Rassistischer Übergriff bei der Marine

Auf dem Schnellboot „Hermelin“ der Deutschen Marine haben Anfang Februar 2013 mehrere Obermaate (Unteroffiziere) im Hafen von Beirut ihren vorgesetzten Bootsmann thailändischer Herkunft fast nackt auf einem Tisch gefesselt und mit den Worten „hier wohnen die Mongos“ beschmiert.
Dass das Wort „Mongo“ in diesem Fall nicht behindertenfeindlich, sondern rassistisch gemeint ist und auf die asiatische Herkunft des Opfers anspielt, ist ziemlich eindeutig. Übrigens hat auch das behindertenfeindliche Schimpfwort „Mongo“ eine rassistische Wurzel. Mit der veralteten Bezeichnung „Mongoloide“ wurden behinderte Menschen offenbar bezeichnet, weil ihre Gesichtszüge an Asiaten erinnern sollen.

Das Verteidigungsministerium konnte in diesem Vorfall keinen rassistischen Hintergrund erkennen. Wenn es sich selbst in diesem eindeutig rassistischen Fall nicht offiziell um Rassismus handelt, dann ist klar, warum die bundeswehr eine relativ geringe Zahl an rechten Vorfällen aufweist.

Quelle:

* Marinesoldaten demütigen Vorgesetzten, 27.02.2013, http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundeswehr-marinesoldaten-demuetigen-vorgesetzten-12096133.html