Archiv der Kategorie 'Attacke von Rechts'

Missglückter Viren-Angriff auf BraunzoneBw?

Kürzlich erhielt die Kontakadresse dieses Watchblogs folgende Email von GMX:
Viren-Attacke auf BraunzoneBW?

Liebes GMX Mitglied,

eine an Sie adressierte E-Mail wurde von unserem Virenscanner
als gefährlich eingestuft.

Um weiteren Schaden für Sie auszuschließen, wurde die E-Mail gelöscht.

Es folgen Details zu der betroffenen E-Mail:

Von: „Beauftragte Anwaltschaft“
An: „Braunzonebw“
Datum: Tue, 27 May 2014 16:31:04 GMT
Betreff: Stornierte Paypal Lastschrift vom 27.05.2014

Falls Ihnen der Absender persönlich bekannt ist, sollten Sie sich mit
ihm in Verbindung setzen und ihn darauf hinweisen, dass sein PC
wahrscheinlich von einem Virus befallen ist.

Die Einstellungen zu Ihrem GMX Virenscanner können Sie jederzeit unter
Optionen/Virenschutz anpassen.

Ihr GMX Team

Gerade der ‚Betreff‘, „Beauftragte Anwaltschaft“, der Email lässt vermuten, dass es sich um einen gezielten Angriff handelt. Von Zeit zu Zeit wird dieser Watchblog mit Prozessen bedroht. Die Klage-Ankündigungen werden auch per Email als Anhang mitgeschickt. Dadurch besteht die Möglichkeit etwas ganz anderes, nämlich einen Virus, anzuhängen, in der Hoffnung der Empfänger lädt ihn herunter und öffnet ihn.
„BraunzoneBw“ fühlt sich geehrt und bestärkt durch soviel feindliche Aufmerksamkeit.

Lesetipp: Bundeswehr-Reform aus rechter Perspektive

Die beschlossene Bundeswehr-Reform treibt auch das rechte Lager um. Bei dem SPD-nahen Informationsdienst „Blick nach Rechts“ erschien dazu unter der Überschrift Nein zur „BRD-Armee“ ein sehr lesenswerter Text von Anton Maegerle.
In dem Text wird davon berichtet, dass „das neonazistische »Freie-Netz-Süd« (FNS) um Tony Gentsch zum Schulbeginn in Bayern im September eine Kampagne unter dem Motto »Sag Nein! – zur Bundeswehr!«“ gestartet hat. Es geht aber bei dieser Kampagne nicht um eine generelle Kritik an der Armee, sondern nur speziell an der Bundeswehr, die Neonazis im „Kriegsdienst für us-israelische Interessen“ sehen. Vorwurf ist, dass „deutsches Blut für fremde Interessen“ geopfert wird und die Bundeswehr „zur Verteidigung der Heimat nicht in der Lage“ sei. Statt Auslandseinsätze fordert das extrem rechte Infoportal „Gesamtrechts“ den Einsatz im Innern in Stadtvierteln mit hohem Migranten-Anteil.
Inlandseinsatz
BILD: extrem rechte Kleidermarke plädiert mit rassistischer Motivation für den Inlandseinsatz der Bundeswehr

Trotzdem empfahlen viele Neonazis bisher immer wieder den Wehrdienst, wegen der Disziplin, der Kameradschaft und dem Erlernen der Waffen-Benutzung.
Von Rechts attackiert auch der Reserve-Offizier Eike Erdel die Reformpläne in der September-Ausgabe der „National-Zeitung“. „Blick nach Rechts“ zitiert Erdel wie folgt: „Deutschland musste sich im Versailler Vertrag dazu verpflichten die Wehrpflicht abzuschaffen und das Heer auf 100 000 Mann zu reduzieren. Mit einer solchen Armee sollte Deutschland gegenüber den Siegermächten des Ersten Weltkrieges wehrlos gemacht werden. Ohne äußeren Zwang will nun Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Bundeswehr so weit abrüsten, dass eine Verteidigung Deutschlands unmöglich wird.“
Der ehemalige Burschenschafter Eike Erdel war ab 1993 Stadtrats- und Kreistagsmitglied für die rassistische Republikaner-Partei, Mitgründer des REPs-Hochschulverbandes und saß für sie 1997-1999 im Studentenparlament von Marburg.

Quelle:
* Anton Maegerle: Nein zur „BRD-Armee“, in „Blick nach Rechts“ vom 04.10.2010, http://www.bnr.de/content/nein-zur-ae-brd-armee-ae

Hinweis: Blog-Kategorie „Hatemails“ erstmals gefüllt

Erstmals wurde sich die Mühe gemacht vier hasserfüllten und/oder rechte Kommentare an den Blog „BraunzoneBw“ in der Kategorie „Hatemails“ zu veröffentlichen. Es handelt sich nur um einen Teil der Hass-Kommentare, da in der Anfangszeit solche Kommentare einfach gelöscht wurden.
Solche Kommentare aus der rechten Ecke sind ein unbedingter Ansporn für die Blog-Betreiber und eine Bestätigung dafür, die richtigen Leute aufgewühlt und aufgebracht zu haben.
Haben sie ganz herzliche Dank dafür!

Angriff von Rechts II: DFG-VK im Visier

Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) erhält derzeit massive Drohungen, weil einer ihrer Landesverbände ein Plakat verwendete, auf dem in ironischer Weise auf die Auslandseinsätze der Bundeswehr und die damit verbundenen getöteten Soldaten angespielt wird. Das Plakat ist bereits fünf Jahre alt, trotzdem wurde es erst jetzt von Politik und Medien skandalisiert, nachdem wirklich Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz getötet worden.
BILD vs. Bamm
Auch rechte Medien wie die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, der Blog „Politically Incorrect“ oder die Nazi-Newsplattform „Altermedia“ griffen den Fall auf. Aus rechter Ecke hagelt es nun Drohungen. Nach Angaben der DFG-VK erhielt diese Dutzende Droh-Emails und auch in rechtsextremen Foren fanden sich kaum verhüllte Drohungen.
Altermedia-Hetze
Hier ein Beispiel aus der Kommentarspalte des Nazi-Newsportals „Altermedia“.

Quelle:
* René Schulz: Morddrohungen gegen Antimilitaristen, http://www.jungewelt.de/2008/09-04/045.php

Angriff von Rechts I: Jürgen Rose im Visier

Die neurechte „Junge Freiheit“ (JF) enthält in ihrer Ausgabe 37/08 vom 5. September 2008 einen Artikel mit dem Titel „Ein Offizier auf Abwegen“ aus der Feder von Felix Krautkrämer, der eine publizistische Attacke auf kritischen Bundeswehr-Angehörigen zum Inhalt hat. Dieser richtet sich gegen den Bundeswehrangehörigen Jürgen Rose, der in Vergangenheit immer wieder eine einsame kritische Stimme innerhalb der Bundeswehr darstellte.
Inhaltlich ist der Artikel eindeutig tendenziös gegen Rose gerichtet, wird aber nicht direkt ausfällig. Das Bedenkliche ist, dass die JF als „Flaggschiff der »Neuen Rechten«“ eine gewisse Kampagnen-Fähigkeit entwickelt hat. Am Deutlichsten wurde das im Fall der Berliner JuSo-Vorsitzenden Franziska Drohsel, deren Mitgliedschaft in der linken Solidaritätsorganisation „Rote Hilfe“ die JF erfolgreich skandalisierte. In den Chor der Drohsel-Kritiker stimmten schnell Unions-Funktionäre mit ein und bundesweite Medien berichteten über den Fall. Letztlich fühlte sich Drohsel durch den entstandenen Druck veranlasst aus der „Roten Hilfe“ auszutreten. In anderen Fällen versuchte die JF auch Skandale zu produzieren, schaffte es aber nicht Kampagnen loszutreten. Als sie z.B. versuchte einige Autoren eines kritischen Werkes über die JF das Label „linksradikal“ anzuheften, zog nur der Focus mit. Dasselbe wird auch im aktuellen Artikel versucht, indem die Zeitschrift „Ossietzky“, für die Rose schreibt, als linksradikal „tituliert“ wird.
Reiter dieser „Anti-Antifa“-Attacken ist in beiden Fällen Felix Krautkrämer gewesen.
Im Fall Rose dürfte es aber nicht für eine Hetz-Kampagne ausreichen.

JF-Artikel


Quelle:

* Felix Krautkrämer: Ein Offizier auf Abwegen , in: „Junge Freiheit“ vom 02.09.2008