Archiv der Kategorie 'Militarisierung der Gesellschaft '

Extrem rechte Burschenschaft mit Nähe zur Bundeswehr-Uni in Hamburg

Auf dem linken Newsportal Indymedia erschien ein Bericht, in dem es u.a. heißt:

Am kommenden Mittwoch soll Oberst Uwe Hartmann, Leiter des Studentenbereichs der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr (HSU) auf dem Haus der schlagenden Verbindung zum Thema „Der Soldat in Politik und Gesellschaft“ vortragen. Einen Teil des Publikums dürfte der Oberst schon kennen, denn unter Hamburgs Waffenstudenten befinden sich besonders viele Studenten der HSU. Schließlich schwören diese anachronistischen Männerbünde nicht für ihre persönliche Ehre mit dem Säbel, sondern auch für das Vaterland mit der Waffe zu kämpfen.

Quelle:
* Felix Krebs: Oberst, Weihbischof und Neonazis, 05.12.2010, http://de.indymedia.org/2010/12/295746.shtml

Der Feuerwehrmann als Brandstifter

Gastkolumne von Ulrich Sander
 
Der eifrige Feuerwehrmann, der das Feuer selbst legt, das er dann zum eigenen Ruhme löschen kann, ist bekannt. Den gibt es immer mal wieder, so lesen wir es in der Zeitung. Allerdings, dass der Chef der Feuerwehr selbst Hand anlegt, um als erster am Brandort zu sein, das kennen wir nur aus Dortmund.
 
Klaus Schäfer heißt der hochbezahlte Amtsleiter der Stadt, der seit Monaten in der ersten Reihe der Nazis marschiert, auf dass dann die Großeinsätze der Kollegen von der Polizei so richtig Nahrung und Anlass finden. Dieser Brandstifter betätigt sich allerdings nicht wie der Pyromane als erster an der Spritze, sondern als einer, der noch Öl ins Feuer gießt. Schäfer taucht nun auf zahlreichen Pressefotos von ebenso vielen Nazimärschen auf – das schwarze Transparent tragend. Und diese Photos präsentierten die Medien; Verfassungsschutz und Polizei waren angeblich ahnungslos. Und auch die SPD, deren Mitglied Schäfer noch ist. Der Ausschluss soll eingeleitet sein, auch die Suspendierung vom Dienst des bisherigen Feuerwehrchefs von Dortmund und jetzigen Leiter des Instituts für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR).
Die Medieninformationen über Klaus Schäfer sind erschreckend, aber nicht vollständig. Wer nur den IFR-Kooperationspartnern des Herrn Schäfer in den auf der Dortmunder Feuerwehr-Web-Site bezüglich der dort aufgeführten Projekte nachgeht, gerät auf den Weg in den bundesweit vernetzten zivil-militärischen Bereich aus Politik, Bundeswehr, Polizei, Behörden und Forschung wie auch Reservistenverbänden. Das wird nicht besser, wenn man sich über Prof. Rainer Koch von der Uni Paderborn informiert, den Stellvertreter des Nazifreundes Schäfer im IFR. Er behauptet gern, dass er an rein zivilen Feuerwehrprojekten arbeitet. Auf der Feuerwehrwebsite wird aber berichtet, dass ständig bis zu 50 Angehörige von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr Dortmunds auf Einladung der Bundeswehr an Übungen auf dem Truppenübungsplatz Daaden teilnehmen und dass diese Übungen in acht Durchgängen vom Herbst 2009 bis Herbst 2010 anhalten. Dabei wurden bisher „militärische Operationen größeren Umfangs“ simuliert und nunmehr auch auf dem Gebiet der Zivilmilitärischen Zusammenarbeit (ZMZ) angewendet. Hubschrauber und Pionierkräfte der Bundeswehr werden eingeplant und spielerisch eingesetzt. Immer dabei: Dortmunds Feuerwehr und das Dortmunder Kreisverbindungskommando der Bundeswehr. Wörtlich heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr Dortmund wie auch in einer Veröffentlichung eines Jörg Schäfer von der Dortmund-Evinger Feuerwehr: „Die dort eingeplanten Reservisten der Bundeswehr halten einen exzellenten Draht zur Stadtverwaltung. Sie ermöglichen auch die unkomplizierte wie schnelle Hilfe durch die Truppe, wenn der Krisenstab diese benötigt.“
Klaus Schäfer war nicht nur an Naziaufmärschen in Dresden und Dortmund beteiligt, sondern er nahm auch am 4. Februar im Rathaus am Bürgerforum über Rechtsextremismus als Redner im Sinne der Neonazis teil. Er behauptete, nicht die rechte Szene sei das Problem, sondern die linke antifaschistische, gegen „deren Gewalt“ der Staat vorzugehen hätte. Den Stadtoberen, die am Bürgerforum teilnahmen, war die Personalie Klaus Schäfer bekannt, doch sie handelten nicht. Sie kannten auch die Forschungsprojekte seines Instituts, so zum Beispiel das Projekt „Lage“. Auf der Instituts-Internetseite heißt es dazu: „Lage“ wolle eine „vernetzte Einsatzführung“ bei „innerstädtischen Großveranstaltungen“ ermöglichen. Man weiß: Dazu zählen Aufmärsche der Nazis wie Aktionen der Linken ebenso wie Umtriebe von Hooligans bei Fußballspielen. Schäfer war involviert in die „Terrorismusabwehr in Großstädten“ und arbeitet mit der Polizei in Forschungsprojekten. Er verfügt, so wird nun von recherchierenden Journalisten berichtet, über präzise Kenntnisse über Terrorismusabwehr, Einsatzplanungen, Einsatzstrategien und Funkkommunikation bei Großeinsätzen. Doch all dies beunruhigt die Polizeiführung nicht. „Wir ermitteln nicht“, teilte sie mit.
Der Mitstreiter der Autonomen Nationalisten ist 55 Jahre alt und bekommt ein Monatsgehalt von 6000 Euro. Notfallpläne für Anschläge sollen in seinem Besitz sein. Ob er sein dienstliches Wissen den Nazis weitergab, „wird noch geprüft“, sagte eine SPD-Sprecherin.
Wer Wolfgang Schorlaus „München-Komplott“ über das Oktoberfestattentat gelesen hat, der ahnt, wie das V-Leutesystem im Lande funktioniert, um Verbrechen von rechts zu begehen, um sie der Linken in die Schuhe zu schieben. Wer sich an die brennenden Gleise der Dortmunder S-Bahn am 1. Mai 2007  erinnert, die im Zuge der Auseinandersetzung mit den Neonazis sich zu brennenden Barrikaden ausweiteten, ohne dass ein Feuerwehrschlauch in ihre Nähe kam, der muss nun zwangsläufig an Klaus Schäfer denken, den wackeren Feuerwehrmann an der Seite der „nationalen Jugend“.

Bundeswehr-Militärbischof Mixa abgetreten

Nachdem herausgekommen war, dass er Kinder geohrfeigt hatte und dass späterauch noch geleugnet hatte, bot der katholische Bischof Walter Mixa (* 1941) am 21. April dem Papst seinen Rücktritt vom Amt des Bischofs von Augsburg und von dem des s der Bundeswehr an. Mixa war seit 2000 deutscher katholischer Militärbischof.
Mixa ist politisch im konservativen Rechtsaußenbereich zu verorten, so soll er Mitglied im rechtsklerikalen „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“, er ist Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Tuiskonia zu München und steht der Paneuropa-Union nahe. Ebenso beteiligte er sich mit einem Beitrag an der Festschrift für Günther Rohrmoser, den inzwischen verstorbenen Hausphilosophen des deutschnationalen „Studienzentrum Weikersheim“.
Auch inhaltlich fiel Mixa durch reaktionäre oder rechte Thesen und Sprüche auf. Mixa tat sich mit kritischen Äußerungen zur Evolutionstheorie hervor, brachte die in Deutschland durchgeführten Abtreibungen mit der Zahl der Holocaust-Opfer in Verbindung, er meinte, „dass es uns nicht gut bekommt, wenn wir uns für unsere Nationalität schämen“ und für ihn war das Grundübel des 20. Jahrhunderts ein „aggressiver Atheismus“ und „gottloses Verhaltensweisen“.
Da ist es kein Wunder, dass Mixa die Gefahr des „Rechtsextremismus“ in der Bundeswehr als „nicht sehr groß“ einschätzte.

Burschenschaft Germania Hamburg ehrt Ritterkreuzträger

Am 9. Februar 2009 legten laut Eigenbericht im Verbandsorgan „Burschenschaftliche Blätter“ Mitglieder der extrem rechten Hamburger Burschenschaft Germania einen Kranz am Grab des 50 Jahre zuvor verstorbenen Wehrmachts-Panzergeneral Karl Mauss ab. Dieser wird als „Bundesbruder“ bezeichnet, d.h. er war Mitglied der Burschenschaft Germania. Maus war im Nationalsozialismus mit dem Ritterkreuz zum Eichenlaub mit Schwerter und Brillanten ausgezeichnet worden, der höchsten Auszeichnung des Regimes.
Burschenschaft Germania Hamburg an Ritterkreuzträger-Grab
In dem Bericht heißt es in heldentümelnder Weise:
„Als das „Lied vom guten Kameraden“ erschall, ergriff alle Anwesenden die Ehrfurcht vor einem wildbewegten, der soldatischen Pflicht gewidmeten Leben, welches Karl Mauss so beispielhaft zu erfüllen wußte.“

Quelle:
* Felix Lüdecke (Germania Hamburg): Zum 50. Todestag von Brillantenträger Karl Mauss, Burschenschaftliche Blätter Online, 29.01.10, http://www.burschenschaftliche-blaetter.de/netzversion/detailansicht/meldung/402/zum-50-tode.html

Liederbuch mit einem Wehrmachtstext

In einem von Ministerpräsident Günther Oettinger mit herausgegebenen Bändchen mit dem Titel „Lied.Gut – Volkslieder und Schlager für fröhliche Stunden“ findet sich auf Seite 86 ein Lied, dass im Volksmund „Panzerlied“ genannt wurde. Eigentlich trägt es den Titel „Ob’s stürmt und schneit2 und hat derlei Kriegsverherrlichendes anzubieten wie „Voraus die Kameraden, im Kampf sind wir allein. So stoßen wir tief in die feindlichen Reih‘n“.
Nach Informationen der Lokalzeitungen „Mannheimer Morgen“ und der „Heilbronner Stimme“ sind etwa 2.000 Exemplare des Buches für die Kreisverbände gedacht.
Der SWR berichtet in einem Artikel:
„Aber auch nach dem Krieg war es stark verbreitet: „Das Lied stand zumindest 1991 noch im Liederbuch der Bundeswehr“, erklärt der Musikforscher. Der Text stamme von Oberstleutnant Kurt Wiehle und wurde nach Informationen des Archivs am 28. Juni 1933 gedichtet. In einer nicht im CDU-Büchlein abgedruckten Strophe des Liedes heißt es weiter: „Was gilt denn unser Leben für unsres Reiches Wehr? Für Deutschland zu sterben ist unsre höchste Ehr‘.““

Quelle
* CDU stampft Liederbuch mit Wehrmachtstext ein“, SWR, , http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4689454/eteur/index.html

Besuch der Stuttgarter Ausstellung „Mythos Rommel“

Ausstellung Mythos Rommel

International und National bekannt ist Generalfeldmarschall Erwin Rommel, genannt „Der Wüstenfuchs“. In Deutschland ist und war Rommel vielerorts sehr populär. Bis heute gibt es eine ganze Reihe von Sachen die nach Hitlers Lieblingsgeneral benannt wurden:
* ein Rommel-Denkmal in Rommels Geburtsstadt Heidenheim an der Brenz
* drei Rommel-Kasernen
* ein Rommel-Zerstörer der Bundesmarine
* diverse Rommelstraßen, laut Google-Map im Ganzen zehn Stück
Rommelstraßen

Eine Ausstellung über den Mythos Rommel im Stuttgarter „Haus der Geschichte“ klang interessant und viel versprechend. Der Titel ließ eine kritische Darstellung Rommels und seines Mythos´ erwarten. Gilt doch des Teufels General heute noch bei vielen im In- und Ausland als Meister-Stratege und gar als Vorbild, obwohl er als aktiver Teil des Rasse- und Vernichtungskrieges Hitler-Deutschlands war. Jeder Sieg Rommels war auch ein Sieg für Hitler und dessen Vernichtungskrieg.

In der Ausstellung erfährt der Besucher erst von der Karriere Rommels als Erster-Weltkriegs-Offizier. Als solcher erhielt er auch denn Tapferkeits-Orden „Pour le Merite“. Dass Tapferkeit im Krieg immer bedeutet, dass andere sterben, wird aber nirgendwo erwähnt.

Man erfährt weiterhin, dass Rommel im Jahre 1938 erstmals das Kommando über das Führerhauptquartier hatte und den Einmarsch im Sudetenland koordinierte. Über Hintergründe, Nationalsozialismus, die Verfolgung von Juden und politischen Gegnern aber erfährt der Besucher nichts.

Man erfährt, dass Rommel ein Buch mit dem Titel „Infanterie greift an“ verfasst hat, von Hitler protegiert wurde und sich als Blitzkrieger in Frankreich auszeichnete.
Was die deutsche Wehrmacht in Frankreich überhaupt zu suchen hatte oder dass sie hunderte gefangene schwarze und arabische französische Soldaten ermordete, dass erfährt der Besucher nicht.

Man erfährt, dass Rommel in Lybien Erfolge feierte, der jüngste Generalfeldmarschall der deutschen Wehrmacht und „ein begeisterter Hobbyfotograf“ war.
Was Rommel plötzlich in Afrika zu suchen hatte oder wie es der einheimischen Bevölkerung unter der deutsch-italienischen Besatzung ging, dass erfährt der Besucher nicht.

Man erfährt, dass es kleine Eastolin-Figuren von Rommel gab und dass Rommel seit Ende 1943 Inspekteur des so genannten „Atlantikwalls“ war.
Über bei den Bauarbeiten des „Atlantikwalls“ eingesetzte Zwangsarbeiter erfährt der Besucher nichts.

Es wird gemutmaßt, dass Rommel vom Attentat auf Hitler 1944 wusste. Beteiligt war er hingegen nicht. Dass Hitler Rommel umbringen ließ, soll ja nicht angezweifelt werden. Aber gegen das sich abzeichnende Kriegsende hin, kam es allgemein zu Selbstzerfleischungen unter den Nazis. Widerstand ist das noch nicht. Immerhin findet sich in der Ausstellung auch der Brief von Rommels Frau Lucie-Marie Rommel, die am 9. September an den Stuttgarter Polizeichef schreibt, dass ihr Mann nicht am Attentat beteiligt war.

Ein Teil der Ausstellung beschreibt auch das Verhältnis von Bundeswehr und nennt Rommel den geistigen Vater der Bundeswehr. Interessant ist, dass der alte Kompanie-Wimpel der Rommelkaserne in Dornstadt bei Ulm und dass das alte Wappen des Grenadier-Bataillons 281 (Dornstadt) sehr dem Symbol von Rommels Afrikakorps ähnelte.
Es gab drei Kasernen, die nach Rommel benannt wurden und die Soldaten der Rommel-Kaserne in Dornstadt pflegen noch heute Rommels Gedenkstein in Herrlingen.
Mitstricker am Rommel-Mythos war der Bundeswehrgeneral Dr. Hans Seidel, der 1949 das Buch „Invasion 1944“ verfasste, in dem er schrieb Rommel verkörpere das „gute deutsche Soldatentum“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rommel in dieser Ausstellung als Nicht-Nazi und unpolitischer Berufssoldat dargestellt wird. Dass ist eine glatte Verfälschung der historischen Wahrheit. Rommel war vielleicht nicht ein fanatischer Nazi vom Typ eines Julius Streicher, aber er war – ohne je NSDAP-Mitglied gewesen zu sein – ein Sympathisant des NS-Regimes und besonders seiner Re-Militarisierungs- und Expansions-Pläne. Damit war Rommel eine Art pragmatischer Nazi, aber eben ein Nazi.
Ohne irgendeinen kritischen Filter vorzuschalten wird Rommel im Stil eines Landser-Heftes als „Stahlgestalt“ dargestellt. Diese Ausstellung dekonstruiert nicht etwa den „Mythos Rommel“, sondern sie führt ihn konsequent fort.
Anstatt Kriegsbilder mit Opferbildern zu konfrontieren, finden sich nur großflächige Schwarzweiß-Bilder, die Rommel als Soldaten zeigen und wahrscheinlich aus der Nazi-Propaganda stammen.
Lediglich dreimal wird im Hintergrund in weißer Schrift auf schwarzweißen Hintergrund pflichtschuldig etwas zu deutschen Gräueltaten eingeblendet. Einmal sogar ein ganzer Satz zu den Juden in Tunesien.

Andere Kriegsverbrechen unter Rommels Obhut hingegen werden vollkommen ausgelassen.
Unter Rommels Zuständigkeit wurden laut dem Blog „Eisberg“ in mindestens zwei italienischen Dörfern Massaker begangen:

In Boves kam es am 19. September 1943 zur Ermordung von 24 Personen durch die SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“.
In Caiazzo wurden im Oktober 1943 22 Zivilisten wegen „Hilfe für den Feind“ bei einer
durch den Wehrmachtsleutnant Lehniyk-Emden befehligten Aktion erschossen.

Ebenfalls nicht in die Ausstellung eingearbeitet wurden die neuen Erkenntnisse des Buches „Halbmond und Hakenkreuz“. In dem offen gelegt wird, dass Rommel eine SS-Einsatzgruppe mit „im Gepäck“ hatte, die 5 Monate die tunesischen Juden terrorisierte und dafür vorgesehen war mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung die Juden in Palästina zu ermorden, so wie es Einsatzgruppen im Osten taten.

Der Blog „Eisberg“ schreibt dazu:

Für die antisemitische Mobilisierung der Einheimischen war u. a. Konstantin von Neurath zuständig. Neurath war Verbindungsoffizier des Auswärtigen Amtes beim Afrikakorps und betrieb mit der Propagandakompanie des Korps massive antisemitische Hetze und versuchte so die arabische Bevölkerung Ägyptens für die Deutschen einzunehmen.
Obwohl durch britische Erfolge Rommel Palästina nie erreichte büßten 2.500 tunesische Juden die kurze deutsche Besetzung mit ihrem Leben. Allein nach der Eroberung des Judenviertels von Benghazi 1942 und der Deportation von mehr als 2000 Juden durch die Wüste starben ein Fünftel […]

Der Mythos Rommel in der extremen Rechten wurde von der Ausstellung überhaupt nicht erwähnt. Dieser Blog berichtete ja schon davon, dass die extrem rechte „Deutsche Militär-Zeitschrift“ (DMZ) ihre erste Sonderausgabe 2009 dem Thema „Rommel und das deutsche Afrikakorps“ widmete. Auch das Mitglieder des NPD-Kreisverbandes Ulm/Alb-Donau zum Todestag am 14. Oktober 2007 anlässlich Rommels 63. Todestages der Trauer-Veranstaltung in Herrlingen beiwohnten, nachdem sie zuvor eine eigene Zeremonie abgehalten hatten, berichtete „Braunzone Bundeswehr“.

Kritik nur im Gästebuch und auf dem Klo
Eine solche Ausstellung hat natürlich einen unkritischen Eindruck auf die Besucher hinterlassen. Das illustrieren eindrucksvoll Einträge im Gästebuch.
Hier werden „Rommels Verdienste gewürdigt“ oder „eine würdige Ausstellung über einen großen Strategen“.
Doch so mancher Eintrag zeugt auch von Kritik und Entsetzen über die ausstellung. Auf den Punkt bringt es der Eintrag des 10jährigen Jonas:
„Das ist voll verherlichung! Wie viele leute sind wegen Rommel draufgegangen?“
[Fehler im Original]
Kritik an Rommel-Ausstellung
Kritik fand sich nicht nur im Gästebuch, sondern ebenfalls auf dem Männer-Klo in Gestalt eines Flugblattes (siehe Bild). In diesem wurde ein Befehl Rommels vom 23. September 1943 zitiert in dem es u.a. heißt:
„Irgendwelche sentimentalen Hemmungen des deutschen Soldaten gegenüber Bagodgliohörigen Banden in der Uniform des ehemaligen Waffenkameraden sind völlig unangebracht.“
(vom Foto abgetippt)
Weiter wurde in dem Flugblatt darauf verwiesen, dass die als Zwangsarbeiter ausgebeuteten italienischen Kriegsgefangenen („Italienische Militär-Internierten“) nie entschädigt wurden:
„Bis HEUTE [Hervorhebung im Original] wurden die Überlebenden dieser Tortur von der Bundesregierung NICHT [Hervorhebung im Original] entschädigt!!!“

Quellen
* Stuttgarter Ausstellung „Mythos Rommel“, http://www.mythos-rommel.de/
* R. Schwarzenberg: Erwin Rommel: Des Teufels General, http://eisberg.blogsport.de/2007/06/17/erwin-rommel-des-teufels-general/

Neualtes Vokabular I

Der Verteidigungsminister Jung sprach in der Zeitung „Die Welt“ vom 25.10.2008
erstmals von „Gefallenen“ in Bezug auf getötete Bundeswehrsoldaten. Fragt sich nur wohin sie „gefallen“ sind. Allgemein ist das Wort ein Euphemismus (Beschönigung) für das meist massenhafte und sinnlose Sterben im Krieg.

Der Verlag des Geschichtsrevisionisten Gerd Schultze-Rhonhof

Wie das Münchner „Antifaschistische Informations- und Dokumentations-Archiv“ (AIDA) auf seiner Homepage berichtet ist für den 05.11.2008 der Geschichtsrevisionist Gerd Schultze-Rhonhof (* 1939) aus Buxtehude bei Münchner Burschenschaft Cimbria als Referent zum Thema „Das Deutsch-Tschechische Drama 1918-1938“ angekündigt. Übrigens nicht die erste Burschenschaft bei der Schultze-Rhonhof referiert.
Schultze-Rhonhof ist Bundeswehr-Generalmajor a.D. und ehemaliger Territorialer Befehlshaber für Niedersachsen und Bremen. Er trat 1959 in die Bundeswehr ein und lehrte bis 1996 an der „Führungsakademie der Bundeswehr“.
Im Jahr 2003 veröffentlichte Schultze-Rhonhof sein geschichtsrevisionistisches Werk „Der Krieg, der viele Väter hatte“ im Münchener Olzog-Verlag.
Der Krieg, der viele Väter hatte
Zusätzlich betreibt er die Homepage „Vorkriegsgeschichte“ und tritt als Referent und Redner in der extremen Rechten auf, von SS-Veteranen über Burschenschaften bis zu NPD-Nahen Organisationen.
Inlet des Buch von Schultze-Rhonhof
Laut AIDA beurteilte das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz im Jahr 2007 eine Aussage von Schultze-Rhonhof („entscheidende Bemühungen der damaligen Reichsregierung, die den Frieden retten wollte und um alles in der Welt einen Krieg zu vermeiden suchte.“) zum Kriegsbeginn 1939 wie folgt:
„Die in dieser Aussage zum Ausdruck kommende, jeden seriösen Forschungsstand ignorierende Behauptung, Hitler-Deutschland habe nicht einmal den Krieg gegen Polen gewollt und sei daher ganz unschuldig am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gewesen, gehört zu den klassischen Konstanten in der verzerrten Realitätswahrnehmung rechtsextremer Geschichtsrevisionisten.“

Selbst der Verfassungsschutz erkennt also einen rechtsextremen Geschichtsrevisionisten. Stellt sich die Frage welcher Verlag einen solchen bei sich beheimaten würde. Wie bereits erwähnt ist Schultze-Rhonhofs Hausverlag der Olzog-Verlag mit Sitz in München. Der Olzog-Verlag ist keineswegs ein genuin rechtsextremer Verlag. Er gilt sogar als renommiert. In ihm werden auch Bücher mit kritischem Inhalt zum Thema Rechtsextremismus („Rechtsextremismus im Internet“ von Rainer Fromm und Barbara Kernbach – 2001, Sammelband „Schwarze Geister, Neue Nazis – Jugendliche im Visier totalitärer Bewegungen“ – 2008) verlegt. Ob die Aufnahme dieser Bücher ins Angebot einem taktischen Kalkül entspringt oder ob eher bei der Herausgabe des Schultze-Rhonhof-Buches finanzielle Motive im Vordergrund standen ist für Außenstehende unersichtlich.
Als nicht genuin rechtsextremer Verlag ist es natürlich einfacher für LeserInnen aus der Mitte der Gesellschaft ohne Scheu und Vorwarnung zu erwerben.
Der Olzog-Verlag weiß aber trotzdem, wo er den rechten Teil seiner Kundschaft ansprechen muß und schaltete daher mehrmals Anzeigen in dem rechtsliberalen Monatsblatt „eigentümlich frei“. Auch verfügt der Olzog-Verlag mit den Autoren Konrad Löw und Stefan Scheil über weitere eindeutig rechte Autoren.

Das Brisante ist, dass der Olzog-Verlag auch mit der „Bundeszentrale für politische Bildung“ (BzpB) zusammenzuarbeiten scheint. Dort jedenfalls kann man das Buch „Die politischen Parteien in Deutschland“, ein inhaltlich nicht zu beanstandentes Standartwerk, aus dem Olzog-Verlag vergünstigt erwerben.

Schultze-Rhonhof und sein Wirken ähneln sehr einem bereits verstorbenen Geschichtsrevisionisten. Der US-Autor David L. Hoggan (1923-1988) veröffentlichte 1961 im rechtsextremen Grabert-Verlag (Sitz: Tübingen) sein Machwerk „Der erzwungene Krieg“ (im Original: „The Forced War“), dass nur in Deutschland verlegt wurde.
Bei beiden Büchern nimmt der Titel den Inhalt vorweg. Beide leugnen die deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Von der Fachwelt und der überregionalen Presse jeweils als unhistorisch abgelehnt und widerlegt erreichten beide Werke doch hohe Auflagen.
* „Der erzwungene Krieg“ erschien kürzlich in der 15. Auflage, wie der Euro-Kurier 10/2008 des Grabert-Verlages stolz vermeldete, und erzielte bis heute über 100.000 verkaufte Exemplare. Zeitweise befand er sich sogar auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
* „Der Krieg, der viele Väter hatte“ erscheint mittlerweile in der sechsten Auflage erscheint und erzielte bis heute laut einer Werbe-Anzeige im Magazin „eigentümlich frei“ des Olzog-Verlages über 30.000 verkaufte Exemplare.

Hoggan, wie Schultze-Rhonhof tingelten als Referenten durch die extreme Rechte in Deutschland, deren Bedürfnis nach Entschuldung und Relativierung deutscher Geschichte sie damit bedienten. Diese Entschuldung ist die Voraussetzung für die Wiedergeburt eines völkischen und nationalistischen Deutschlands.

Grundsätzlich geht es für die gesellschaftliche Mitte aber auch ohne. Joschka Fischer begründete ja bekanntlich die deutsche Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.

Quellen:
* AIDA München: Münchner Burschenschaft lädt Geschichtsrevisionisten ein, 31. Oktober 2008, http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1332%3Amuenchner-burschenschaft-laedt-geschichtsrevisionist-ein
* Recherche Nord: Buxtehude: Nachgeladen: Generalmajor a. D. Schultze-Rhonhof 22.07.2008, http://www.recherche-nord.com/index.php?option=com_content&task=view&id=165&Itemid=74
* Michael Quelle: Gerd Schultze-Rhonhof »1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte« Politischen Standort 2005 gehalten: Rechtsaußen, Januar 2006; www.stade.vvn-bda.de/schrh.htm
* Jan Phillip: Der militärische Revisionist, in: Der Rechte Rand Nr. 104 – Jan./Febr. 2007, Seite 17

Ergänzung (09.11.08): Der Olzog-Autor Stefan Scheil
Buch Stefan Scheil
Stefan Scheil (* 1963) gilt als der „Hofhistoriker“ der neurechten Wochenzeitung „Jungen Freiheit“ (JF). Als Autor schreibt er aber auch für die rechtsextreme „Deutsche Geschichte“, die extrem rechte „Deutsche Militärzeitschrift“, die „Konservative Deutschen Zeitung“, aber auch für die FAZ. Als Referent trat er bereits für den rechtsextremen Sudholt-Verlag, die „Staats- und Wirtschaftspolitische Vereinigung“ und das JF-nahe „Institut für Staatspolitik“ auf.
(Anton Maegerle: Politischer und publizistischer Werdegang von Autoren der „Jungen Freiheit“, in: Stephan Braun / Ute Vogt (Hgg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Wiesbaden 2007, Seite 205-206)

Alle Jahre wieder: Der Volkstrauertag

Seit 1934, also unter den Nationalsozialisten, firmiert der Volkstrauertag unter dem Titel „Heldengedenktag“ und ist es natürlich bei den Neonazis geblieben.
Ein „Helden“gedenken war es aber teilweise schon vorher gewesen, wie viele Grab- und Ehrenmals-Inschriften zeigen: „Fürs Vaterland fielen“, „Unsere Helden im Weltkriege“, „Die dankbare Gemeinde ihren Helden, die für das Vaterland starben“ usw.
Den
Seit 1950 gibt es nun wieder den Volkstrauertag. Dieser findet immer an einem Wochenende Mitte November statt, dieses Jahr ist es der 15. Und 16. November.
Große Gedenken an diesem Tag stehen meist unter der Regie des mitgliederstarken „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ (VDK), der lange Zeit – teilweise bis heute – intensiv mit Veteranen-Verbänden (Sogar der Waffen-SS-Ehemaligen Organisation HIAG) einerseits und der Bundeswehr andererseits zusammenarbeitete. Vereinzelt kam es in den Reihen des VDK zu rechten Vorkommnissen. Vordergründig aber ist der VDK überparteilich und unpolitisch. Doch liegt hier das Politische im vermeintlich Unpolitischen. Es werden nur selten Kontexte angegeben und Soldaten werden gemeinhin als Opfer des Krieges dargestellt. Was die Soldaten, deren Gräber der VDK in Osteuropa pflegt und hegt, denn überhaupt außerhalb von Deutschland verloren hatten, wird selten gesagt. Zwischen gefallenen Soldaten und ihren Opfern wird kaum ein Unterschied gemacht. Im Grab sind alle vereint.

So werden wie jedes Jahr auch dieses Jahr Weltkriegs-Veteranen, Bundeswehr-Mitglieder, Reservisten und Angehörige ihr kritikloses Gedenken begehen. Manchmal mischen sich auch extreme Rechte darunter. Solche extrem rechts durchmischten Zusammenkünfte sind in Vergangenheit bekannt geworden in:
* Dresden auf dem Heidefriedhof.
* Köln auf dem Lichthof vor „Maria im Kapito“. Hier sollen u.a. Mitglieder „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“ teilgenommen haben.
* Berlin auf dem Friedhof am Columbiadamm (ehemaliger Neuer Garnisionsfriedhof).

Daneben organisiert die extreme Rechte aber auch eigene Gedenkfeiern, die offen dem NS-Heldengedenken nacheifern. Solche Neonazi-Heldengedenken finden in jedem Bundesland an meist eher abgelegenen Kriegsgräbern statt. Da diese Gedenken nur für die Szene organisiert werden, sind solche Treffen auch nur in der Szene bekannt.
In den letzten Jahren wurden bekannt, die neonazistische Heldengedenken in:
* Halbe als Erinnerung an die letzte große Kesselschlacht des zweiten Weltkrieges. Die Gedenk-Veranstaltung in Halbe gehörte in den letzten Jahren zu den bundesweit bedeutsamsten Neonazi-Aufmärschen. Im Jahr 2005 nahmen 1.600 Besucher daran teil, in den Jahren danach wurde eine zentrale Veranstaltung immer wieder verboten. Unbemerkt und unangemeldet trafen sich in Halbe aber immer wieder kleinere Gruppen.
* In Hameln am Grab der KZ-Aufseherin Irma Krese.
* In Rheinau-Memprechtshofen am „Ehrenmal Panzergraben“.

Eine Ausnahme von diesen öffentlichkeitsscheuen Treffen bilden zwei Nazi-Heldengedenken in Bayern für die öffentlich geworben wird:
* 15.11.08: Heldengedenken bzw. Demonstration der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) in Gräfenberg.
* 15.11.08: Heldengedenken „Freie Nationalisten München“ in München. Eine Demonstration unter dem Motto „Ruhm und Ehre dem deutschen Soldaten!“ .
Ab 13 Uhr wollen die Neonazis ab U-Bahnhof Goetheplatz einen „Trommelmarsch mit Gedenkkranz zum Grab des unbekannten Soldaten“ veranstalten.

Das Gebirgsschützentreffen 2008

Alle zwei Jahre treffen sich Mitglieder der Gebirgsschützen-Verbünde aus (Ober-)Bayern, Österreich und Italien (Bozen-Südtirol / Bolzano-Alto Aldige) an einem wechselnden Ort zu einem Alpenregionstreffen.
Gebirgsschützen waren in Vergangenheit aktiv kämpfende Truppen aus dem Alpen-Gebiet.
Im Jahre 1869 erfolgte die Auflösung der Gebirgsschützen als staatliche Organisation und Überführung der aktiven Verbände in die Bayerische Armee. Auch nach dem Ende der Wittelsbacher Monarchie waren die Gebirgsschützen ein Hort der Reaktion. Laut dem Onlinelexikon WIKIPEDIA ging aus den Garmischer Gebirgsschützen das „Freikorps Werdenfels“ hervor, was 1919 an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt war.
Heute sind die Gebirgsschützen eine Art militaristischer Trachtenverein. In der italienischen Provinz Bozen-Südtirol / Bolzano-Alto Aldige waren die Gebirgsschützen bis in jüngste Zeit das Rückgrat des deutschnationalen Separatismus dort.
Der „Bayrische Rundfunk“ meint in seinem Bericht zum diesjährigen Gebirgsschützen-Treffen in Ohlstadt (LK Landkreis Garmisch-Partenkirchen) mit 7.000 Teilnehmern:

Heute verstehen sie sich als Hüter des wehrhaften Brauchtums.

Quelle:
* Gebirgsschützen Tausende treffen sich in Ohlstadt, Bayrischer Rundfunk, 13.07.2008, http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/gebirgsschuetzen-ohlstadt-tradition-ID1215892763234.xml

Deutscher Marinebund lud russischen Rechtsextremisten aus

Zwei Vorträge des russischen Rechtsextremisten Wjatscheslaw Daschitschew sind nach Kritik abgesagt worden. Daschitschew sollte einmal auf einer Veranstaltung der extrem rechten „Staats- und Wirtschaftspolitischen Vereinigung“ (SWG) in Kiel sprechen. Dies stieß aber auf Kritik von SPD und Grünen.
Auch der Vortrag Daschitschews zur Eröffnung der Ausstellung über den Kreuzer „Prinz Eugen“ beim „Deutschen Marinebund“, einem gemeinnützigen Verein mit dem Ziel der Förderung des „maritimen Bewusstseins“, in Kiel wurde abgesagt.
Daschitschew, der auch eine Zeit lang Gorbatschows Berater war, ist bereits mehrmals in Vergangenheit bei rechtsextremen Gruppen als Redner aufgetreten und ist auch Mitglied im Vorstand der extrem rechten Kontinent-Europa-Stiftung.

Quelle:
Felix Krebs: brauner Besuch mit Folgen, in: „Der Rechte Rand“ Nr. 113, Mai / Juni 2008, Seite 26

Ritterkreuzler ohne Bürgermeister

Die antifaschistische Newspage „redok“ berichtet in einem aktuellen Artikel, dass der Bürgermeister der bayerisch-schwäbischen Stadt Leipheim Christian Konrad (CSU) sich aus der umstrittenen „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“ (OdR) zurückziehen will.
Seit 1999 besteht durch einen Erlass des Bundesverteidigungsministerium für die Bundeswehr ein Kontaktverbot zur OdR. Kein Wunder, denn laut „redok“ referierten schon mehrere einschlägige Bekannte aus der Rechten bei dem Verband von Hitlerordensträgern. Darunter waren: General a.D. Reinhard Günzel, Franz Uhle-Wettler.
Das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes“ wurde 1939 eingeführt und existierte damit exklusiv nur in der Nazi-Wehrmacht. Über die Verleihung entschied Adolf Hitler persönlich.
Der Leipheimer Bürgermeister Konrad hatte erst vor kurzem die Kriegsschuld Deutschlands angezweifelt und sich dabei auf das tendenziöse Werk „Der Krieg, der viele Väter hatte“ berufen.

Quelle:
* redok: Rechter Rand Rückzug von den Ritterkreuz-Trägern, 11.06.2008, http://www.redok.de/content/view/1145/36/

Von den Stahlgestalten

„Jede Glorifizierung eines Menschen,
der im Kriege getötet worden ist,
bedeutet drei Tote im nächsten Krieg.“

Kurt Tucholsky

Moelders-Titelblatt

In dem, im Kiosk erhältlichen, Zweimonatsmagazin „Militär&Geschichte“ (Untertitel: „kompetent – objektiv – modern“) findet sich in der aktuellen Ausgabe (Nr. 39 – Juni/Juli 2008) eine Titelgeschichte („Herausragender Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg – eine kritische Würdigung“) zu dem Wehrmachtsflieger und „Legion Condor“-Veteran Werner Mölders. Autor dieser nur leicht gedämpften Hymne ist ein Dr. Hermann Hagena, Brigadegeneral a.D. Von Hagena erschienen auch schon Artikel in der ultrarechten Wochenzeitung „Junge Freiheit”. Der Artikel des Brigadegeneral a.D. ist inhaltlich nicht nur reichlich unkritisch, sondern geradezu verherrlichend. Die Seite der faschistischen Francisten, die gegen die gewählte spanische Regierung putschten, werden extrem verharmlosend mit „auf Seite der Nationalisten“ umschrieben. Besonders hervorgehoben werden bei Mölders, früherer Namensgeber des Jagdgeschwaders 74, vor allem seine Taten in punkto Leistung. Genau dasselbe Bild von Soldaten als Leistungserbringer und gewöhnliche Nur-Soldaten existiert auch in den Landser-Leseheftchen.

Guernica

Das darf nicht verwundern. Denn diese Landser-Hefte, wie „Militär&Geschichte“ werden beide vom Pabel-Moewig-Verlag mit Sitz in Rastatt herausgegeben. Ebenso wie die harmlosen Serien „Pherry Rhodan“ und „Bussi Bär“ übrigens.
Politik wird im Landser-Heft für die dargestellte deutsche Seite nicht erwähnt, aber Feind der angeblich so unpolitischen Wehrmacht der ehrlichen Landser ist die politische Rote Armee mit ihren Kommissaren. Im Kampf gegen diesen Feind werden nun besondere Leistungen einzelner Mitglieder der „apolitische“ und „effizient“ konstruierten Wehrmacht hervorgehoben. Deren Erbringer werden gerne verharmlosend „Stahlgestalten“ genannt. Diese „Stahlgestalten“ gibt es auf niedriger Ebene (Mölders, Novotny, Rudel), aber auch auf höherer Ebene (Rommel).
Diese von Kritikern „sezierende Ansatz“ wird auch von der Funktionalisten-Fraktion in der Bundeswehr selbst genommen. Bei dieser Vorgehensweise der Kriegstechnokraten fallen Kontexte natürlich unter den Tisch und Leistung wird gewürdigt obwohl sie im Rahmen eine Rasse- und Vernichtungskrieges stattfand.
Fazit: Der Mölders-Artikel hätte so auch ohne Probleme in der extrem rechten „Deutschen Militär-Zeitschrift“ stehen können.

Quellen:
* Klaus F. Geiger: Kriegsromanhefte in der BRD, Tübingen 1974
* „Militär & Geschichte“ Nr. 39 – Juni/Juli 2008, Seite 4-19
* Hermann Hagena: Im Schatten der Palme, „Junge Freiheit” vom 46/06 10. November 2006

Das 7. Mitteldeutsche Soldatentreffen – letzte SSler und junge Fans

Auf der Homepage „Freie Offensive“, dem Internetorgan der neonazistischen „Freien Kräfte Sachsen“ findet sich ein Bericht zum 7. Mitteldeutschen Soldatentreffen. Über die vorangegangenen Treffen konnte man in der äußerst rechten Militaria-Schrift „Kameraden“ (vormals „Alte Kameraden“) aus Stuttgart lesen, dass sie am „Neuen Lager“ an der Hoyerswerdaer Straße in Königsbrück bei Sachsen stattgefunden hätten. Die Teilnehmer hatten dabei Unterkunft in der Waldpension Wenzel und in der Gaststätte ”Zum Schwanenteich” in Schmorkau bezogen. Außerdem wurde von der Beteiligung jüngerer Personen berichtet. Wer das war, kann man sich angesichts des Ortes der Veröffentlichung über das jüngste Treffen leicht ausmalen.
Der Bericht auf der Nazi-Newspage „Freie Offensive“ erzählt, dass auch das diesjährige Treffen in Königsbrück stattgefunden hätte. Das Treffen fand bei den zwei Gedenksteinen für die in Stalingrad aufgeriebene 384. Infanterie Division und in einer ehemaligen Kaserne statt. Nach Angabe des Berichts fanden sich am 19.04.2008 etwa 50 Personen ein, darunter auch Wehrmachts- und Waffen-SS-Veteranen, die von ihren „Erlebnissen“ berichteten.
Auf den Fotos von „Freie Offensive“ ist auch eine Flagge der „HIAG Ostsachsen“ zu erkennen. Das Kürzel HIAG steht für „Bundesverband der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS e.V. – Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“, einem Weltanschauungskriegerverein“ ehemaliger Waffen-SS-Mitglieder, der sich 1992 auf Bundesebene auflöste, aber in regionalen Zirkeln bis heute fortbesteht. Dieselbe HIAG-Fahne tauchte bereits 2003 auf Fotos vom Veteranentreffen am Ullrichsberg in Österreich auf (siehe unten).
HIAG Ostsachsen

Quellen:
* Bericht „7. Mitteldeutsches Soldatentreffen“ von dem Autor „Anton“, 22.04.2008
* diverse Ausgaben des „Kameraden“

Wehrmachtsveteran spricht vor jugendlichen Sympathisanten in Dresden

Laut dem Bericht der sächsischen Nazi-Newspage „Freie Offensive“ fand am 13.04.2008 in Dresden in der Reihe „Soldaten erzählen“ eine Veranstaltung mit Walter Heinlein statt. Laut dem Homepage-Eintrag ist Heinlein (* 1919) ein ehemaliger Hauptmann in der 2. Panzerdivision und Abteilungsführer im Panzerartillerieregiment 74 gewesen. In dieser Funktion soll er von 1939 bis zu seiner Gefangennahme 1944 in der Wehrmacht gekämpft haben, u.a. in Jugoslawien, Griechenland und bei der so genannten „Ardennenoffensive“, dem erfolglosen Versuch Hitlers die Invasion der Westalliierten zu brechen. In Griechenland und Jugoslawien kam es während der deutschen Besatzung zu zahlreichen Kriegsverbrechen, aber auch bei der Ardennenoffensive wurden z.B. gefangene US-Soldaten ermordet.
Das rechtsextreme Publikum bejubelt natürlich die Landser-Berichte des alten Unverbesserlichen, der sogar für Hitlers Ehrenauszeichnung, das Ritterkreuz, vorgeschlagen worden sein soll.

Quelle:
* Bericht „Ein echtes Vorbild für unser aller Taten“ von „Anton“, 13.04.2008

Wehrmachtsflieger in Wien aufgetreten

Nach Angaben der Antifaschistischen Nachrichten 08 vom April 2008 ist Ende März der Ex-Jagdflieger Oberst a.D. Hajo Hermann (95) im Wiener „Haus der Heimat“ aufgetreten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom FPÖ-nahen „Neuen Klub“. Hermann trat in Vergangenheit auch schon für DVU und NPD auf die Bühne. Unter den Teilnehmern fanden sich auch einige österreichische Militärs wie der Generalinspekteur des österreichischen Bundesheeres, Karl Majcen, und Oberst a.D. John Graf Gudenus.

Quelle:
* Hma: Ex-Jagdflieger im „Haus der Heimat“, aus: Antifaschistische Nachrichten 08/April 2008, http://www.nrw.vvn-bda.de/hma/an_2008_08.htm

GSG9–Heldenmythisierung

Auf dem Privatsender Sat 1 ging die zweite Staffel der „TV-Serie GSG 9“ an den Start. Dabei handelt es sich um eine starke Idealisierung dieser Elitetruppe. Die „Antiterrorismuseinheit“ untersteht der deutschen Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) und wurde in Vergangenheit bereits mehrmals im Ausland eingesetzt. Durch Einsatz, Ausbildung und Ausrüstung hat die GSG 9 eher die Charakteristika einer Armee- als einer Polizei-Einheit.
Sowohl beim damaligen Bundesgrenzschutz, als auch beim GSG 9 konkret kam es immer wieder zu rechten Tendenzen. So arbeitete der GSG 9 – Gründer Ulrich K. Wegener an dem 2005 erschienen Buch „Geheime Krieger“ mit, dass im Pour-le-Merite-Verlag des rechtsextremen Verlegers Dietmar Munier erschien.
Kritische Töne sind in der Sat1-Serie wohl kaum zu finden.
Unter der Überschrift „Die Helden sind zurück“ wird die Serie wie folgt beschrieben:

„Immer das Beste geben“ – dieses Motto haben die Männer der Elite-Einheit der Bundespolizei und ihre Einsatzleitung verinnerlicht. Sie sind darauf trainiert, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun. Immer wieder aufs Neue riskieren sie dabei ihr Leben. Unheil zu verhindern – das ist ihr Beruf und ihre Berufung. Das Privatleben steht dabei immer an zweiter Stelle.
Sie sind perfekt ausgebildet, körperlich topfit und handeln nach einem Ehrenkodex: die Männer der GSG 9. Terrorismus, organisiertes Verbrechen – fast täglich muss sich die Elitetruppe mit der wachsenden Bedrohung auseinander setzen. Ein extremer Job, der sich nach Feierabend nicht einfach abschalten lässt.“
[…]
„In ihren Einsätzen müssen sie Bomben aufspüren und entschärfen, Anschläge mit tödlichen Viren verhindern, Attentäter ausschalten, Geiselnahmen durch gezielten Zugriff beenden und viele weitere brisante Situationen meistern. Um den Job zu bekommen, hat jeder von ihnen ein intensives und hartes Training, ein langes und noch härteres Auswahlverfahren und schließlich eine Spezialausbildung absolvieren müssen. Nur die Besten der Besten qualifizieren sich für die Einheit.“

Quelle: http://www.sat1.de/filme_serien/gsg9/

Günzel auch auf Youtube

Günzel auf Youtube
Der entlassene ehemalige KSK-Anführer Günzel ist mit einem zweiteiligen Video-Monolog auch seit neuestem auch auf der Internet-Videoplattform Youtube vertreten. Entlassen worden war Günzel wegen seiner Solidarität mit dem Ex-CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann und dessen von antisemitischen Stereotypen durchsetzten berüchtigten Rede. Seit seiner Entlassung tingelt Günzel als Referent durch die Rechte und tritt beispielsweise bei deutschnationalen Burschenschaften auf.
In seinem etwa 15 Minuten langen Video-Monolog verharmlost Günzel den Charakter des Vernichtungskrieges des „Dritten Reiches“. Den Alliierten dichtet er in ihrem Kampf einen Kreuzzugs-Charakter und er betont, dass es nach Kriegsende zum Mord an Deutschen gekommen wäre, dass es davor die unvergleichliche Ausrottungspolitik der Nazis gab erwähnt er nicht. In üblich rechter Manier behauptet er weiter, in den Prozessen von Nürnberg wäre es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Rache gegangen.
Er beklagt, wie das eigene Volk heutzutage mit seinen Soldaten umginge und erklärt die Wehrmacht zur diszipliniertesten und besten Armee der Welt
Auch die Mär von einer beispiellosen Charakterwäsche, die die Alliierten an den Deutschen vorgenommen hätten (gemeint ist wohl deren Re-Demokratisierung und teilweise Entnazifizierung) beklagt er.
Insgesamt der übliche Aufwasch an rechten (Opfer-)Mythen und Halbwahrheiten, der über Youtube allen ungehindert zugänglich ist.

Quelle: die beiden Youtube-Beiträge von Günzel , Länge: ca. 9 Minuten

Namensgeber für Schule mit Vergangenheit in der NS-Rüstungsindustrie

Es sind die Sklaverei, die unerhörte Summe an Elend, Leid und Tod des Lagers Dora im Dienst der Herstellung von Fernwaffen, die Hitler nicht den Sieg gebracht, später aber die Eroberung des Weltraums ermöglicht haben, nachdem Russen und Amerikaner ohne eine Spur von Scham die Wissenschaftler des Reiches in ihre Dienste gestellt hatten.

Jean Michel, Dora, Paris 1975
(Nach: Eifeld, Seite 277)

Nicht nur Kasernen erhalten Namen von Personen mit brauner (Militär-)Geschichte, auch bei Schulen findet sich so manch seltsamer Namenspatron. Eigentlich aber sind die Zeiten in denen Schulen z.B. nach der NS-gläubigen Dichterin Agnes Miegel benannt werden vorbei. Zwar existieren noch z.B. Straßen, die nach ihr benannt wurden bis heute, aber die Benennung ist schon älteren Datums. Doch kann dergleichen auch heute noch geschehen. Auf eine mehr als zweifelhafte Neu-Benennung mach der Autor Lars Gaede in der Tageszeitung „taz“ aufmerksam.
Screenshot_Klaus-Riedel-Schule
Eine Mittelschule in Bernstadt auf dem Eigen (Ost-Sachsen) wurde im September 2007 nach einem Entwickler der Nazi-Rakete V2 benannt, der selbst ein Sohn der Stadt ist und dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Doch Klaus Riedel ist nicht irgendein Raketenforscher. Er entwickelte die „Wunderwaffe“ der Nazis, die V2-Rakete, mit. Schätzungweise sollen bei der Produktion bis zu 20.000 Zwangsarbeiter umgekommen sein, z.B. bei der Sklavenarbeit um die unterirdischen Produktionsstätten in den Fels zu treiben. Die Häftlinge kamen aus den Konzentrationslagern Dachau (Zeppelin), Mauthausen (Rax), Sachsenhausen (DEMAG) und Buchenwald (Heeresversuchanstalt Peenemünde), bzw. dem Unterlager Dora-Mittelbau (siehe Zitat oben).
Weitere 12.000 Menschen starben bei den Raketenangriffen z.B. auf Großbritannien. Zum Glück stellte sich die „Wunderwaffe“ als sehr verwundbar heraus, so dass nur eine Minderheit ihr Ziel erreichte.
Riedel selbst starb 1944 bei einem Autounfall und konnte sich im Gegensatz zu seinen Kollegen daher nicht als Experte von den Alliierten anwerben lassen. Die frühen Raketenprogramme der NASA gehen z.B. auf berühmte NS-Experten zurück. Der berühmteste davon ist wohl Wernher von Braun. Auch dieser ist Namenspatron, nämlich
Bis jetzt ist die Kritik an der Neubenennung der Schule eher eine Minderheitenposition eines Gymnasium im bayerischen Friedberg und einer weiteren Schule im hessischen Neuhof.
Laut dem taz-Artikel stellte sich der Bürgermeister von Bernstadt auf dem Eigen hinter die Benennung. Laut einem Spiegel-Artikel ließ der Ort Riedel bereits 1993 ein Denkmal bauen.

Verwendete Literatur
Lars Gaede: Schule nach Nazi-Raketen-Erfinder benannt. Waffenschmied als Vorbild, in: taz, 04.02.2008, http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/waffenschmied-als-vorbild-fuer-schueler/?src=SZ&cHash=0f520cf3f1

Rainer Eisfeld: >Fortschritt< durch Vernichtung Raketenpioniere und KZ-Häftlinge im NS-Staat, in: Yves Beon: Planet Dora, Gerlingen 1999, Seite 276-298

Klaus Riedel – nur ein „Raketenpionier“?, Linksammlung der Grünen-Politikerin Astrid Günther Schmidt, http://www.astrid-guenther-schmidt.de/kontrovers.html/p2_articleid/181

Alexandra Sillgitt und Jochen Leffers: Raketenbauer der Nazis ist Namenspate einer Schule, Spiegel-Online, 05. Februar 2008, http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,533072,00.html

Homepage der Schule

Lesetipp: AsFrAb-Positionspapier

Die „Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung“ (AsFrAb) hat ein lesenswertes Positionspapier zu dem Skandal in Coesfeld veröffentlicht. Zur Erinnerung: Insgesamt 18 Ausbilder einer Bundeswehreinheit in Coesfeld wurde in einem Prozess vorgeworfen 163 ihrer Untergebenen misshandelt zu haben.
Das Positionspapier ist im Januar 2008 erschienen und trägt den Titel:
Bundeswehrskandal Coesfeld – Bedauerlicher Einzelfall oder mehr?, Autor ist Michael Behrendt.
Der knappe Text enthält eine kluge Analyse was die Armee bzw. das System dahinter allgemein angeht und entlarvt die „Einzelfall“-Konstruktion als solche. In der Armee wird nämlich, verstärkt durch die militärtypische Entindividualisierung (Uniformiertheit, Kollektivstrafen) und Kämpferkult, generell ein System geschaffen dass Fälle wie dem von Coesfeld fördert:

Militärische Organisationsformen arbeiten systematisch mit Gewalt. Gewalt wird offiziell nach außen angewandt und herrscht im Innern.

Auch die Spiegelbild-These, nämlich dass die Bundeswehr ein Abbild der Gesellschaft darstelle, wird als solche entlarvt.
Im Übrigen ist der Fall Coesfeld auch quantitativ kein Einzelfall. Laut einer in dem Text zitierten Studie des Familienministeriums von 2004 hatten 58,9% der Befragten angegeben während des Wehrdienstes schikaniert, misshandelt oder unterdrückt worden zu sein.
Eher selten aber kommen systematische Misshandlungen ans Licht, in Coesfeld hatte sich von den 163 betroffenen Soldaten keiner beschwert, nur der Zufall brachte die unglaublichen Zustände ans Licht.

Zum Positionspapier: http://www.asfrab.de/Publikationen/Positionen.php