Plädoyer für die Bundeswehrreform in rechter Wochenzeitung

In der „neurechten“ Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) erschien unter dem Titeln „Lehrmeister Krieg“ aus der Feder von Fritz Zwicknagl (* 1946) ein Beitrag, der die anstehende Bundeswehrreform und damit auch den Abkehr von der Wehrpflicht verteidigt. Er befindet sich damit vermutlich in der Minderheit, wie dieser Blog bereits berichtete, trauern andere rechte Schreiber der alten Bundeswehr und vor allem der Wehrpflicht hinterher.

Zwicknagl ist laut Kurzbiografie in der JF ein Oberst a. D. und diente als Fallschirmjäger und Generalstabsoffizier. Demnach war er zuletzt Leiter von Generalstabslehrgängen und Kommandeur der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr in Altenstadt.

Zwicknagl schreibt, dass die Reform eine notwendige Anpassung an das globale Tätigkeitsfeld der Bundeswehr und bezeichnet dabei Afghanen als „Grenzvölker“:

Das neue Kriegsbild, das wir beharrlich ignorierten, ist für viele unserer westlichen Nachbarn seit Jahrhunderten verfassungsrechtliche und militärische Normalität: Es herrscht tiefster Friede, aber an den Grenzen des Imperiums müssen ständig Aufstände bekämpft oder Grenzvölker zurückgeschlagen werden.

Der Preis der Reform, so Zwicknagl, sei der Preis der Anpassung und Akzeptanz als weltweit agierende Militärmacht:

Je beeindruckender das gelingt, desto selbstbewußter kann unser Land bei künftigen geostrategischen Zumutungen gegenüber der Hegemonialmacht auftreten.