Archiv der Kategorie 'Ex-Militärs'

Ehemaliger Bundeswehr-Soldat schändet Stolperstein für NS-Opfer

Wie ein NDR-Bericht vermeldet hat in Emden der Rentner Hans Bär (73) bereits zweimal einen Stolperstein ausgegraben. Der Stolperstein erinnert an das KPD-Mitglied Johann Wilkens, der 1943 im Alter von 32 Jahren im berüchtigten „Strafbataillon 999“ in Tunesien starb.
Dem NDR kommentierte Bär seine Tat: „Ein Grabstein eines Kommunisten direkt vor meiner Haustür, das kann ich als ehemaliger Bundeswehrsoldat nicht dulden“.

Der NDR berichtete über über die Schändung:

Nach zwei Wochen schnappte Bär sich einen Spaten und grub den Stolperstein aus, „damit ich ihn nicht mehr sehen musste“, wie er erklärt. Er legte ihn für Passanten sicht- und lesbar unter seine Hecke. Der Arbeitskreis reagierte am vergangenen Montag: Der Stein wurde wieder an der ursprünglichen Stelle verlegt. Angehörige des gestorbenen KPD-Mitglieds legten in einer Zeremonie Rosen nieder. Hans Bär griff noch während dieser Gedenkfeier zu seinem Besen und fegte die Rosen in den Rinnstein. „Absolut respektlos dem Opfer und seinen Angehörigen gegenüber“, sagt Edda Melles vom Arbeitskreis Stolperstein. Keine Stunde später griff Hans Bär zum Spaten und pflanzte den Gedenkstein erneut um. Weg von seinem Eingangsbereich, drei Meter nach links: „Dann muss ich nicht jeden Tag drüber laufen.“


Verwendete Quelle:

* Rentner buddelt Stolperstein immer wieder aus, NDR, 03.02.2016, https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Rentner-buddelt-Stolperstein-immer-wieder-aus,stolperstein146.html

Aufstand der Generäle

Laut der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) hat der Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) einen Protestbrief von 32 ehemaligen Generalen der Bundeswehr erhalten. Darin protestieren diese dagegen, dass der „Ehrenhain“ in Munster verändert werden soll. In Munster befindet sich ein Ausbildungszentrum der Bundeswehr, an dessen Standort sich ein „Ehrenhain“ mit Gedenksteinen auch an Wehrmachts-Einheiten befindet. Letztes Jahr nun, filmte ein TV-Team wie am Volkstrauertag auch ein Kranz für eine SS-Panzerdivision niedergelegt wurde. Die in einer Sendung verwendeten Bilder führten zu einem Skandal, woraufhin sich die Bundeswehr-Führung veranlasst sah den Gedenkort umzugestalten, sodass Wehrmachts-Bezüge verschwinden.
In dem ausschnittsweise von der JF zitierten Brief wird der Anlass für diese Maßnahme als „lächerlich unbedeutender Vorfall“ bezeichnet. Weiter heißt es in einer sehr rechtskonservativer Tonlage:

„Wenn schon die Mehrheit des deutschen Volkes seine in den Kriegen gefallenen Soldaten vergißt
und in vielen Kirchen die Gedenktafeln mit den Namen der Kriegstoten entfernt werden, ist es zumindest die Anstandspflicht der heutigen Soldaten, ihrer gefallenen Vorgänger zu gedenken und ihnen eine ehrende Erinnerung zu erweisen. […] In einem Land, in dem seit einiger Zeit mit Steuergeldern Gedenksteine für Deserteure errichtet werden, wirkt das dienstlich angeordnete Abbauen von Gedenkstätten für die Soldaten, die ihre Pflicht bis in den bitteren Tod hinein erfüllt haben, wie ein Faustschlag des Verteidigungsministers in das Gesicht seiner Soldaten.“

Die Aktion wäre überdies „ein klares Signal an junge Idealisten und Patrioten in Deutschland, sich dem Staat nicht mehr für den Militärdienst zur Verfügung zu stellen“.

Waffen-SS-Veteran tritt vor Neonazis auf

Am 13. Oktober 2012 trat der Waffen-SS-Freiwillige Ulrich Franz bei einer Neonazi-Rednerveranstaltung im Landkreis Altötting vor „gut 50 Zuschauer“ aus der rechten Szene auf. Franz hatte ab 1941 in der Waffen-SS-Division „Wiking” und später in der Waffen-SS-Division „Frundsberg” gedient.
Franz Ullrich von der Waffen-SS

Braune Tagung mit drei rechten Ex-Militärs

Sudholt-Zeitgespraech
Vom 5. bis zum 7. Oktober 2012 sollen im „Raum Halle/Weimar/Leipzig“ die Sudholt-Zeitgespräche zum Thema „Das Leben für die Freiheit – Die Epoche der Befreiungskriege“ stattfinden. Der Sudholt-Verlag ist ein extrem rechter Verlag aus Bayern. Als Referenten werden neben Bernd Rill, Prof. Jürgen Ziechmann, Albrecht Jebens, Günther Deschner, Walter Post und Dr. Helmut Simon auch die drei Ex-Militärs Christian E. O. Millotat Dr. Günther Roth (Brigadegeneral a.D.) und Dr. Heinz Magenheimer angekündigt:
* Dr. Heinz Magenheimer (* 1943) aus Österreich war Dozent an der österreichischen Landesverteidigungsakademie Wien („Institut für strategische Grundlagenforschung“) und vertritt die Präventivkriegs-These.
* Generalmajor a. D. Christian Otto Eduard Millotat (* 1943). Millotat diente 1963 bis 2004, war 13 Monate Stellvertreter des Kommandeurs der Kosovo Force in Pristina, war Stabsabteilungsleiter im Bundesverteidigungsministerium, leitender Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr und zuletzt als Sicherheitsbeauftragter für Bosnien und Herzegowina. Er war Beisitzer in der Clausewitz-Gesellschaft und Leiter ihres Süd-West Kreises. Millotat ist Autor bzw. Mitarbeiter in des extrem rechten Magazins „Deutschen Geschichte“ und ist Autor im „Druffel & Vowinckel“-Verlag („Eliten der Bundeswehr im Einsatz“, 30. Oktober 2008, Vorwort von General a.D. Dr. Klaus Reinhardt).
* Dr. Günther Roth ist laut Veranstaltungsankündigung ein ein Brigadegeneral a.D.

Ex-KSK-Soldat im Rückblick auf Rechtsterrorismus mit dabei

In einem beim „Blick nach Rechts“ erschienen Rückblick auf rechtsterroristische Umtriebe wird auch der Überfall eines ehemaligen KSK-Soldaten erwähnt:
Im Juni 2000 überfiel dann ein ehemaliges Mitglied des Kommandos Spezialkräfte (KSK), der Neonazi Andre Chladek, eine Bundeswehreinheit während einer Übung auf einem Truppenübungsplatz in Baden-Württemberg, er erbeutete sechs Pistolen und 1550 Schuss Munition. Später floh Chladek nach Gera und wurde gestellt.

Quelle:
* Andrea Röpke: Explosive Stimmung in der braunen Szene, Blick nach Rechts, 12.03.2012, http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/explosive-stimmung-in-der-braunen-szene

Rechtsterroristen der 1970er: Unteroffizier mit dabei

In einem Artikel im „Neuen Deutschland“ werden frühere rechtsterroristische Umtriebe in der Bundesrepublik beschrieben und auch die Verwicklung von ehemaligen Bundeswehr-Soldaten in diese:

Die nach dem ehemaligen NPDler und Gauführer der Wiking Jugend Uwe Rohwer benannte siebenköpfige »Werwolf«-Einheit begeht zwischen November 1977 und Februar 1978 schwerste Straftaten, darunter bewaffnete Überfälle auf deutsche und niederländische Soldaten sowie einen Bankraub mit 66 000 DM Beute.
Den Ton gibt der ehemalige Unteroffizier Lothar Schulte an, der nach Fallschirmjäger- und Einzelkämpferausbildung wegen Misshandlung Untergebener unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen worden war. Nach Auffliegen der Gruppe erhalten Schulte und Rohwer Haftstrafen von elf bzw. neun Jahren.

Quelle:
* Carsten Hübner: Das Terrornetz von Michael Kühnen kannte kein Erbarmen, in: „Neues Deutschland“ vom 09.12.2011 , http://www.neues-deutschland.de/artikel/212904.das-terrornetz-von-michael-kuehnen-kannte-kein-erbarmen.html

Gericht bestätigt Entlassung von fundamentalistischen Bundeswehr-Soldaten

Sascha B. (28) aus Lennestadt (Sauerland), ein Bundeswehrzeitsoldat mit islamisch-fundamentalistischer Einstellung war zum 15. März 2010 aus der Bundeswehr entlassen worden, zwei Wochen vor dem regulären Ende der Dienstzeit, entlassen. Der vor sechs Jahren zum Islam salafistischer Ausprägung, eine fundamentalistische Strömung aus Saudi-Arabien, konvertierte Mann hatte sich u.a. über die Internetseite des deutschen Islamisten Pierre Vogel Flyer bestellt, die er verteilen wollte. „Aber nicht in der Kaserne!“, wie er sagte. In Gesprächen hatte der Islamist, der heute als LKW-Fahrer arbeitet, sich zur religiösen Rechtsordnung der Sharia bekannt und diese gegenüber der freiheitlich-demokratischen Grundordnung favourisiert.
Vor seinem Rauswurf hatte Sscha B. Fast vier Jahre lang als Stabsunteroffizier im Panzergrenadierbataillon 212 in der Augustdorfer Rommel-Kaserne gedient. Da ihn durch die frühzeitige Entlassung eine Entschädigung entgangen war, klagte der Islamist vor dem Verwaltungsgericht Minden. Das Gericht aber entschied, dass die Entlassung des „charakterlich ungeeigneten“ Stabsunteroffiziers rechtens gewesen sei.

Ein muslimischer Fundamentalist in der Bundeswehr ist eine absolute Seltenheit, viel häufiger dürften christliche Fundamentalisten dort zu finden sein. Über eine Entlassung solcherart Fundamentalisten ist dem Blog „BraunzoneBundeswehr“ aber bisher nichts bekannt geworden. Ist die Bundeswehr also auf dem christlichen Auge blind?
Überdies lässt sich noch hinzufügen, dass auch mit dem Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung Soldaten nicht per se zu den besseren Menschen macht, ihr Beruf besteht weiterhin darin auf andere Menschen zu schießen.

Quellen:
* Zeitsoldat pries die Scharia. Gericht: Bundeswehr durfte »charakterlich ungeeigneten« Stabsunteroffizier entlassen, 04. Oktober 2011, http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2011-10-04-zeitsoldat-pries-die-scharia/?tx_ttnews[backPid]=613&cHash=c3762984d621c9f035e7f1f6dd393251
* Stefan Koch: Streit um Bart und Scharia beim Bund. Ehemaliger Stabsunteroffizier wehrt sich gegen seine Entlassung vor dem Mindener Verwaltungsgericht, 05.10.2011, http://www.mt-online.de/lokales/minden/5080361_streit_um_bart_und_scharia_beim_bund.html
* ddp: Radikal-islamischer Soldat entlassen. Bundeswehr Gericht billigt Schritt – 28-Jähriger: Scharia bessere Staatsform, 5. Oktober 2011, http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/2704880/Radikal-islamischer-Soldat-entlassen.html

Antifeministischer Vortrag in Kiel

Das Rechtsaußen-Blatt „Junge Freiheit“ Nummer 31-32/2011 berichtet von dem Vortrag von Martin van Creveldt in Kiel. Er trat dort für die „Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik“ und den „Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr“ an der Hermann-Ehlers-Akademie auf, dem Ableger der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Schleswig-Holstein. Er referierte vor allem über den Inhalt seines Buches „Das Wesen des Krieges“, dass in deutscher Übersetzung im äußerst rechtslastigen Ares-Verlag aus Österreich erschienen ist. Das Publikum bestand angeblich aus 100 Menschen, darunter auch drei Generale. Die „Junge Freiheit“ gibt auch van Creveldts antifeministischen Aussagen zum Thema Frauen in den Streitkräften wieder:

Eine Nation könne zwar auch ohne eine Kriegskultur noch über Streitkräfte verfügen, doch seien solche Streitkräfte höchstens noch „wilde Haufen ohne Manneszucht, ohne soldatische Regeln, die kaum noch kämpfen, sondern höchstens Greuel verursachen“. Am schlimmsten aber sei es, wenn die Streitkräfte Opfer des Feminismus würden.

Das solche rechten Töne von Martin van Creveldt kommen überrascht Kennen nicht. Der Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem gilt als Wehrmachts-Apologet und war Autor für die rechten Blätter „Junge Freiheit“ (regelmäßig), „Deutsche Militär-Zeitschrift“ und Sezession, zudem gilt er als „Ikone der Zeitschrift eigentümlich frei.“
Er war im Dezember 2004 auch schon bei dem extrem rechten „Institut für Staatspolitik“ zu Gast.

Quellen:
* „Junge Freiheit“ 31-32/2011
* Frank Brendle: „In Kameradschaft treu“. Die Bundeswehr zwischen Tradition und Reform, in: „Antifaschistisches Info-Blatt“ Nr. 77 – 4/2007, Seite 9

Waffen-SS-Ikone der Neonazis verstorben

Herbert Schweiger aus Mürzzurchlag in der Steiermark (Österreich) ist am 5. Juli im Alter von 87 Jahren verstorben. Schweiger galt nach dem „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ als „die graue Eminenz der deutsch-österreichischen Neonazi-Szene“. Schweiger, Jahrgang 1924, meldete sich als 17jähriger 1941 freiwillig zur Waffen-SS. Dort diente er als Untersturmführer bei den Pionieren in der „Leibstandarte-SS Adolf Hitler”und war auf der SS-Junkerschule Braunschweig.

Im Jahr 1953 war er der steirische Landesobmann des „Verbandes der Unabhängigen“ (VdU), dem Vorgänger der FPÖ. 1956 trat er als Spitzenkandidat der Nachfolgepartei FPÖ in Graz an, später gründete er die Landesorganisation Steiermark der neonazistischen „Nationaldemokratischen Partei“ (NDP). Anfang der 1960er Jahre unterstützte er aktiv den Bombenterror in Südtirol.
Er stand in Kontakte mit diversen neonazistischen Organisationen und war langjähriger Funktionär des „Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes“.
Viermal wurde Schweiger in Österreich wegen des Verstoßes gegen das NS-Wiederbetätigungsgesetz inhaftiert.
Schweiger war Vorsitzender des extrem rechten Verein „Deutsch-Russische Friedensbewegung Europäischen Geistes“. Seine Motivation für die Gründung dieses Vereines erläutert er in dem NPD-Hausblatt „Deutsche Stimme“ vor zwei Jahren als er sagte:

Geopolitisch betrachtet kann uns nur eine Partnerschaft mit Russland vor einer demographischen Überflutung durch die anschwellenden Bevölkerungsmassen Asiens und Afrikas retten.

Aus dem März 2009 ist folgendes Zitat von Schweiger überliefert:

Der Jude von der Wall Street ist verantwortlich für die derzeitige Weltwirtschaftskrise. Es ist heute dasselbe wie 1929, als 90 Prozent des Geldes in der Hand des Juden war. Hitler hatte damals die richtigen Lösungen.

Quellen:
* Die “Große Armee” wird immer größer und größer…, 6. Juli 2011, http://www.stopptdierechten.at/2011/07/06/die-grose-armee-wird-immer-groser-und-groser/
* APA: „Graue Eminenz“ der Neonazi-Szene ist tot, 06.07.2011, http://diepresse.com/home/politik/zeitgeschichte/675668/Graue-Eminenz-der-NeonaziSzene-ist-tot?_vl_backlink=/home/politik/zeitgeschichte/index.do
* Horst Freires: „Zur Großen Armee abberufen“, 08.07.11, http://www.bnr.de/content/ae-zur-grossen-armee-abberufen-ae
* hma: Schweiger tot

Ritterkreuzträger-Zeitzeugenvortrag bei Nazi-Veranstaltung angekündigt

Der Informationsdienst „Blick nach Rechts“ berichtet:

Am 7. Mai soll im thüringischen Kirchheim in der Szene-Lokalität „Erlebnisscheune“ im Hotel „Romantischer Fachwerkhof“ das so genannte „4. Treffen der Generationen“ stattfinden.
[…] Neben Melaouhi soll ein namentlich nicht genannter Ritterkreuzträger zu den Anwesenden sprechen.

Quelle:
* Anton Maegerle: Geschichtsunterricht für den Nachwuchs, 19.04.2011

Schon wieder ein Ex-Militär als Referent in brauner Runde

Bei den so genannten „Zeitgesprächen“ der extrem rechten Sudholt-Verlage, die vom 29. April bis zum 1. Mai irgendwo in Bayern stattfinden ist erneut ein ehemaliger Offizier angekündigt. Ein „Dr. rer. mil. Bernhard Schwipper, Generalmajor a.D.“ soll zu dem Thema „Wollte Stalin marschieren?“ referieren.
Sudholt-Zeitgespräche

Brigadegeneral a.D. in Rechtsaußen-Blatt

In der extrem rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) Nr. 05/2011 meldet sich ein Rudi Ehninger aus Kirchheim, Brigadegeneral a.D., per Leserbrief zu Wort. Ehninger war zuletzt Stabschef des Deutsch-niederländischen Korps in Münster.
Er kommentiert den Beitrag „Rufmord aus dem Bauch heraus“ von Fritz Zwicknagl in der „Jungen Freiheit“ Nummer 51/2010.
Er schließt sich Zwicknagels Kritik an dem ehemaligen Verteidigungsminister Struck an, der beklagt das Struck den KSK-Brigadegeneral Günzel entlassen hat. Günzel war damals aufgefallen durch seine Sympathiebekundung mit dem Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann, der durch eine mit antisemitischen Stereotypen durchsetzte Rede einen Skandal ausgelöst hatte. Ehninger nennt die durch Struck veranlasste Entlassung Günzels „in Wahrheit nur schäbig.“
Ehninger trat auch schon als Autor der JF in Erscheinung und war Unterzeichner des rechten Aufrufes „Gegen das Vergessen“ vom 8. Mai 2005, in dem kritisiert wird, dass der 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung gesehen wird.

Hier mal ein JF-Cover zur besseren Einordnung dieser Zeitung:
Junge Freiheit gegen Homo-Lobby

Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 74 vom März/April 2010 erschienen

DMZ Nr. 74
Dieser DMZ-Ausgabe lag eine farbige Einladung zum Lesertreffen von „Lesen & Schenken“ am 19. bis 21. März 2010 bei Bamberg bei, zu dem Dietmar Munier, der Leiter der extrem rechten Verlage zu denen auch die DMZ zu rechnen ist, einlädt. Bei diesem Lesertreffen sollen allerhand Größen der extrem rechten Szene auftreten.

Interviewpartner dieser Ausgabe sind:
* Olaf Haselhorst (* 1963), zwölf Jahre Dienst bei der Marine, Autor für das neurechte Strategieblatt „Sezession“ und die militaristische „Militär & Geschichte“. Laut „Blick nach Rechts“ gehört er der rechten Burschenschaft Germania Hamburg an.
* Reinhard Uhle-Wettler (* 1932), der die Bundeswehr 1989 als stellvertretender Kommandant der 1. Luftlandedivision in Bruchsal verließ. Eine Zeit lang war er niedersächsischer Landesvorsitzende der rechtskonservativen DSU. Beiträge von ihm erschienen im revanchistischen „Ostpreußenblatt“, im extrem rechten Magazin „Nation+Europa“ (NE), in dem REPs-Blatt „Zeit für Protest“, in der extrem rechten Zeitschrift „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ (DGG) oder in „Neue Ordnung“. Von 1995 bis 2008 war Uhle-Wettler Vorsitzender der äußerst rechten „Staats- und Wirtschaftspolitischen Vereinigung“. Im Jahr 1996 erschien von ihm im extrem rechten Hohenrain-Verlag das Buch „Die Überwindung der Canossa-Republik“ und 1998 war er (Mit-) Herausgeber einer Festschrift für den Holocaustleugner David Irving.

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal von:
* Venatu-Messer
* dem Miliatria-Magazin
* der Waffensammlerbörse Luzern
* der Firma History-Films
*dem „Nation Europa“-Nachfolger „Zuerst!“, bei dem der DMZ-Chefredakteur Ochsenreiter auch Redakteur ist.
* das Waffen-SS-Ehemaligen-Magazin „Der Freiwillige“.
* dem rechtsextremen Tübinger Grabert-Verlag.
* dem NPD-Verlag „Deutsche Stimme“
* dem extrem rechten Magazin „Die Aula“.
* den Verlagen „Bonus“ und „Pour le Merite“, die beide wie die DMZ zum Imperium des Verlegers Dietmar Munier gehören.

Quellen:
* Illustrer Kreis. Rechtsextreme Gäste im Schlosshotel, Blick nach Rechts, http://www.bnr.de/content/illustrer-kreis
* Jan Phillip: Der Preuße, in: Der Rechte Rand Nr. 104 – Jan./Febr. 2007, Seite 16
* Anton Maegerle: Graberts Autoren und ihre Bedeutung für die rechte Szene, in: Martin Finkenberger / Horst Junginger (Hrsg.): Im Dienste der Lügen, Seite 172-174

Bundeswehr-Rechtsaußen-General verstorben

In der Nacht vom 27. auf den 28. April 2009 ist in Rendsburg der ehemalige General Günter Kießling verstorben. Er dürfte vor allem durch die so genannte „Kießling-Affäre“ bekannt sein, die sich im Zeitraum Dezember 1983 bis Januar 1984 ereignete. Damals wurde der Offizier Günther Kießling wird wegen angeblicher Homosexualität als „Sicherheitsrisiko“ entlassen. Später wurde Kießling rehabilitiert. Nicht wegen des homophoben Charakter des Vorganges, sondern weil Kießling nicht homosexuell war.

Kießling war einer der letzten Personen mit Wehrmachts-Vergangenheit in der Bundeswehr. In der Wehrmacht war er zuletzt Leutnant und in der Bundeswehr wurde er bis 1971 der bis dato jüngster General. In den Jahren 1982/83 war Kießling stellvertretender NATO-Oberbefehlshaber in Europa und ging 1984 als Vier-Sterne-General a.D. in den Ruhestand.

In der Zeit nach seinem aktiven Dienst fiel Kießling durch zahlreiche rechte Aktivitäten auf.
So war er 1994 Mitbegründer der rechtspopulistischen Partei “Bund freier Bürger”. Auch als Referent trat er bei allerhand rechtslastigen Gruppen auf. So bei der Burschenschaft Germania (1989), dem ultrarechten „Gesamtdeutschen Studentenverband“ (GDS), bei CAUSA (eine Unterorganisation der Mun-Sekte), bei der geschichtsrevisionistischen „Zeitgeschichtlichen Forschungsstelle Ingolstadt“, beim ultrarechten „Freundeskreis für Kultur- und Zeitgeschichte“, bei der extrem rechten Burschenschaft Olympia Wien (05.11.1989, Festrede zum 130. Stiftungsfest), beim „Deutschen Seminar“ oder bei den „Weißensee-Gesprächen“, die das „Freiheitliche Bildungswerk“ (FPÖ) veranstaltet.
Für die ultrarechte „Deutsch-Russländische Gesellschaft“ (DRG) trat er nicht nur als Festredner auf, sonder war er auch Kuratoriumsmitglied. Ebenso war auch eine Zeit lang Beiratsmitglied im extrem rechten „Neuen Deutschen Nationalverein“. Auch seine Auftritte bei Burschenschaften waren kein Zufall, war doch Kieling selbst Mitglied der Burschenschaft Spandovia Berlin (anderen Angaben nach auch der Sugambria bzw. Germania Bonn). Ebenso war er Ehrenmitglied des Veteranenverbandes der 298. Infanteriedivision der Wehrmacht.

Beiträge von ihm erschienen in diversen rechten Blättern wie dem revanchistischen „Ostpreußenblatt“, der Zeitschrift „Europa“, dem national“revolutionären“ Magazin „wir selbst“, der österreichischen „Aula“, der ultrarechten Wochenzeitung „Jungen Freiheit“, aber auch in der Volksbund-Mitgliederzeitschrift “Stimme & Weg” (3/2001).

Trotz dieser rechten Aktivitäten, würdigte der derzeitige Verteidigungsminister Jung Kießling als verdientes Bundeswehr-Mitglied, dass auch nach seiner Entlassung aus dem Dienst, der Bundeswehr eng verbunden gewesen sei (!).

Quellen:
* Jan Phillip: Der Burschenschafter, in: Der Rechte Rand Nr. 104 – Jan./Febr. 2007, Seite 17
* Jens Mecklenburg: Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, Berlin 1996, Seite 480/81

Günzel als Sicherheitsberater für „pro NRW“

Der SPD-nahe Informationsdienst „Blick nach Rechts“ berichtet folgendes über das Treiben des Ex-KSK-Chefs Günzel:

Des Know-hows eines Ex-Militärs will sich „pro NRW“ offenbar bei der Vorbereitung ihrer im Mai geplanten Demonstration anlässlich des „Antiislamisierungs-Kongresses“ bedienen.
Nachdem der Kölner Polizeipräsident die Demonstration quer durch die Innenstadt am Dienstag wegen Sicherheitsbedenken verboten hatte, erklärte „pro NRW“ am Mittwoch, Klage gegen diese Entscheidung beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht zu haben. Die Klägerin „pro NRW“ sei „uneingeschränkt bereit“, im Rahmen ihrer Kooperationsverpflichtungen am Sicherheitskonzept für den Demonstrationszug und an „operativen Maßnahmen“ mitzuwirken, zitieren die Rechtspopulisten aus der Stellungnahme ihrer Rechtsbeistände. Falls die Kölner Polizei diese Bereitschaft annehme, „würde die Klägerin beispielsweise an den ehemaligen Brigadegeneral der Bundeswehr Reinhard Günzel mit der Bitte herantreten, an der Sicherheitskonzeption mitzuarbeiten“. Günzel, der Kommandeur der Bundeswehr-Sondereinheit „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) war, verfüge „anhand dieser Tätigkeit über genügend Erfahrungen in Sicherheitsfragen unter einsatztaktischen und operativen Gesichtspunkten“.

Quelle:
ts: Günzel als Sicherheitsberater, in: Blick nach Rechts, 30.04.09,
http://www.bnr.de/content/guenzel-als-sicherheitsberater

Rommel und der Zeitgeist

Erwin Rommel hat im Dritten Reich das Buch „Infanterie greift an“ veröffentlicht, in dem er popularisierend und unkritisch seine Erlebnisse während des Ersten Weltkrieges beschreibt.
Rommel-Buch
Interessant ist hierbei sein beigefügtes Vorwort, was sich voll auf der Höhe des herrschenden Zeitgeistes oder vielmehr des braunen Ungeistes befindet. Es ist nicht explizit nationalsozialistisch aber doch stark deutschnational und bellizistisch (kriegstreiberisch):

Die unmittelbar nach den Gefechten gemachten Aufzeichnungen sollen der wehrhaften deutschen Jugend zeigen, mit welch grenzenloser Tapferkeit der deutsche Soldat und insbesondere der Infanterist in dem 4 ½jährigen Krieg für sein Deutschland gekämpft hat.

aus: Oberstleutnant Rommel: Infanterie greift an. Erlebnis und Erfahrung, Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam, 2. Auflage 1937

Kommentar zu dem untigen Kommentar (25.09.2009):
Das bei Rommel Verbrechen Ausgangspunkt seiner militärischen Leistungen sind wird nicht reflektiert. Es kann keine Trennung zwischen militärischen Vorgehen und den Verbrechen der Nationalsozialisten gemacht werden.
Die in Nordafrika lebenden 500.000 Juden waren massiv bedroht von der, durch Rommel geleiteten Expansion. Es gab mehr als 100 Arbeitslager in Rommels Herrschaftsbereich, die für Oppositionelle, aus Frankreich Deportierte und eben auch Juden errichtet wurden. Da ist es vollkommen egal, ob Rommel selbst ein Antisemit war, oder nicht.

Rommel war kein Antinazi oder distanzierter General, sondern ein Hitler-Protege und Vorzeigemarschall, der seine Vorteile durch die Vermarktung durch die NS-Propaganda zog. Seine positive Grundhaltung gegenüber dem Nationalsozialismus, ermöglichte ihm eine große militärische Karriere.

Ultra-Rassist war Schatzmeister von Landes-Reservistenverbandes

Die Tageszeitung „taz“ berichtet in einem langen und sehr lesenswerten Artikel über die Umtriebe des 2008 verstorbenen Steuerberater Wolfgang Lütkemeyer aus Erfurt.
Dieser ging nicht nur Erfurts „besserer“ Gesellschaft ein und aus (war z.B. Mitglied des Rotary-Clubs), sondern war auch für zwei Nazi-Vereine aktiv. Er war von 1994 bis zu seinem Tod Schatzmeister „Familienwerks“ und 1993 bis 2001 im Vorstand der „Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft“ (AG GGG) aktiv. Die „Artgemeinschaft“ hat die rassistische Lehre des, im Nationalsozialismus populären, Ideologen „Rasse-Günther“ verinnerlicht. Mitglieder können deshalb nur für Personen werden, die der (fiktiven) „nordisch-fälischen Rasse“ zugeordnet werden. Beide Vereine stehen unter dem Vorsitz des Hamburger Nazi-Anwaltes Jürgen Rieger (* 1946). Der „Nazi in Anwaltsrobe“ (ZEIT) wurde im Juni 2005 für die Bedrohung eines Fotografen im September 2004 zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro verurteilt.
Todesmeldung Lüttkemeyer
Das Brisante, der Oberstleutnant der Reserve Lütkemeyer war auch Schatzmeister des thüringischen Landesverbandes des Reservistenvereins und Bezirksbeauftragter der Bundeswehr für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ). In der letztgenannten Funktion hätte Lütkemeyer auch Einsicht in Krisen- und Notstandspläne gehabt.
Weiterhin war Lütkemeyer Schatzmeister der Jagdgenossenschaft „Fahnerhöhe“. Hier soll er angeblich Geld unterschlagen haben. Sein Tod 2008 war ein Selbstmord und soll die Reaktion auf eine Hausdurchsuchung gewesen sein.

Dieser extreme Fall zeigt, dass die Reihen der Bundeswehr keinesfalls abgesichert sind gegen das Einsickern von Neonazis. Die „Artgemeinschaft“ steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes und die Stellung Lütkemeyers als Schatzmeister des Rieger-Vereins „Familienwerk“ wäre durch einen einfachen Blick in die Vereinsakten festzustellen gewesen.

Reservisten gegen Rechts
Verlautbarungen dieser Art haben da auch nicht geholfen …

Quellen:
* M. Baumgärtner & T. Schmidt: Der völkische Herr Lütkemeyer. Extremist der Mitte, in: Taz vom 20.02.2009, http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/extremist-der-mitte/
* Frank Brendle: Neonazi führte Bundeswehrkommando, Junge Welt, 21.02.2009
* Kirche für arische Kämpfer – Die Artgemeinschaft, in: Antifa-Infoblatt 1/07, http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/74/16.php
* Andrea Röpke: Jürgen Rieger, DRR Nr. 95 – Juli/August 2005, Seite 18/19

Brauner Militärhistoriker feiert 75. Geburtstag

Auf dem Haus der extrem rechten Burschenschaft Danubia in München feierten am 15.November 2008 über 100 geladene Gäste den 75. Geburtstag des Militärhistorikers Franz W. Seidler (* 1933). Seidler ist emeritierter Ordinarius für Neuere Geschichte an der Bundeswehr-Universität München.
Seit 1973 war Seidler an der Bundeswehrhochschule tätig, zuvor war er wissenschaftlicher Direktor der Münchner Heeresoffiziersschule (1969-1972) und Referent im Bundesverteidigungsministerium (1963-1968) gewesen. Als Referent trat Seidler bei allerhand rechten bis extrem rechten Gruppen auf: Bei der „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP), der „Hamburger Burschenschaft Germania“, bei den „Bogenhauser Gesprächen“ der „Burschenschaft Danubia“, dem „Verein Unser Land“ von Alfred Mechtersheimer, dem FPÖ-nahen „Neuen Klub Salzburg“, beim Verein „Die Deutschen Konservativen“ oder der „Burschenschaft AFV! Rugia Karlsbad“ in Dresden.
Autor ist Seidler u.a. in den „Burschenschaftlichen Blättern“, dem Verbandsorgan der „Deutschen Burschenschaft“. Als Buchautor erschienen seine Bücher im „Pour le Merite“-Verlag, einem Unter-Verlag des rechtsextremen Arndt-Verlag.
Inhaltlich versucht Seidler sich vor allem in einer Apologie der Wehrmacht und ihrer Verbrechen. In einer Dokumentation des „Deutschlandfunks“ wurde ihm 1997 vorgehalten:

„die Hitlersche Ausrottungs- und Eroberungspolitik im Zweiten Weltkrieg nicht nur zu rechtfertigen, sondern sie mit vorwiegend edlen Zügen zu versehen, den Zügen eines fundamentalistischen Antikommunismus“
Ein Interview mit Professor Dr. Franz W. Seidler erscheint diese Woche auch in der neuen Ausgabe der DVU-nahen Nationalzeitung.

Bei der 75. Geburtstagsfeier Seidlers waren laut DMZ-Bericht folgende Personen aus der (extremen) Rechten anwesend: Konrad Löw (Unterstützer der Moon-Sekte, Autor in den rechten Blättern „Sezession“ und „Criticon“ München), Dietmar Munier (Geschäftsführer des rechtsextremen Arndt-Verlages), Herbert Fleissner (rechter Groß-Verleger), Bernd Kallina (Danubia-Mitglied), Dr. Hans Merkel (CSU-Mitglied, Danubia-Unterstützer, DMZ-Interviewpartner), Fred Duswald (Danubia-Mitglied, in den 70er Jahren Führungskader der neonazistischen NDP, Vorstandsmitglied des 1998 aufgelösten „Vereins Dichterstein Offenhausen“), Dietrich Witzel (Ritterkreuzträger, vermutlich als Oberleutnant und Chef des „Fronteinsatzkommandos 200 der Abwehr“ aktiv im Afghanistan beim Aufstacheln der einheim. Bevölkerung), Dr. Klaus Goebel (siehe Artikel weiter unten), Günter Deschner (DMZ- und „Junge Freiheit“-Autor), Oberst a.D. Klaus-Ulrich Hammel (ehemaliger Stabschef der 1. Gebirgsdivision der Bundeswehr, Aktivist für den rechtspopulist. „Bund Freier Bürger“), Hans-Ulrich Kopp (Danubia-Mitglied, Witikobund-Bundesvorstandsmitglied) und Alfred Mechtersheimer (Vorsitzender der extrem rechten „Deutschland-Bewegung“).
Einiger dieser Gestalten tauchen auch als Mitautoren der Festschrift zum Geburtstag Seidlers, Alfred Schickel (Hg.): „Kein Dogma! Kein Verbot! Kein Tabu!“, auf. Erschien en ist die Festschrift natürlich im Munier-Verlag „Pour le Merite“.

Quellen:
* „Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ) – Ausgabe Januar-Februar 2009
* Anton Maegerle: Konspirativer Kongress, in: „Blick nach Rechts“-Ausgabe 05/2005

Namenspatenonkel: General von Lettow-Vorbeck

Lettow-Vorbeck-Biografie
Im Folgenden sollen ein paar Informationen aus dem Buch „Kolonialheld für Kaiser und Führer. General Lettow-Vorbeck – Mythos und Wirklichkeit“ von Uwe Schulte-Varendorff (Berlin, 2006) wiedergegeben werden. Das Buch beschäftigt sich kritisch mit der Biografie von General Lettow-Vorbeck, der Namensgeber für mehrere Bundeswehr-Kasernen war und gewesen ist. Drei von vier Kasernen(um)benennungen nach Letto-Vorbeck stammen noch aus der Zeit des Nationalsozialismus und das nicht ohne Grund:
* 1938 in Leer/Ostfriesland
* 1938 in Bremen (inzwischen geschlossen, aber nie umbenannt)
* 1939 in Hamburg-Wandsbeck (inzwischen geschlossen, aber nie umbenannt)
* 1962 in Bad Segeberg

Paul Emil von Lettow-Vorbeck (1870-1962) war von Anfang an beseelt vom preußischen Militärgeist. Bereits 1881 trat er in das Kadettenkorps in Potsdam ein und es folgte eine die typische Karriere eines Angehörigen der Kaste des Militär-Adels. Im Jahr 1900 schloss er sich der „1. Ostasiatischen Infanterie-Brigade“ an und beteiligte sich damit am sogenannten Boxer-Feldzug, der Niederschlagung eines antiwestlichen Aufstandes in China. Beim Ausrücken in Bremen hörte er damals höchstselbst die berüchtigte Hunnenrede Kaiser Wilhelms II., in der dieser aufforderte den Chinesen jedes Pardon zu verwehren. In China erlebte er seine „Feuertaufe“ beim Angriff im Januar 1901 auf ein „Boxernest“, ein angeblicher Rebellen-Ort (in Wahrheit oft ein unbeteiligtes Dorf). Unbändiger Ehrgeiz trieb ihn an. Danach tat Lettow-Vorbeck organisatorischen Stabsdienst. Als in der damaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ (heute: Namibia) ein Aufstand aufbrach, in dem sich Einheimische gegen Unterdrückung auflehnten, meldete er sich auch hier freiwillig. Er diente 1904-07 als Adjutant und Stabsoffizier des Kommandanten Trotha, der verantwortlich ist für das Genozid an den Herero und Nama.

Nach einer Zwischenzeit in dem „2. Seebataillon Wilhelmshaven“ der kaiserlichen Marine trat er 1913 wieder der „Kaiserlichen Schutztruppe bei. Deren Kommandeur in „Deutsch-Ostafrika“ (heute: Tansania) und zeitweise auch Kamerun er wurde.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam es auch in Afrika zu Kampfhandlungen. Die vorher festgelegten Regelungen in der Kongo-Akte (keine Kämpfe in den Kolonien) wurden von beiden Seiten konsequent missachtet. Lettow-Vorbeck versuchte gleich zu Anfang die strategisch wichtige britische Uganda-Bahn angreifen. Als Portugal 1916 in den Krieg gegen Deutschland eintrat, wendete sich Lettow-Vorbeck mit seinen Truppen auch gegen die, sich im Süden befindliche Kolonie „Portugiesisch-Ostafrika“ (heute: Mocambique). Durch flexibles Ausweichen und einiges taktisches Geschick konnte Lettow-Vorbeck gegen die Übermacht aus britischen, indischen, südafrikanischen, belgischen und portugiesischen Truppen lange aushalten.
Spätestens mit seinem Einfall in die portugiesische Kolonie 1917 wandelte sich der Krieg Lettow-Vorbecks in einen Kleinkrieg. Seinen geplanten Zug von einer Küste zur anderen Küste nach Angola konnte Lettow-Vorbeck nicht beenden. In Nordrhodesien (heute: Sambia) musste er schließlich kapitulieren.
Entgegen der Mär von den treuen Kolonialuntertanen, gab es während des Kampfes in Afrika Aufstände von Einheimischen (Seite 50-54), die wohl die Chance sahen das deutsche Joch abzuschütteln. Unter en Aufständischen war auch das Volk der Massai. Gegen die Massai wurden von Lettow-Vorbeck Strafexpeditionen befohlen, bei denen ganze Dörder niedergebrannt wurden. Ihren Widerstand mochte Lettow-Vorbeck den Massai auch später nicht vergeben, er machte aus ihnen in seinen Memoiren später die „Urjuden“ (Seite 102).
Weitere Opfer des unnötigen Krieges in den Kolonien war die Zivilbevölkerung, die unter einer kriegsverursachten Nahrungsmittelknappheit litt. Der Autor Uwe Schulte-Varendorff konstatiert über die ständigen Beschlagnahmungen und die Taktik der „verbrannten Erde“ (vernichtung aller Nahrungsmittel und Anbauflächen):
„Bei der von Lettow-Vorbeck praktizierten Kriegsführung verwundert es nicht, dass die afrikanische Zivilbevölkerung an letzter Stelle der Nahrungskette stand.“
(Seite 55)
Das rigorose Vorgehen mündete in eine allgemeine Hungersnot, die 300.000 Menschen das Leben kostete (Seite 57).
Stand die einfache Zivilbevölkerung auf der untersten Stufe, so ging es auch den im deutschen Diensten stehenden Askaris nicht immer gut. Ihr Spitzname für ihren Kommandanten Lettow-Vorbeck war „Herr, der unser Leichentuch schneidert.“ Um die Reihen der Askaris wieder aufzufüllen, wurden Zivilisten zwangsrekrutiert. Unter den Neu-Rekrutierten befanden sich auch Minderjährige, also de facto Kindersoldaten, die als „Signalschüler“ (Kundschafter) eingesetzt worden (Seite 60).
Viele Neu-Rekrutierte, im Durchschnitt etwa 20%, flohen und schlossen sich teilweise den Alliierten oder den Aufständischen an. Soviel zum Mythos von den „treuen Askaris“. Wurden die Deserteure wieder eingefangen, so wurden sie oft öffentlich hingerichtet, aber mindestens ausgepeitscht.
Wesentlich schlechter als den Askaris erging es den Trägern in Lettow-Vorbecks Truppe. Diese wurden fast gänzlich zwangsrekrutiert und in Ketten gelegt. Sie starben zu zehntausenden an Erschöpfung, Hunger und Kälte. Insgesamt sollen 100-120.000 umgekommen sein (Seite 59).
Insgesamt, also von Deutschen und Alliierten verursacht, starben bei den Kämpfen in Ostafrika 700.000 Menschen!!!

Trotz seiner Gefangenschaft kehrte Lettow- Vorbeck im März 1919 umjubelt nach Deutschland zurück. Als „im Felde unbesiegt“ diente er der anti-demokratischen Rechten immer das lebende, positive Gegenstück zur „Dolchstoßlegende“. Lettow-Vorbecks Unbesiegtsein, sollte beweisen, dass die Front auch in Europa ohne den „Dolchstoß“ standgehalten, ja gesiegt hätte. Behauptungen, die jeder Militärhistoriker als Legende einstuft.
In der Weimarer Republik behielt von Lettow-Vorbeck von Anfang bis Ende seine deutschvölkische Gesinnung bei. Er sprach schon früh auf Versammlungen der NSDAP, der er bereits vor 1933 positiv gegenüberstand.
Doch nicht nur als Redner wandte er sich gegen die junge Republik. Im Jahr 1920 schloss er sich dem Kapp-Lüttwitz-Putsch an. Mit seinem „Korps Lettow-Vorbeck“, etwa 10.000 Soldaten besetzte er Mecklenburg. Am 15. März erschossen seine Truppe 15 Menschen in Schwerin.
„Geübt“ hatte er zuvor schon in Hamburg während der sogenannten „Sülzeunruhen“ (Juni 1919: Die Sülzeunruhen, auch als Hamburger Sülzeaufstand bekannt, ereigneten sich im späten Juni 1919 in Hamburg. Auslöser war die Annahme der Bevölkerung, dass verfaulte Tierkadaver zu Sülze verarbeitet und verkauft würden.).
In beiden Fällen verhielt sich Lettow-Vorbeck wie ein Militär in besetztem Feindesland.
Das Scheitern des Kapp-Lüttwitz-Putsches hatte für ihn lediglich den Abschied aus dem Armee-Dienst zur Folge.
Als Abgeordneter vertrat er gegen Ende die antidemokratische und antisemitische „Deutschnationale Volkspartei“ (DNVP) im Reichstag.

Im Jahr 1939 wurde von Lettow-Vorbeck von Hitler zum General z.b.V. (zur besonderen Verfügung) ernannt, wobei diese besondere Verfügung vor allem in propagandistischen Tätigkeiten für das Regime.
Entgegen allen Legenden war Afrika aber nur ein Nebenschauplatz, der niemals die Anzahl an Truppen band, die Lettow-Vorbeck für sich beanspruchte (300.000).

Auch zur Bundeswehr stand Lettow-Vorbeck in gutem Verhältnis. Seine Beerdigung erfuhr alle erdenklichen Ehren:
„Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Lettow-Vorbeck in Hamburg, wo er am 9. März verstarb. Die Beisetzung erfolgte am 13. März 1964 in Pronstorf in Schleswig-Holstein.
Die Feierlichkeiten anläßlich seiner Beisetzung werfen ein bezeichnendes Licht auf das Traditionsverständnis der Bundeswehr; man gewährte Lettow-Vorbeck ein Begräbnis mit allen militärischen Ehren. Sechs Stabsoffiziere der Bundeswehr hielten am Sarg die Totenwache, angetreten waren eine Ehrenkompanie des Panzergrenadierregiments aus Neumünster mit Musikkorps und ein Halbzug des Seebataillons aus Borkum. Der Kommandeur des Panzergrenadierregiments, Oberst Schmidt, trug dem Sarg das Ordenskissen mit den zahlreichen Auszeichnungen des Generals voran. Bei der Beisetzung war auch der Befehlshaber im Wehrbereich I, Konteradmiral Rösing, anwesend. Beim Hinablassen des Sarges spielte das Musikkorps »Heil Dir im Siegerkranz«. Auf Veranlassung der Bundesregierung und mit Hilfe der Bundeswehr waren eigens zwei ehemalige Askari der »Schutztruppe« aus Tansania als Staatsgäste eingeflogen worden.
Die Traueransprache hielt der damalige Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU), der betonte, dass Lettow-Vorbeck »wahrlich im Felde unbesiegt« geblieben sei. Der General habe das »Gesetz der Menschlichkeit, der Sitte und des Rechts eingehalten«, denn »als Grundlage der von ihm ganz persönlich geprägten Kriegsführung galten Kampf und Ritterlichkeit dem Gegner gegenüber«. Hassel sah in Lettow-Vorbeck »eine der großen Gestalten, die das Leitbild beanspruchen dürfen … Vorbild genannt zu werden.«“
(Seite 126 und 127)

Heute wäre es an der Zeit diese nationalistische Identifikationsfigur mit ihrer blutigen Geschichte vom Heldenpodest zu stoßen und Lettow-Vorbecks Name von Kasernen und Straßenschildern zu tilgen.

Das reich bebilderte und nicht zu sehr akademische Buch ist vorbehaltsfrei jedem und jeder interessierten LeserIn zu empfehlen!

Quelle:
* Uwe Schulte-Varendorff: Kolonialheld für Kaiser und Führer. General Lettow-Vorbeck – Mythos und Wirklichkeit, Berlin 2006

Der Verlag des Geschichtsrevisionisten Gerd Schultze-Rhonhof

Wie das Münchner „Antifaschistische Informations- und Dokumentations-Archiv“ (AIDA) auf seiner Homepage berichtet ist für den 05.11.2008 der Geschichtsrevisionist Gerd Schultze-Rhonhof (* 1939) aus Buxtehude bei Münchner Burschenschaft Cimbria als Referent zum Thema „Das Deutsch-Tschechische Drama 1918-1938“ angekündigt. Übrigens nicht die erste Burschenschaft bei der Schultze-Rhonhof referiert.
Schultze-Rhonhof ist Bundeswehr-Generalmajor a.D. und ehemaliger Territorialer Befehlshaber für Niedersachsen und Bremen. Er trat 1959 in die Bundeswehr ein und lehrte bis 1996 an der „Führungsakademie der Bundeswehr“.
Im Jahr 2003 veröffentlichte Schultze-Rhonhof sein geschichtsrevisionistisches Werk „Der Krieg, der viele Väter hatte“ im Münchener Olzog-Verlag.
Der Krieg, der viele Väter hatte
Zusätzlich betreibt er die Homepage „Vorkriegsgeschichte“ und tritt als Referent und Redner in der extremen Rechten auf, von SS-Veteranen über Burschenschaften bis zu NPD-Nahen Organisationen.
Inlet des Buch von Schultze-Rhonhof
Laut AIDA beurteilte das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz im Jahr 2007 eine Aussage von Schultze-Rhonhof („entscheidende Bemühungen der damaligen Reichsregierung, die den Frieden retten wollte und um alles in der Welt einen Krieg zu vermeiden suchte.“) zum Kriegsbeginn 1939 wie folgt:
„Die in dieser Aussage zum Ausdruck kommende, jeden seriösen Forschungsstand ignorierende Behauptung, Hitler-Deutschland habe nicht einmal den Krieg gegen Polen gewollt und sei daher ganz unschuldig am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gewesen, gehört zu den klassischen Konstanten in der verzerrten Realitätswahrnehmung rechtsextremer Geschichtsrevisionisten.“

Selbst der Verfassungsschutz erkennt also einen rechtsextremen Geschichtsrevisionisten. Stellt sich die Frage welcher Verlag einen solchen bei sich beheimaten würde. Wie bereits erwähnt ist Schultze-Rhonhofs Hausverlag der Olzog-Verlag mit Sitz in München. Der Olzog-Verlag ist keineswegs ein genuin rechtsextremer Verlag. Er gilt sogar als renommiert. In ihm werden auch Bücher mit kritischem Inhalt zum Thema Rechtsextremismus („Rechtsextremismus im Internet“ von Rainer Fromm und Barbara Kernbach – 2001, Sammelband „Schwarze Geister, Neue Nazis – Jugendliche im Visier totalitärer Bewegungen“ – 2008) verlegt. Ob die Aufnahme dieser Bücher ins Angebot einem taktischen Kalkül entspringt oder ob eher bei der Herausgabe des Schultze-Rhonhof-Buches finanzielle Motive im Vordergrund standen ist für Außenstehende unersichtlich.
Als nicht genuin rechtsextremer Verlag ist es natürlich einfacher für LeserInnen aus der Mitte der Gesellschaft ohne Scheu und Vorwarnung zu erwerben.
Der Olzog-Verlag weiß aber trotzdem, wo er den rechten Teil seiner Kundschaft ansprechen muß und schaltete daher mehrmals Anzeigen in dem rechtsliberalen Monatsblatt „eigentümlich frei“. Auch verfügt der Olzog-Verlag mit den Autoren Konrad Löw und Stefan Scheil über weitere eindeutig rechte Autoren.

Das Brisante ist, dass der Olzog-Verlag auch mit der „Bundeszentrale für politische Bildung“ (BzpB) zusammenzuarbeiten scheint. Dort jedenfalls kann man das Buch „Die politischen Parteien in Deutschland“, ein inhaltlich nicht zu beanstandentes Standartwerk, aus dem Olzog-Verlag vergünstigt erwerben.

Schultze-Rhonhof und sein Wirken ähneln sehr einem bereits verstorbenen Geschichtsrevisionisten. Der US-Autor David L. Hoggan (1923-1988) veröffentlichte 1961 im rechtsextremen Grabert-Verlag (Sitz: Tübingen) sein Machwerk „Der erzwungene Krieg“ (im Original: „The Forced War“), dass nur in Deutschland verlegt wurde.
Bei beiden Büchern nimmt der Titel den Inhalt vorweg. Beide leugnen die deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Von der Fachwelt und der überregionalen Presse jeweils als unhistorisch abgelehnt und widerlegt erreichten beide Werke doch hohe Auflagen.
* „Der erzwungene Krieg“ erschien kürzlich in der 15. Auflage, wie der Euro-Kurier 10/2008 des Grabert-Verlages stolz vermeldete, und erzielte bis heute über 100.000 verkaufte Exemplare. Zeitweise befand er sich sogar auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
* „Der Krieg, der viele Väter hatte“ erscheint mittlerweile in der sechsten Auflage erscheint und erzielte bis heute laut einer Werbe-Anzeige im Magazin „eigentümlich frei“ des Olzog-Verlages über 30.000 verkaufte Exemplare.

Hoggan, wie Schultze-Rhonhof tingelten als Referenten durch die extreme Rechte in Deutschland, deren Bedürfnis nach Entschuldung und Relativierung deutscher Geschichte sie damit bedienten. Diese Entschuldung ist die Voraussetzung für die Wiedergeburt eines völkischen und nationalistischen Deutschlands.

Grundsätzlich geht es für die gesellschaftliche Mitte aber auch ohne. Joschka Fischer begründete ja bekanntlich die deutsche Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.

Quellen:
* AIDA München: Münchner Burschenschaft lädt Geschichtsrevisionisten ein, 31. Oktober 2008, http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1332%3Amuenchner-burschenschaft-laedt-geschichtsrevisionist-ein
* Recherche Nord: Buxtehude: Nachgeladen: Generalmajor a. D. Schultze-Rhonhof 22.07.2008, http://www.recherche-nord.com/index.php?option=com_content&task=view&id=165&Itemid=74
* Michael Quelle: Gerd Schultze-Rhonhof »1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte« Politischen Standort 2005 gehalten: Rechtsaußen, Januar 2006; www.stade.vvn-bda.de/schrh.htm
* Jan Phillip: Der militärische Revisionist, in: Der Rechte Rand Nr. 104 – Jan./Febr. 2007, Seite 17

Ergänzung (09.11.08): Der Olzog-Autor Stefan Scheil
Buch Stefan Scheil
Stefan Scheil (* 1963) gilt als der „Hofhistoriker“ der neurechten Wochenzeitung „Jungen Freiheit“ (JF). Als Autor schreibt er aber auch für die rechtsextreme „Deutsche Geschichte“, die extrem rechte „Deutsche Militärzeitschrift“, die „Konservative Deutschen Zeitung“, aber auch für die FAZ. Als Referent trat er bereits für den rechtsextremen Sudholt-Verlag, die „Staats- und Wirtschaftspolitische Vereinigung“ und das JF-nahe „Institut für Staatspolitik“ auf.
(Anton Maegerle: Politischer und publizistischer Werdegang von Autoren der „Jungen Freiheit“, in: Stephan Braun / Ute Vogt (Hgg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Wiesbaden 2007, Seite 205-206)