Archiv der Kategorie 'KSK'

Rechte Vorkommnisse auf KSK-Feier

Am 27. April 2017 gab es auf einer Schießanlage in der Nähe von Stuttgart auf der Abschiedsfeier für einen Kompaniechef des „Kommando Spezialkräfte“ ein Schweinskopfwerfen. „Außerdem sollen mehrere Soldaten den Hitlergruß gezeigt sowie Rechtsrock gehört haben.“

Verwendete Quelle:
* Rechtsextremismus: Ermittlungen gegen Elitesoldaten, NRZ, 17.08.2017,
https://www.nrz.de/politik/rechtsextremismus-ermittlungen-gegen-elitesoldaten-id211613103.html

Ex-KSK-Soldat im Rückblick auf Rechtsterrorismus mit dabei

In einem beim „Blick nach Rechts“ erschienen Rückblick auf rechtsterroristische Umtriebe wird auch der Überfall eines ehemaligen KSK-Soldaten erwähnt:
Im Juni 2000 überfiel dann ein ehemaliges Mitglied des Kommandos Spezialkräfte (KSK), der Neonazi Andre Chladek, eine Bundeswehreinheit während einer Übung auf einem Truppenübungsplatz in Baden-Württemberg, er erbeutete sechs Pistolen und 1550 Schuss Munition. Später floh Chladek nach Gera und wurde gestellt.

Quelle:
* Andrea Röpke: Explosive Stimmung in der braunen Szene, Blick nach Rechts, 12.03.2012, http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/explosive-stimmung-in-der-braunen-szene

Hass spricht

In einem aktuellen Spiegel-Artikel wird berichtet dass Jürgen Rose, Bundeswehr-Oberstleutnant und Sprecher des militarismus-kritischen „Darmstädter Signals“, eine Hassmail von einem KSK-Mitglied erhalten hat. In seiner mailförmigen Hass-Tirade schreibt der erzürnte KSK-Hauptmann Daniel K. am 28. Juli 2007:

Ich beurteile Sie als Feind im Inneren und werde mein Handeln danach ausrichten, diesen Feind im Schwerpunkt zu zerschlagen

und schreibt weiter, er distanziere sich von

diesem linken Zeitgeistkonglomerat uniformierter Verpflegungsempfänger

und Rose solle zurückkehren in

die Sümpfe des Steinzeitmarxismus

dann folgt eine unverhohlene Drohung:

Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht.

und endet mit

Es lebe das heilige Deutschland.

Das ist der Totes-Satz des rechten Anti-Hitler-Putschisten Stauffenberg.
Laut Spiegel wurde gegen den Verfasser dieser Drohung lediglich „eine einfache Disziplinarmaßnahme“ verhängt. Worin diese Disziplinarstrafe bestehen soll ist unbekannt.

Quelle: Ulrike Demmer: Feind im Inneren, in: DER SPIEGEL 13/2008 – 22. März 2008, http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,543364,00.html

Günzel auch auf Youtube

Günzel auf Youtube
Der entlassene ehemalige KSK-Anführer Günzel ist mit einem zweiteiligen Video-Monolog auch seit neuestem auch auf der Internet-Videoplattform Youtube vertreten. Entlassen worden war Günzel wegen seiner Solidarität mit dem Ex-CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann und dessen von antisemitischen Stereotypen durchsetzten berüchtigten Rede. Seit seiner Entlassung tingelt Günzel als Referent durch die Rechte und tritt beispielsweise bei deutschnationalen Burschenschaften auf.
In seinem etwa 15 Minuten langen Video-Monolog verharmlost Günzel den Charakter des Vernichtungskrieges des „Dritten Reiches“. Den Alliierten dichtet er in ihrem Kampf einen Kreuzzugs-Charakter und er betont, dass es nach Kriegsende zum Mord an Deutschen gekommen wäre, dass es davor die unvergleichliche Ausrottungspolitik der Nazis gab erwähnt er nicht. In üblich rechter Manier behauptet er weiter, in den Prozessen von Nürnberg wäre es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Rache gegangen.
Er beklagt, wie das eigene Volk heutzutage mit seinen Soldaten umginge und erklärt die Wehrmacht zur diszipliniertesten und besten Armee der Welt
Auch die Mär von einer beispiellosen Charakterwäsche, die die Alliierten an den Deutschen vorgenommen hätten (gemeint ist wohl deren Re-Demokratisierung und teilweise Entnazifizierung) beklagt er.
Insgesamt der übliche Aufwasch an rechten (Opfer-)Mythen und Halbwahrheiten, der über Youtube allen ungehindert zugänglich ist.

Quelle: die beiden Youtube-Beiträge von Günzel , Länge: ca. 9 Minuten