Zu kritisch: Ausstellung in Dresdner Militärmuseum abgesagt

Seit der Neueröffnung des Militärhistorischen Museum in Dresden 2011 gab es immer wieder kritische Ausstellungen in diesem Museum. Doch damit scheint nun Schluss zu sein.
Von Anfang an gab es gegen den neuen kritischen Geist auch innerhalb der Bundeswehr Widerstand.
Im Frühjahr 2017 wurde der bisherige fortschrittliche Museumsdirektor, Matthias Rogg, versetzt. Angeblich auf eigenen Wunsch. Im Sommer 2017 folgte Rogg der zivile wissenschaftliche Leiter, Gorch Pieken. Nun wurde bekannt, dass Ende Juli 2017 eine geplante Sonderausstellung mit dem Titel „Gewalt und Geschlecht“ abgesagt wurde. Offenbar passt den Verantwortlichen die linksliberale Agenda nicht mehr. Das Museum hielt die Absage geheim, offenbar um einen Skandal zu vermeiden. Nun kam es trotzdem noch dazu.
Die Ausstellung bleibt abgesagt. Zwei Jahre Vorbereitungen und erhebliche finanzielle Mittel wurden dadurch ‚verbrannt‘.
Die derzeitige Museumsführung leugnet inhaltliche Gründe für die Absage. Andere Beteiligte widersprechen aber dieser Darstellung.
Angeblich soll die Ausstellung nun doch noch stattfinden. Eröffnungsdatum ist der 26. April 2018.

Quellen:
* Peter Richter: Granatwerfer mit Kennzahl, Süddeutsche, 7. Dezember 2017, http://www.sueddeutsche.de/kultur/museum-granatwerfer-mit-kennzahl-1.3782097
* Stefan Locke: Wieder mehr marschieren, FAZ, 17. Dezember 2017


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