Österreich: Soldat wegen Hitlergruß verurteilt

In Österreich wurde ein Soldat verurteilt, der als 20jähriger Gefreiter des Bundesheeres im Jahr 2000 in Bosnien Hitler-Gruß gezeigt und „Sieg Heil“ gerufen hatte.
Nach der Ableistung seines Grundwehrdienstes hatte sich der Verurteilte freiwillig zum Auslandseinsatz nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajevo gemeldet. Schon während des Assistenzeinsatzes im Burgenland im Mai 2010 hatte er sich eine Tätowierung am rechten Oberarm machen lassen, so ließ er sich SS-Runen und die Abkürzung ABK („Arische Bruderschaft Kärnten“) stechen. In Sarajevo kam dann noch „Blut und Ehre“ dazu. Bei einer Geburtstagsfeier am 17. November 2010 war es dann zu dem Hitlergruß gekommen. Bei der Heimfahrt mit einem Bundesheerfahrzeug soll der Verurteilte dann auch noch einen Kameraden mit Migrationshintergrund mit den Worten „Du Ausländersau, ich bring euch alle um“ beschimpft haben.

Trotzdem der Angeklagte eine Tätowierung entfernen ließ wurde er 18 Monaten Haft verurteilt, wovon er sechs mindestens absitzen muss.

Quelle:
* APA: Nach Hitler-Gruß. Soldat wegen Wiederbetätigung zu 18 Monaten verurteilt, 12. Dezember 2011, http://derstandard.at/1323222842393/Nach-Hitler-Gruss-Soldat-wegen-Wiederbetaetigung-zu-18-Monaten-verurteilt