Waffen-SS-Veteran als Nazi-Zeitzeuge

Der Informationsdienst „Blick nach Rechts“ berichtet:

Unter dem Label „Treffen der Generationen“ organisieren Neonazis seit Jahren Veranstaltungen, bei denen Alt-Nazis dem Nachwuchs ihre „Lebenserinnerungen“, zumeist Kriegserinnerungen, präsentieren – jetzt auch im westfälischen Hamm.
Der lokale Kreisverband der Partei „Die Rechte“ (DR) organisierte das „1. Treffen der Generationen“, dem weitere Veranstaltungen mit den „letzten noch lebenden Zeitzeugen aus der Erlebnisgeneration“ folgen sollen. Nach Angaben der Veranstalter kamen „rund 50 Gäste aus allen Generationen und von verschiedenen Parteien und Organisationen“. Referent war der 90-jährige Kurt Barckhausen aus Kassel.
Mit 17 Jahren habe sich Barckhausen freiwillig zur Waffen-SS gemeldet, weiß der DR-Kreisverband zu berichten. Bei Kriegsende gehörte er demnach als Untersturmführer der 3. SS-Division „Totenkopf“ an. „Lebhaft“ habe Barckhausen über seine Zeit als Soldat in der „größten Freiwilligenarmee Europas“ berichtet, so „Die Rechte“. Auch sein Einsatz nach dem Mai 1945 imponiert den in der Worch-Partei organisierten Neonazis: Barckhausen habe „in Bedrängnis geratenen ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS“ gefälschte Entlassungspapiere besorgt und damit „einige Kameraden vor den alliierten Häschern retten“ können. „Stehende Ovationen“ gab es dem Veranstaltungsbericht zufolge für Barckhausens Bekenntnis, „dass er seinen Eid, den er als Soldat geschworen hat, bis heute nicht gebrochen hat“.

Quelle:
* ts: SS-Zeitzeugen, BnR, 04.12.2013