Archiv für Juli 2014

Weitere Kasernen-Umbenennungen gefordert

Der „Spiegel“ berichtete kürzlich, dass mehrere HistorikerInnen in einem Brief an die Verteidigungsministerium weitere Umbenennungen von Bundeswehr-Kasernen forderten:

Paul von Hindenburg ernannte Adolf Hitler zum Kanzler. General von Mudra forderte nach der Niederlage von 1918 einen neuen Krieg im Westen zur „endgültigen Abrechnung mit dem Erbfeinde“. Die Namen der beiden Nationalisten zieren weiterhin Kasernen der Bundeswehr.
Es sind Benennungen wie diese, gegen die sich nun rund 30 Historiker wehren: Sie fordern Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zum Handeln auf. In einem Schreiben, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, verlangen die deutschen und internationalen Geschichtswissenschaftler von der Ministerin, zahlreiche Kasernen umzubenennen.
Manche Kasernen trügen noch die Namen von Offizieren des Ersten Weltkriegs, die sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht oder extrem nationalistische Ansichten vertreten hätten. 100 Jahre danach sei es ein „Anlass zum Innehalten, Nachdenken und zur Neuorientierung“.
Die Historiker meinen außerdem Standorte der Bundeswehr wie eine Kaserne in Hannover, die nach Otto von Emmich benannt ist. Der General habe im Ersten Weltkrieg als Kommandierender Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung in Belgien zu verantworten, erklärten die Unterzeichner. Zu ihnen zählen unter anderen die Historiker Jochen Böhler, Wolfram Wette, Manfred Messerschmidt und der Friedensforscher Werner Ruf.

Quelle:
* fab/mgb/kes/dpa: Appell von Historikern: Von der Leyen soll Kasernen umbenennen,
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kasernen-umbenennung-historiker-richten-appell-an-von-der-leyen-a-974540.html

Griechenland: Zwei Generäle für neonazistische Partei im EU-Parlament

Die neonazistische Partei „Chrysi Avgi“ („Goldene Morgenröte“) entsendet drei Abgeordnete ins Europaparlament, darunter zwei ehemalige Generäle.