Schweiz: Neonazis in der Armee

In der schweizerischen Sonntagszeitung findet sich ein Beitrag über Neonazis in der Armee:
Auf seinem Oberarm prangt ein tätowierter Reichsadler, in den Krallen ein schwarzes Hakenkreuz – der 20-jährige Kanonier L. S.* ist aktives Mitglied der international agierenden Hammerskins. Das gewalttätige Neonazi-Netzwerk organisiert regelmässig Kampftrainings für seine Anhänger und steht unter der Beobachtung des Schweizer Geheimdienstes.

Recherchen zeigen: L. S. ist kein Einzelfall. Dutzende militante Neonazis leisten ungehindert Dienst in der Schweizer Armee. Der SonntagsZeitung liegen Bilder und Dokumente von 27 weiteren Militärangehörigen vor, die sich im Internet mit ihrem rechtsextremen Gedankengut brüsten.
Besonders brisant: Mehrere Neonazis üben militärische Führungspositionen aus, so wie R. M.
[…] Sogar zum Oberleutnant wurde G. S. ernannt. Der Genfer Neonazi sitzt als erster Nicht-Franzose im Exekutivkomitee der rechtsextremen französischen Strömung Bloc Identitaire. A
[…] Doch der Armee sind die Hände gebunden. In der Schweiz ist ausschliesslich der gewalttätige Extremismus strafbar. Gemäss Militärgesetz kann ohne strafrechtliche Verurteilung niemand aus der Armee ausgeschlossen werden. Möglich ist einzig ein vorläufiger Aufgebotsstopp oder eine Nichtbeförderung, wie Armeesprecher Christoph Brunner sagt […].

Quelle:
* Fabian Eberhard: Die braune Armee-Fraktion, 07.10.2012, http://www.sonntagszeitung.ch/fokus/artikel-detailseite/?newsid=231625