Neurechter Vordenker propagiert Soldaten-Ethos

Der „Wahlpreuße“ Götz Kubitschek ist Oberleutnant der Reserve, war 1998 als Leutnant der Reserve in Sarajevo stationiert und führte dort einen Einsatzzug des Bataillons für Operative Information und publizierte als Co-Autor über seine Erlebnisse während seines Bosnien-Einsatzes. Er wurde am 16. August 2001 aus einer Wehrübung entlassen und im April 2002 nach einer neurechten Kampagne für ihn rehabilitiert. Kubitschek gilt als Vordenker der so genannten „Neuen Rechten“, einer extrem rechten Strömung jenseits des Nationalsozialismus. Er gründete im Jahr 2000 zusammen mit Karlheinz Weißmann das „Institut für Staatspolitik“ (IfS), ist seit 2002 Geschäftsführer des Verlages Edition Antaios und war bis 2008 Leiter des „Institutes für Staatspolitik“. Folgendes Zitat von ihm vom 7. Oktober 2012 vom „Sezession“-Blog verdeutlicht anschaulich seine militärische Lebenshaltung:

Die jungen Leute sollen strammstehen, da, wo sie sind. Die sollen nicht hierherkommen und ihre Gehversuche vorzeigen, das interessiert uns nicht. Uns interessiert ihr dienstfähiges Gesicht, wir wollen sehen, ob sie Soldaten der Idee werden können, ja oder nein: der Idee der Nation oder der Tradition, der Reaktion oder der Nutzlosigkeit, des Ego non oder des Si vis pacem, para bellum. Wenn man sich gegen unsere Epoche stellt und sich dem Anspruch einer deutlich herausgemeißelten Gegen-Gestalt unterwirft: dem Widerständigen nämlich, braucht man keine Karriere zu machen: Man dient einfach, fertig, öffnet den Rotwein mit der Schere oder trinkt den teuersten Cognac, den man auftreiben kann – nie jedoch, weil »man das so macht« oder weil es ein Bild dafür gibt irgendwo, sondern weil man ist, wie man ist, heute, jetzt, schon immer. Denn dies gehört zum unverwechselbaren Stil der Ein-Mann-Kaserne, deren Tore aus Mangel an Versöhnung mit den gegenwärtigen Verhältnissen geschlossen wurden: Nur so kann darin an der Form und im Stil der EXPRESSIVEN LOSLÖSUNG gearbeitet werden.