Archiv für März 2012

Ex-KSK-Soldat im Rückblick auf Rechtsterrorismus mit dabei

In einem beim „Blick nach Rechts“ erschienen Rückblick auf rechtsterroristische Umtriebe wird auch der Überfall eines ehemaligen KSK-Soldaten erwähnt:
Im Juni 2000 überfiel dann ein ehemaliges Mitglied des Kommandos Spezialkräfte (KSK), der Neonazi Andre Chladek, eine Bundeswehreinheit während einer Übung auf einem Truppenübungsplatz in Baden-Württemberg, er erbeutete sechs Pistolen und 1550 Schuss Munition. Später floh Chladek nach Gera und wurde gestellt.

Quelle:
* Andrea Röpke: Explosive Stimmung in der braunen Szene, Blick nach Rechts, 12.03.2012, http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/explosive-stimmung-in-der-braunen-szene

Frankreich: 2008 Neonazi-Zelle in Armee aufgeflogen

Im Zusammenhang mit dem antisemitischen Vierfachmord in Toulouse erinnert Bernhard Schmid in einem Artikel auf „Blick nach Rechts“ daran, dass 2008 eine Neonazi-Connection in einer Kaserne in Montauban ausgehoben wurde.  Damals hatte ein französischer Soldat maghrebinischer Herkunft die Behörden alarmiert: In örtlichen Kasernen feierten Soldaten Feten mit Hakenkreuzfahnen und SS-Symbolen. Drei besonders stark belastete Militärs wurden daraufhin aus dem Dienst entlassen.

Quelle:
* Bernhard Schmid: Ideologisch motivierte Mordtaten, Blick nach Rechts, 20.03.2012 , http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/ideologisch-motivierte-mordtaten

963 Verdachtsfälle in der Bundeswehr 2010 und 2011

Der Bundeswehr-eigene Geheimdienst MAD stufte nach Medienberichten 69 Bundeswehrangehörige als rechtsextrem ein und hat 2010 und 2011 963 Verdachtsfällen ermittelt

Quelle:
* Dapd: MAD stufte 69 Bundeswehrangehörige als rechtsextrem ein – In 963 Verdachtsfällen hat der Geheimdienst in 2010 und 2011 ermittelt, http://www.weltexpress.info/cms/index.php?id=6&tx_ttnews[tt_news]=36728&tx_ttnews[backPid]=385&cHash=b5093de8fa7f5383251a27980b06d99f

Neonazi-Reservisten vor Rauswurf

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über die Anwendung eines neuen Beschlusses des Reservistenverbandes. Im November 2011 hatte der Reservistenverband auf Bundesebene festgelegt, dass eine Mitgliedschaft in der NPD sich nicht mit der Satzung des Verbandes verträgt.

In der Reservistenkameradschaft Wetterau konnten zwei bekannte Neonazis unbehelligt an verschiedenen Reservisten-Wettkämpfen teilnehmen. Gegen die beiden sind nun Ausschlussverfahren eingeleitet worden. Die Reservistenkameradschaft selbst schweigt zu den Vorgängen.
Stefan F. aus Friedberg und Falko S. aus der Nähe von Aschaffenburg haben einiges gemeinsam. Eine Vorliebe für militärische Übungen etwa, die sie regelmäßig in der Reservistenkameradschaft Wetterau ausleben. Zusammen mit ihren Kameraden haben sie an verschiedenen Reservisten-Wettkämpfen mit Namen wie „wachsamer Keiler“ oder „Silbersee-Militärpatrouille“ teilgenommen. Diesem Hobby werden sie nicht mehr lange nachgehen können. Denn neben ihrem Engagement als Reservisten haben sie noch etwas gemeinsam – die rechtsextreme Gesinnung. Wie der Verband der Reservisten der Frankfurter Rundschau bestätigte, sind sowohl gegen Stefan F. als auch gegen Falko S. bereits Ausschlussverfahren eingeleitet worden.

NPD-Funktionär Schüssler

Quelle:
* Neonazis in Reservistenkameradschaft, http://www.fr-online.de/rhein-main/neonazis-in-reservistenkameradschaft-rechtsradikale-an-der-waffe,1472796,11639816.html

Lettland: SS-Veteranen marschieren

Waffen-SS-Veteran in Riga 2012
Am 16. März sind in Riga (Lettland) erneut noch lebende Angehörige der lettischen Waffen-SS-Divisionen und ihre SympathisantInnen aufmarschiert.
Die Medien berichten von 1.500 bis 2.000 Teilnehmern des Marsches durch die Innenstadt. Davor gab es einen Gedenk-Gottesdienst im Rigaer Dom.
Den Marsch gibt es seit Jahren, er findet immer am 16. März statt, der als „Tag der Legionäre“ gilt. Als „Lettische Legionäre“ dienten 140.000 Letten in der Waffen-SS und 50.000 davon fielen im Krieg. Teile der lettischen Kollaborateure waren direkt in den Mord an den baltischen und weißrussischen Juden involviert.
Einer aktuellen Umfrage zufolge lehnt etwa die Hälfte der Bevölkerung den Marsch ab.

Quellen:
* Lettische SS-Veteranen marschieren trotz Protest, tagesschau.de, 16.03.12, http://www.tagesschau.de/ausland/lettland138.html
* FOCUS Online: Umstrittenes Gedenken in Lettland: SS-Veteranen marschieren durch Riga, Freitag, 16.03.2012, http://www.focus.de/politik/ausland/umstrittenes-gedenken-in-lettland-ss-veteranen-marschieren-durch-riga_aid_724898.html
* Hannes Gaillscheg: Lettland: Marsch der SS-Veteranen in Riga, „Die Presse“, 16.03.12, http://diepresse.com/home/panorama/welt/741061/Marsch-der-SSVeteranen-in-Riga?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do

DMZ Nr. 86 vom März/April 2012 erschienen

Die „Deutsche Militärzeitschrift“ (DMZ) Nr. 86 vom März/April 2012 ist erschienen.
DMZ Nr. 86
In dieser DMZ-Ausgabe geht es u.a. um die Waffen-SS-Division „Das Reich“.
DMZ Nr. 86 - Freiheitskämpfer
Der ehemalige DMZ-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter berichtet von seiner Teilnahme an einer Konferenz in Teheran. Auf der Konferenz trat auch der iranische Autokrat Ahmadinedschad auf. Es sollen insgesamt 1.000 Personen aus 57 Ländern teilgenommen haben.
DMZ Nr. 86 - Teheran-Konferenz

Interviewpartner dieser Ausgabe war:
* Andreas Engelbrecht, der Direktor für „Maritime Security“ beim „International Security Network“ (ISN).

Die Anzeigen in der DMZ stammen diesmal u.a. von:
* dem Nazi-Magazin „Zuerst!“
* dem extrem rechten Magazin „Die Aula“
* dem rechten Blatt „Zur Zeit“
* dem extrem rechten Versand Kienesberger
* Venatus-Messer
* dem Militaria-Magazin