Aktive Soldaten verteidigen Wehrmachts-Bezug der Bundeswehr und kritisieren Verteidigungsministerin

In dem Text „Woher kommt die Bundeswehr und wo steht sie?“ kommentieren die Verfasser Jens Barthelmeß, Jan Hoffmann und Heiko H. Perlitz, „alle aktive Soldaten im Dienstgrad Oberstleutnant“, das aktuelle Vorgehen der Verteidigungsministerin.
In ihrem Kommentar machen sie sich stark für einen entpolitisierten Bezug auf die Wehrmacht, aus deren Erfahrungen bis heute gelernt werden könnte:

„Eine Antwort auf diese Frage könnte sein, dass junge Soldaten sich nicht auf die „12 dunkelsten Jahre unserer Geschichte“ beziehen, sondern auf die Kampferfahrung, die in knapp 6 Jahren dieser Zeit gesammelt wurde und bis heute international auch vielfältige Anerkennung findet.“

Die Trennung von Wehrmacht und NS-Politik ist aber eine zutiefst künstliche. Die Strategien im Kampf mit der Roten Armee sind immer auch unter dem Hintergrund des Rasse- und Vernichtungskrieges von Deutschland zu sehen, dessen ausführendes Organ eben auch die Wehrmacht war.
Kaum überraschend, kritisieren die drei Autoren auch die Kasernen-Aufräum-Aktion der Verteidigungsministerin und fordern:

„Die Ministerin muss sich bei der Bundeswehr entschuldigen!“

Generell kritisieren sie auch die „durchpazifizierte Gesellschaft“, wünschsen sich also offenbar eine stärker militarisierte Gesellschaft.
Von SoldatInnen fordern die Autoren Gehorsam und Opferbereitschaft bis zum Tode:

„Die Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr haben mit ihren Vorgängern in den deutschen Armeen gemeinsam, in letzter Konsequenz auch das Leben bei der Auftragsdurchführung einsetzen und notfalls auch opfern zu müssen. Man muss deshalb erwarten können, dass Traditionslinien sich so bilden können und akzeptiert werden, die diese soldatische Besonderheit berücksichtigen. Dem ein oder anderen Stirnrunzeln in der Gesellschaft muss da gelassen, aber auch kontrovers begegnet werden.“


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