USA: Oberstes Gericht verlängert Homosexuellen-Diskriminierung

Nachdem erst ein Gericht in Kalifornien die homophobe Regelung “Don’t ask, don’t tell” als diskriminierend verboten hatte (BraunzoneBw berichtete), wurde sie von der nächsthöreren Instanz, dem Obersten Gerichtshof (Supreme Court), bestätigt. Mit “Don’t ask, don’t tell” (Frage nicht, sage nichts) ist gemeint, dass Homosexuelle in der US-Army geduldet werden, so lange sie sich nicht offen outen, also zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen. Andererseits dürfen die Vorgesetzten auch nicht nach der sexuellen Orientierung ihrer Untergebenen fragen.
Nach dem Beschluss des Supreme Court ist nur noch der US-Präsident Obama in der Lage diese Diskriminierung von Homosexuellen in der US-Army abzuschaffen.
Der Spiegel berichtet über die Auswirkungen der Regelung:
„Nach Angaben von Homosexuellen-Gruppen wurden seit 1993 rund 10.000 bekennende Schwule aus der Armee entlassen.“

Quelle:

* sev/dpa: Oberstes Gericht verlängert Schwulen-Regelung, 12.11.10, http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,728929,00.html#ref=rss