Antifeministischer Vortrag in Kiel

Das Rechtsaußen-Blatt „Junge Freiheit“ Nummer 31-32/2011 berichtet von dem Vortrag von Martin van Creveldt in Kiel. Er trat dort für die „Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik“ und den „Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr“ an der Hermann-Ehlers-Akademie auf, dem Ableger der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Schleswig-Holstein. Er referierte vor allem über den Inhalt seines Buches „Das Wesen des Krieges“, dass in deutscher Übersetzung im äußerst rechtslastigen Ares-Verlag aus Österreich erschienen ist. Das Publikum bestand angeblich aus 100 Menschen, darunter auch drei Generale. Die „Junge Freiheit“ gibt auch van Creveldts antifeministischen Aussagen zum Thema Frauen in den Streitkräften wieder:

Eine Nation könne zwar auch ohne eine Kriegskultur noch über Streitkräfte verfügen, doch seien solche Streitkräfte höchstens noch „wilde Haufen ohne Manneszucht, ohne soldatische Regeln, die kaum noch kämpfen, sondern höchstens Greuel verursachen“. Am schlimmsten aber sei es, wenn die Streitkräfte Opfer des Feminismus würden.

Das solche rechten Töne von Martin van Creveldt kommen überrascht Kennen nicht. Der Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem gilt als Wehrmachts-Apologet und war Autor für die rechten Blätter „Junge Freiheit“ (regelmäßig), „Deutsche Militär-Zeitschrift“ und Sezession, zudem gilt er als „Ikone der Zeitschrift eigentümlich frei.“
Er war im Dezember 2004 auch schon bei dem extrem rechten „Institut für Staatspolitik“ zu Gast.

Quellen:
* „Junge Freiheit“ 31-32/2011
* Frank Brendle: „In Kameradschaft treu“. Die Bundeswehr zwischen Tradition und Reform, in: „Antifaschistisches Info-Blatt“ Nr. 77 – 4/2007, Seite 9