretisches Angebot auffällt. In jüngster Zeit unterstützte der Kai-Homilius-Verlag die rechtslastige „Volksinitiative gegen Finanzkapital“ um den Journalisten Jürgen Elsässer. Im Verlag erscheint die Volksinitiative-Buchreihe „Compact“ und der Kai-Homilius-Verlag verantwortet auch die Homepage der „Volksinitiative gegen Finanzkapital“.
* Heinz Magenheimer (* 1943), ein ehemaliger Dozent an der österreichischen Landesverteidigungsakademie Wien. Magenheimer war bereits mehrfach mit Beiträgen in der DMZ vertreten (u.a. in Ausgabe 46, 49, 50, 52, 53, Sonderausgabe 2006, …). Somit betreibt die DMZ nur ein Selbstverhör mit einem Stammautor.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* dem rechtslastigen Ares-Verlag aus Österreich.
* dem extrem rechten Verlag „Pour le Merite“.
* dem Scherzer Militär-Verlag (Schwerpunkt: sächsische Ritterkreuzträger).
* das Waffen-SS-Ehemaligen-Magazin „Der Freiwillige“.
* dem deutschnationalen, burschenschaftlichen Organ „Die Aula“ aus Österreich.
* dem rechtsextremen Tübinger Grabert-Verlag.
* der FPÖ-nahen Wochenzeitung „Zur Zeit“.
* dem national“revolutionären“ Bublies-Verlag.
* der revanchistischen „Vertriebenen“-Zeitung „Der Schlesier“.

Und so stellt die DMZ die Grenzen in Ostdeutschland da. Trotz über 60 vergangenen Jahren mag sie sich nicht endgültig vom Sudetenland oder Schlesien trennen.
DMZ-Karte

Deutsche Militär-Zeitschrift (DMZ) Nr. 71 – September/Oktober 2009 erschienen

DMZ Nr. 71

In dem Artikel „Spritzfahrt durch Ungarn“ von einem Patrick Stoll wird berichtet wie eine deutsche Re-Enactment-Gruppe mit 33 Wehrmachts-Fahrzeugen, vor allem per Krad, das Land durchquert hat. Wer bei den Fotos genauer hinschaut, entdeckt, dass dabei nicht nur Wehrmachts-Uniformen mitgeführt wurden, sondern auch mindestens eine Reichskriegsflagge. Diese benutzt heute außerhalb der extremen Rechten niemand.
Kradfahrt mit Reichkriegsflagge

Interviewpartner dieser Ausgabe sind:
* Norbert Geis (* 1939), der seit 1987 für die CSU im Bundestag sitzt. Er ist zum rechtsklerikalen Flügel der CSU zu zählen. So forderte er in Vergangenheit Gotteslästerung unter Strafe zu stellen, fühlt sich nach eigenen Worten dem „Opus Dei“ („Die Wahabiten Roms“) „freundschaftlich verbunden“ und ist Präsident der „Opus Dei“-nahen Rhein-Donau-Stiftung. Zudem ist er Kolumnist der Rechtspostille „Junge Freiheit“. Das Interview mit der DMZ verdankt er seiner ablehnenden Haltung zu der Aufhebung der Urteile gegen Wehrmachts-Deserteure. Der DMZ sagte er dazu: „Wenn man dies tut, dann rehabilitiert man automatisch Verbrecher, die bei Nacht und Nebel zum Feind übergelaufen sind“, um dort mit ihren Angaben beim Kampf gegen die Wehrmacht zu helfen. Diese Aussage gleicht der von Heinz-Christian Strache, dem Vorsitzenden der rechtspopulistischen FPÖ, der behauptete „Wehrmachtsdeserteure seien „oftmals auch Mörder gewesen.“
* Prof. Franz W. Seidler (* 1933), ein extrem rechter Militärhistoriker. Der emeritierte Ordinarius für Neuere Geschichte an der Bundeswehr-Universität München war in Vergangenheit Referent bei diversen extrem rechten und deutschnationalen Gruppen. Er ist Buchautor des extrem rechten Pour le Merite-Verlages und Beiträge von ihm erschienen in den „Burschenschaftlichen Blättern“ oder der DMZ.
* Simon Reeve, ein BBC-Journalist.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* dem rechtslastigen Ares-Verlag aus Österreich.
* dem extrem rechten Verlag „Pour le Merite“.
* dem Scherzer Militär-Verlag (Schwerpunkt: sächsische Ritterkreuzträger).
* dem Militaria-Magazin.
* das Waffen-SS-Ehemaligen-Magazin „Der Freiwillige“.
* dem deutschnationalen, burschenschaftlichen Organ „Die Aula“ aus Österreich.
* dem Film-Versand „History Films“.
* dem rechtsextremen Tübinger Grabert-Verlag.
* der FPÖ-nahen Wochenzeitung „Zur Zeit“, die übrigens mit einem Stand auf dem neonazistischen „Fest der Völker IV“ in Pößneck angekündigt war.
Fest der Völker IV &

Quellen:
* Anton Maegerle: Konspirativer Kongress, in: BnR-Ausgabe 05/2005
* DMZ Nr. 71

Deutsche Militär-Zeitschrift (DMZ) Nr. 70 – Juli August 2009 erschienen

Die Beiträge in dieser Ausgabe der DMZ stammen von einschlägig bekannten Gestalten wie Günther Deschner, Heinz Magenheimer von der Landesverteidigungsakademie in Wien.oder Thorsten Hinz (Redakteur der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“).
DMZ Nr. 70
Interviewpartner dieser Ausgabe sind:
* Dr. Dmitry Chmelnizki (* 1953), Mitarbeiter des russischen Geschichtsrevisionisten Viktor Suworow, dessen Präventivschlags-Theorie bezüglich des deutschen Überfalls auf die sowjetunion unter dem Titel „Die Legende vom ´Überfall´“ ein Artikel in der aktuellen DMZ gewidmet ist.
* Prof. Dr. Wolf Oschlies (* 1941), der ansonsten in dem revanchistischen Wochenblatt „Preussisch Allgemeine Zeitung“ (PAZ) und dem „Eurasischen Magazin“ schreibt.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* dem national“revolutionären“ Bublies-Verlag
* dem rechtslastigen Ares-Verlag aus Österreich
* dem extrem rechten Verlag „Pour le Merite“.
* dem Verlag Scherzers (Schwerpunkt: sächsische Ritterkreuzträger)
* dem Militaria-Magazin
* das Waffen-SS-Ehemaligen-Magazin „Der Freiwillige“
* dem deutschnationalen, burschenschaftlichen Organ „Die Aula“ aus Österreich
* der FPÖ-nahen Wochenzeitung „Zur Zeit“

„Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ) – Ausgabe Mai-Juni

DMZ Nr. 69
Die neue ausgabe des extrem rechten militaria-Magazins DMZ Nr. 69 – Ausgabe Mai-Juni 2009 ist erschienen. In dem extrem rechten Zweimonats-Magazin finden sich wieder mit Anzeigen von:
* dem rechtsextremen Magazin „Der Freiwillige“, das ehemalige Organ der Waffen-SS-Veteranenorganisation HIAG.
* dem extrem rechten Pour-le-Merite-Verlag
* dem rechtslastigen Österreicher Ares-Verlages.
* Scherzers Militär-Verlag für ein Buch über „Sächsische Ritterkreuzträger“.

Als Interviewpartner standen der DMZ diesmal zur Verfügung:
* Dr. Stefan Scheil (* 1963), gilt als „Hofhistoriker“ der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Beiträge von ihm erschienen darüber hinaus bereits in den extrem rechten Blättern „Deutsche Geschichte“, der „Deutschen Militärzeitschrift“ und der „Konservativen Deutschen Zeitung“, aber auch in der konservativen Tageszeitung FAZ.
Als Referent angekündigt wurde er bereits auf Veranstaltungen der extrem rechten Sudholt-Verlage, für die „Staats- und Wirtschaftspolitische Vereinigung“ oder für das neurechte „Institut für Staatspolitik“.
* Dr. Marcus Junkelmann (* 1949), Historiker u.a. Dozent der Münchner Bundeswehr-Akademie.
* Mohamma Keiarishi (* 1942), einen iranischen Diplomaten. Passend zu den in Genf vorgetragenen antisemtischen Verschwörungstheorien („Weltzionismus“) des iranischen Staatspräsidenten stellt sich die DMZ mit diesem offenkundig sympathisierenden Interview hinter das theokratische Regime.

Quellen:
* Anton Maegerle: Politischer und publizistischer Werdegang von Autoren der „Jungen Freiheit“, in: Stephan Braun / Ute Vogt (Hgg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Wiesbaden 2007, Seite 205-206
* „Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ) – Ausgabe Mai-Juni 2009

NACHTRAG: DMZ & Stahlfron

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Ein Beitrag in dieser DMZ-Ausgabe widmet sich der „Stahlfront“-Buchserie (Eigenbezeichnung „Military Science Fiction“). Dazu gibt es ein Interview mit dem Autor, Torn Chaines. Inhalt der Liste sind beispielsweise Geschichten, in denen Reichsflugscheiben Deutschland „befreien“.
Laut der Liste der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) der indizierten Medien April 2009 fanden auch drei „Stahlfront“-Titel Eingang auf dem Index: „Die Macht aus dem Eis“, „Versenkt die Hindenburg“ und „Der zweite Bürgerkrieg“.
Der Oliblog zitiert eine „Stahlfront“-Leseprobe wie folgt:

Es blieb ihm nichts anderes übrig, als Aysche Demirel zu ertragen. Von ihr begeistert sein musste er nicht. Sobald er nur an sie dachte, hatte er ihre riesige Nase vor Augen. Ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Es war kein Wunder, dass Dinge wie Schleier und Burka in dem Kulturkreis erfunden worden waren, dem Demirel entstammte. Grußlos betrat er ihr Büro.

Und sagt selbst zum Inhalt:

Eine etwas obskure inhaltliche Melange die eine Alien-Invasionsverschwörung mit „Thule“-Reizwörtern, ehemaligen Waffen-SS Mitgliedern und schlecht und langweilend geschriebenen Action-Szenen mischt.

Quelle:
* Neue deutsche SF Serie „Stahlfront“: Ist der leicht angebräunte Name Programm?, http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=1534

DMZ auf der Azubi-Suche

Das extrem rechte Magazin „Deutsche Militär-Zeitschrift“ (DMZ) ist auf der Suche nach einem Azubi. Fundort der unten abgebildeten Anzeige war der rechtextreme Newsblog „Patriotische Forum Süd“.
DMZ-Azubi-Anzeige