Archiv der Kategorie 'Geschichte Deutsches Kaiserreich'

Doch keine Briefmarken-Ehrung für Weltkriegs-Flieger

In einer Meldung des Hartmut-Mayer-Archiv heißt es:

Eigentlich sollte am 17.November 2011 aus Anlaß des 70.Todestages des Jagdfliegers Ernst Udet ein Sonderstempel der Deutschen Post erscheinen. Doch der Stempel erschien letztlich nicht. Wegen Udets NS-Vergangenheit sei der Stempel “von oben” verhindert worden, heißt es in der von dem ehemaligen DVU-Chef Gerhard Frey herausgegebenen “National-Zeitung”. Udet war beileibe kein “Mitläufer”. Der Jagdflieger des Ersten Weltkriegs mit der zweithöchsten Zahl von Flugzeugabschüssen machte während des NS-Regimes eine steile Karriere. 1935 wurde er Oberst im Reichsluftfahrtministerium, 1936 Inspekteur der Jagd- und Sturzkampfflieger, 1939 Generalluftzeugmeister und 1940 Generaloberst der Luftwaffe. Nach dem deutschen Scheitern in der Luftschlacht um Großbritannien und einer heftigen Auseinandersetzung mit Göring und Hitler beging Udet am 17.November 1941 Selbstmord. Offiziell erlitt er einen Unfalltod. In Carl Zuckmayers Schauspiel “Des Teufels General”, das später auch verfilmt wurde, war Udet fälschlicherweise als Widerständler dargestellt worden.

Quelle:
* Hartmut-Mayer-Archiv: Kein Stempel für Udet, aus: Antifaschistische Nachrichten 03/Februar 2012

Traditionsverband trifft Bundeswehr

Der bis heute bestehende „Traditionsverband ehemaliger Kolonial- und Überseetruppen/Freunde der früheren deutschen Schutzgebiete e.V.“ beruft sich auf eine über 100jährige Tradition von „Kolonialkriegervereinen“. Die Veteranen, die sich in diesen Vereinen sammelten waren beteiligt an allerhand Massakern und Aufstandsniederschlagungen der gegen ihren Willen Kolonisierten und Ausgebeuteten.
Traditionsverband in Farbe

Die deutsche Kolonialherrschaft kostete mehrere hunderttausend Menschen das Leben. Allein bei dem Boxerkrieg in China, in dem mit deutscher Beteiligung ein Aufstand brutal niedergeschlagen wurde, starben Tausende. Nach der Entsetzung des Diplomatenviertels sandte der deutsche Kaiser Wilhelm II fast 20.000 deutsche Soldaten nach China und hetzt sie vor ihrer Abfahrt am 27. Juli 1900 in Bremerhaven mit seiner berüchtigten Hunnen-Rede auf, in der er dazu auffordert keine Gefangene zu machen.
Bei der Niederschlagung von Aufständen in Deutsch-Südwestafrika (heute: Namibia) 1903 bis 1909 starben etwa 70.000 Einheimische und bei der Niederschlagung des Maji-Maji-Krieges 1905 im Süden des heutigen Tansania durch deutsche Truppen und ihre arabischen und einheimischen Verbündeten kam es zu über 150.000 Toten.
Bei den Kämpfen zwischen britischen und deutschen Kolonial-Truppen unter General von Lettow-Vorbeck in Ostafrika starben 1914-17 hunderttausende von Menschen, in der Mehrheit Zivilisten.

Es ist notwendig, dass unsere Zivilisation ihren Tempel auf Bergen von Leichen, auf einem Ozean von Tränen und auf dem Röcheln unzähliger Sterbenden errichtet.

Graf Haseler (1893)

Heute sammeln sich im Traditionsverband natürlich keine Veteranen mehr. Der letzte Schutztruppen-Angehörige im Traditionsverband verschied 1991. Die neue Generation besteht aus Kolonialnostalgikern und Kolonialgeschichtsrevisionisten, die nicht selten aus den Reihen der Bundeswehr entstammen oder über familiäre Verbindungen zur deutschen Kolonialgeschichte verfügen. Auch einige politisch weit rechts stehende Personen engagieren sich im Traditionsverband. Dieser darf auch insgesamt als äußerst rechtslastig eingestuft werden.

Bei der Durchsicht des Verbandsorgan „Mitteilungsblatt“ wird eine jahrzehntelange gute Beziehung zwischen Traditionsverband und Bundeswehr offenbar. Eine Auswahl an Zitaten im Folgenden spricht für sich.

Über die Beisetzung des Generals v. Lettow-Vorbecks am 13. März 1964 in der Familiengrabstätte in Pronstorf (Schleswig-Holstein) heißt es:

Von den Morgenstunden an hielten dort am Sarge sechs Stabsoffiziere der 6. Panzergrenadier-Division Neumünster die Totenwache.

(Mitteilungsblatt Nr. 30 – Mai 1964, Seite 3)

Nach der Feier in der Kirche nahmen das Musikkorps und eine Ehrenkompanie der 6. Panzergrenadier-Division sowie ein Ehrenzug des Borkumer Seebataillons der Marine auf dem Friedhof Aufstellung, um dem Toten die letzten militärischen Ehren zu erweisen. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch erklang hierbei das „Preußen-Lied“.

(Mitteilungsblatt Nr. 30 – Mai 1964, Seite 3)

Von der Bundeswehr nahmen hohe Offiziere an der Beisetzung teil – u.a. der Befehlshaber im Wehrbezirk I, Konteradmiral Rösing, der Kommandeur der 6. Panzergrenadier-Division, Generalmajor Haag, der Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Generalmajor de Maziere.

(Mitteilungsblatt Nr. 30 – Mai 1964, Seite 4)

Über die Trauerrede des Bundesverteidigungsministers und späteren Verbandmitglieds von Hassel heißt es:

Der neuen Bundeswehr habe der General wesentliche Elemente der militärischen Führungskunst vorgelebt, indem er sich selbst die gleichen hohen Leistungen abforderte, wie seinen Untergebenen. Seine Kriegsführung auf der Grundlage von Ritterlichkeit und Anständigkeit verdiene den dank der jungen Generation.

(Mitteilungsblatt Nr. 30 – Mai 1964, Seite 5)

Eine weitere Beziehung ergab sich zum Instandsetzungsbataillon 6 der Bundeswehr. Dieses Bataillon war in der Kaserne untergebracht, die den Namen des Generals trug. Hier war vor dem Krieg das Infanterieregiment 69 der Wehrmacht kaserniert, das ebenfalls die Tradition der deutschen Schutztruppe fortgeführt hatte.

(„Mitteilungsblatt Nr. 80 – 07/1997, Seite 54)

Der Vorsitzende KLAUS VOLLMER [ein Brigadegeneral a.D. der Bundeswehr; B-Bw] konnte dank seiner ehemaligen Dienststellung bei der Bundeswehr nicht nur die Verbindung mit der ´Aktiven Truppe´ intensivieren.

(„Mitteilungsblatt Nr. 80 – 07/1997, Seite 72)

Traditionsverband und Auslandseinsätze
Das Cover des Verbandsblattes beweist, dass der Traditionsverband die Auslandseinsätze der Bundeswehr in kolonialer Tradition sieht

Namenspatenonkel: General von Lettow-Vorbeck

Lettow-Vorbeck-Biografie
Im Folgenden sollen ein paar Informationen aus dem Buch „Kolonialheld für Kaiser und Führer. General Lettow-Vorbeck – Mythos und Wirklichkeit“ von Uwe Schulte-Varendorff (Berlin, 2006) wiedergegeben werden. Das Buch beschäftigt sich kritisch mit der Biografie von General Lettow-Vorbeck, der Namensgeber für mehrere Bundeswehr-Kasernen war und gewesen ist. Drei von vier Kasernen(um)benennungen nach Letto-Vorbeck stammen noch aus der Zeit des Nationalsozialismus und das nicht ohne Grund:
* 1938 in Leer/Ostfriesland
* 1938 in Bremen (inzwischen geschlossen, aber nie umbenannt)
* 1939 in Hamburg-Wandsbeck (inzwischen geschlossen, aber nie umbenannt)
* 1962 in Bad Segeberg

Paul Emil von Lettow-Vorbeck (1870-1962) war von Anfang an beseelt vom preußischen Militärgeist. Bereits 1881 trat er in das Kadettenkorps in Potsdam ein und es folgte eine die typische Karriere eines Angehörigen der Kaste des Militär-Adels. Im Jahr 1900 schloss er sich der „1. Ostasiatischen Infanterie-Brigade“ an und beteiligte sich damit am sogenannten Boxer-Feldzug, der Niederschlagung eines antiwestlichen Aufstandes in China. Beim Ausrücken in Bremen hörte er damals höchstselbst die berüchtigte Hunnenrede Kaiser Wilhelms II., in der dieser aufforderte den Chinesen jedes Pardon zu verwehren. In China erlebte er seine „Feuertaufe“ beim Angriff im Januar 1901 auf ein „Boxernest“, ein angeblicher Rebellen-Ort (in Wahrheit oft ein unbeteiligtes Dorf). Unbändiger Ehrgeiz trieb ihn an. Danach tat Lettow-Vorbeck organisatorischen Stabsdienst. Als in der damaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ (heute: Namibia) ein Aufstand aufbrach, in dem sich Einheimische gegen Unterdrückung auflehnten, meldete er sich auch hier freiwillig. Er diente 1904-07 als Adjutant und Stabsoffizier des Kommandanten Trotha, der verantwortlich ist für das Genozid an den Herero und Nama.

Nach einer Zwischenzeit in dem „2. Seebataillon Wilhelmshaven“ der kaiserlichen Marine trat er 1913 wieder der „Kaiserlichen Schutztruppe bei. Deren Kommandeur in „Deutsch-Ostafrika“ (heute: Tansania) und zeitweise auch Kamerun er wurde.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam es auch in Afrika zu Kampfhandlungen. Die vorher festgelegten Regelungen in der Kongo-Akte (keine Kämpfe in den Kolonien) wurden von beiden Seiten konsequent missachtet. Lettow-Vorbeck versuchte gleich zu Anfang die strategisch wichtige britische Uganda-Bahn angreifen. Als Portugal 1916 in den Krieg gegen Deutschland eintrat, wendete sich Lettow-Vorbeck mit seinen Truppen auch gegen die, sich im Süden befindliche Kolonie „Portugiesisch-Ostafrika“ (heute: Mocambique). Durch flexibles Ausweichen und einiges taktisches Geschick konnte Lettow-Vorbeck gegen die Übermacht aus britischen, indischen, südafrikanischen, belgischen und portugiesischen Truppen lange aushalten.
Spätestens mit seinem Einfall in die portugiesische Kolonie 1917 wandelte sich der Krieg Lettow-Vorbecks in einen Kleinkrieg. Seinen geplanten Zug von einer Küste zur anderen Küste nach Angola konnte Lettow-Vorbeck nicht beenden. In Nordrhodesien (heute: Sambia) musste er schließlich kapitulieren.
Entgegen der Mär von den treuen Kolonialuntertanen, gab es während des Kampfes in Afrika Aufstände von Einheimischen (Seite 50-54), die wohl die Chance sahen das deutsche Joch abzuschütteln. Unter en Aufständischen war auch das Volk der Massai. Gegen die Massai wurden von Lettow-Vorbeck Strafexpeditionen befohlen, bei denen ganze Dörder niedergebrannt wurden. Ihren Widerstand mochte Lettow-Vorbeck den Massai auch später nicht vergeben, er machte aus ihnen in seinen Memoiren später die „Urjuden“ (Seite 102).
Weitere Opfer des unnötigen Krieges in den Kolonien war die Zivilbevölkerung, die unter einer kriegsverursachten Nahrungsmittelknappheit litt. Der Autor Uwe Schulte-Varendorff konstatiert über die ständigen Beschlagnahmungen und die Taktik der „verbrannten Erde“ (vernichtung aller Nahrungsmittel und Anbauflächen):
„Bei der von Lettow-Vorbeck praktizierten Kriegsführung verwundert es nicht, dass die afrikanische Zivilbevölkerung an letzter Stelle der Nahrungskette stand.“
(Seite 55)
Das rigorose Vorgehen mündete in eine allgemeine Hungersnot, die 300.000 Menschen das Leben kostete (Seite 57).
Stand die einfache Zivilbevölkerung auf der untersten Stufe, so ging es auch den im deutschen Diensten stehenden Askaris nicht immer gut. Ihr Spitzname für ihren Kommandanten Lettow-Vorbeck war „Herr, der unser Leichentuch schneidert.“ Um die Reihen der Askaris wieder aufzufüllen, wurden Zivilisten zwangsrekrutiert. Unter den Neu-Rekrutierten befanden sich auch Minderjährige, also de facto Kindersoldaten, die als „Signalschüler“ (Kundschafter) eingesetzt worden (Seite 60).
Viele Neu-Rekrutierte, im Durchschnitt etwa 20%, flohen und schlossen sich teilweise den Alliierten oder den Aufständischen an. Soviel zum Mythos von den „treuen Askaris“. Wurden die Deserteure wieder eingefangen, so wurden sie oft öffentlich hingerichtet, aber mindestens ausgepeitscht.
Wesentlich schlechter als den Askaris erging es den Trägern in Lettow-Vorbecks Truppe. Diese wurden fast gänzlich zwangsrekrutiert und in Ketten gelegt. Sie starben zu zehntausenden an Erschöpfung, Hunger und Kälte. Insgesamt sollen 100-120.000 umgekommen sein (Seite 59).
Insgesamt, also von Deutschen und Alliierten verursacht, starben bei den Kämpfen in Ostafrika 700.000 Menschen!!!

Trotz seiner Gefangenschaft kehrte Lettow- Vorbeck im März 1919 umjubelt nach Deutschland zurück. Als „im Felde unbesiegt“ diente er der anti-demokratischen Rechten immer das lebende, positive Gegenstück zur „Dolchstoßlegende“. Lettow-Vorbecks Unbesiegtsein, sollte beweisen, dass die Front auch in Europa ohne den „Dolchstoß“ standgehalten, ja gesiegt hätte. Behauptungen, die jeder Militärhistoriker als Legende einstuft.
In der Weimarer Republik behielt von Lettow-Vorbeck von Anfang bis Ende seine deutschvölkische Gesinnung bei. Er sprach schon früh auf Versammlungen der NSDAP, der er bereits vor 1933 positiv gegenüberstand.
Doch nicht nur als Redner wandte er sich gegen die junge Republik. Im Jahr 1920 schloss er sich dem Kapp-Lüttwitz-Putsch an. Mit seinem „Korps Lettow-Vorbeck“, etwa 10.000 Soldaten besetzte er Mecklenburg. Am 15. März erschossen seine Truppe 15 Menschen in Schwerin.
„Geübt“ hatte er zuvor schon in Hamburg während der sogenannten „Sülzeunruhen“ (Juni 1919: Die Sülzeunruhen, auch als Hamburger Sülzeaufstand bekannt, ereigneten sich im späten Juni 1919 in Hamburg. Auslöser war die Annahme der Bevölkerung, dass verfaulte Tierkadaver zu Sülze verarbeitet und verkauft würden.).
In beiden Fällen verhielt sich Lettow-Vorbeck wie ein Militär in besetztem Feindesland.
Das Scheitern des Kapp-Lüttwitz-Putsches hatte für ihn lediglich den Abschied aus dem Armee-Dienst zur Folge.
Als Abgeordneter vertrat er gegen Ende die antidemokratische und antisemitische „Deutschnationale Volkspartei“ (DNVP) im Reichstag.

Im Jahr 1939 wurde von Lettow-Vorbeck von Hitler zum General z.b.V. (zur besonderen Verfügung) ernannt, wobei diese besondere Verfügung vor allem in propagandistischen Tätigkeiten für das Regime.
Entgegen allen Legenden war Afrika aber nur ein Nebenschauplatz, der niemals die Anzahl an Truppen band, die Lettow-Vorbeck für sich beanspruchte (300.000).

Auch zur Bundeswehr stand Lettow-Vorbeck in gutem Verhältnis. Seine Beerdigung erfuhr alle erdenklichen Ehren:
„Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Lettow-Vorbeck in Hamburg, wo er am 9. März verstarb. Die Beisetzung erfolgte am 13. März 1964 in Pronstorf in Schleswig-Holstein.
Die Feierlichkeiten anläßlich seiner Beisetzung werfen ein bezeichnendes Licht auf das Traditionsverständnis der Bundeswehr; man gewährte Lettow-Vorbeck ein Begräbnis mit allen militärischen Ehren. Sechs Stabsoffiziere der Bundeswehr hielten am Sarg die Totenwache, angetreten waren eine Ehrenkompanie des Panzergrenadierregiments aus Neumünster mit Musikkorps und ein Halbzug des Seebataillons aus Borkum. Der Kommandeur des Panzergrenadierregiments, Oberst Schmidt, trug dem Sarg das Ordenskissen mit den zahlreichen Auszeichnungen des Generals voran. Bei der Beisetzung war auch der Befehlshaber im Wehrbereich I, Konteradmiral Rösing, anwesend. Beim Hinablassen des Sarges spielte das Musikkorps »Heil Dir im Siegerkranz«. Auf Veranlassung der Bundesregierung und mit Hilfe der Bundeswehr waren eigens zwei ehemalige Askari der »Schutztruppe« aus Tansania als Staatsgäste eingeflogen worden.
Die Traueransprache hielt der damalige Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU), der betonte, dass Lettow-Vorbeck »wahrlich im Felde unbesiegt« geblieben sei. Der General habe das »Gesetz der Menschlichkeit, der Sitte und des Rechts eingehalten«, denn »als Grundlage der von ihm ganz persönlich geprägten Kriegsführung galten Kampf und Ritterlichkeit dem Gegner gegenüber«. Hassel sah in Lettow-Vorbeck »eine der großen Gestalten, die das Leitbild beanspruchen dürfen … Vorbild genannt zu werden.«“
(Seite 126 und 127)

Heute wäre es an der Zeit diese nationalistische Identifikationsfigur mit ihrer blutigen Geschichte vom Heldenpodest zu stoßen und Lettow-Vorbecks Name von Kasernen und Straßenschildern zu tilgen.

Das reich bebilderte und nicht zu sehr akademische Buch ist vorbehaltsfrei jedem und jeder interessierten LeserIn zu empfehlen!

Quelle:
* Uwe Schulte-Varendorff: Kolonialheld für Kaiser und Führer. General Lettow-Vorbeck – Mythos und Wirklichkeit, Berlin 2006