„Militärischer Abschirmdienst“ (MAD) wollte späteren NSU-Serienmörder offenbar anwerben

Der Bundeswehr-Geheimdienst MAD wollte nach Angaben von Spiegel-Online offenbar Uwe Mundlos anwerben, der später zum Kern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) gehörte. Mundlos leistete von April 1994 bis März 1995 beim Panzergrenadierbataillon 381 im sächsischen Frankenberg seinen Wehrdienst ab. So führte der MAD bereits ab April 1994 eine Beobachtungsakte zu Mundlos, der bei seinem Grundwehrdienst wegen seiner braunen Gesinnung aufgefallen war. Er hatte u.a. Nazi-Lieder gesungen. Offenbar sorgte das aber nicht für den Rauswurf von Mundlos, stattdessen durfte er weiter das Waffenhandwerk lernen, was er Jahre später todbringend einsetzte. Damit hat der MAD seine sich Aufgabe „Extremisten“ aus den Reihen der Bundeswehr rauszuhalten, nicht erfüllt.
Das alles kam jetzt per Zufall heraus, als eine alte Akte über Umwege wieder zum Vorschein kam. Offiziell hätte diese gar nicht mehr existieren dürfen, da es nach 15 Jahren hätte vernichtet werden sollen.

Quelle:
* Geheimdienst wollte Neonazi Mundlos anwerben, Spiegel Online, 11.09.2012, http://www.spiegel.de/politik/deutschland/militaergeheimdienst-mad-wollte-nazi-killer-mundlos-als-quelle-werben-a-855180.html