Verleihung des Admiral-Johannesson-Preises, benannt nach einem NS-Täter

Am 25. Mai 2018 wurde in der Aula der Marineschule Mürwik auch der Admiral-Johannesson-Preis verliehen. Laut der „Initiative gegen falsche Glorie“ war Rolf Johannesson ein treuer Parteigänger des NS-Regimes:

„So räsonierte er im August 1944 darüber, dass die Waffen entscheiden würden, ob Hitler „ein Segen oder ein Fluch für Deutschland“ sei. Als kurz vor Kriegsende ein britischer Großangriff auf Helgoland bevor-stand, beschlossen fünf Männer auf der Insel, die weiße Flagge zu hissen, um sinnlose Opfer zu vermeiden. Sie wurden verraten und festgenommen, ihr Todesurteil wurde von Johannes-son bestätigt, sie wurden noch am selben Tag, am 21. April 1945, in Cuxhaven-Sahlenburg hingerichtet.“

Die Initiative verlangt stattdessen:

„Wir fordern den Inspekteur der Marine auf, bei der feierlichen Preisverleihung am 25. Mai dieser fünf Opfer der NS-Gewaltherrschaft namentlich zu gedenken:
Georg E. Braun, Erich P.J. Friedrichs, Kurt A. Pester, Karl Fnouka und Martin O. Wachtel. Wer vergisst, der tötet ein zweites Mal!“

Quelle:
* Initiative gegen falsche Glorie, Mitteilung an die Presse vom 2. Mai 2018


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