Gedenkveranstaltung für Wehrmachtsoberst in Berlin

Am 100. Geburtstag des hochdekorierten Wehrmachtsoberst Werner Mölders (* 1913) am 18. März hielten dessen Fans von der Mölders-Vereinigung eine Gedenkveranstaltung auf dem Invalidenfriedhof in Berlin ab. Die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ Nr. 14-2013 berichtet über das Gedenken:

„Die auf dem Invalidenfriedhof versammelten ehemaligen Angehörigen der Bundesluftwaffe erwarteten dann wohl auch mit einiger Spannung die Ansprache des katholischen Militärdekans a.D. Heinz Hecker, der sich aus Ermangelung aktiver Militärgeistlicher bereit erklärt hatte, die Feier am Grabe Mölders zu gestalten. […] Im Anschluß an die Andacht versammelten sich die Teilnehmer im Haus des katholischen Militärbischofs. Mit großer Spannung wurden die Ausführungen des parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), des – wie er sich nannte – „Bürgers Schmidt“ erwartet.
Sein Auftritt, der politisch durchaus brisant ist, erschien den meisten wohl wie eine indirekte Zurücknahme der „Entnamung“ des Jagdgeschwaders 74. Schmidt wandt sich sichtlich zwischen
einer Anerkennung der militärischen Leistungen von Mölders und dem, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Was bleibt? Der Bürger Schmidt hatte einen Bürger in Uniform mitgebracht
– einen Oberstleutnant. Und so war dann doch noch die Bundeswehr leibhaftig vertreten. Mehr wagte diese Republik einem im Einsatz für sein Vaterland zu Tode gekommenen
hervorragenden Soldaten, den seine Untergebenen „Vati“ nannten, nicht an die Seite zu stellen.“