Traditionserlass soll überarbeitet werden

Durch den Fall des Franco A. gab es zum einem bis zum 24. Mai 2017 die Bereinigung von Kasernen von Wehrmachtsdevotionalien, zum anderen wird derzeit auch der 35 Jahre alte Traditionserlass der Bundeswehr überarbeitet. Darüber berichtet der MDR:

„Die Bundeswehr stellt den Umgang mit ihren Traditionen auf den Prüfstand. In einem Workshop in der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr sollen nun Soldaten, zivile Mitarbeiter und Fachleute die erste Überarbeitung des Traditionserlasses beginnen. Die Richtlinien von 1982 regeln unter anderem den Umgang mit dem Erbe der Wehrmacht. So heißt es in Punkt 6 des Erlasses, die deutschen Streitkräfte seien in den Nationalsozialismus „teils schuldhaft verstrickt, teils wurden sie schuldlos missbraucht.“ Ein Unrechtsregime wie das Dritte Reich könne Tradition nicht begründen. Erinnerungsstücke aus dieser Zeit müssten erkennbar im historischen Kontext ausgestellt werden.“
[…] Seit Erlass der Richtlinien vor 35 Jahren „wurde die deutsche Geschichte gesamtgesellschaftlich, aber gerade auch für die Bundeswehr durch nachhaltig wirkende Zäsur und Ereignisse fortgeschrieben“, teilte das Bundesverteidigungsministerium im Vorfeld des Workshops mit. Konkret steht die Veranstaltung unter dem Titel „Die Tradition der Bundeswehr im Kontext von europäischer Verteidigungsidentität und transatlantischer Sicherheitspartnerschaft“. Impulsvorträge am Vormittag widmen sich nationaler und internationaler militärischer Erinnerungskultur.“

Quelle:
* Bundeswehr überarbeitet Traditionserlass, MDR, 17.08.17, http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/bundeswehr-ueberarbeitet-traditionserlass-100.html


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