Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) Nr. 77 vom September/Oktober 2010 erschienen

DMZ Nr. 77
Einziger Interviewpartner dieser DMZ-Ausgabe ist Björn Schumacher (* 1952), ein Buchautor, der Autor eines Buches mit dem Titel „Die Zerstörung deutscher Städte im Luftkrieg“ ist. Inhaltlich geht es darum, den Luftkrieg gegen Nazideutschland als angebliches „Kriegsverbrechen“ auf eine Stufe mit den NS-Verbrechen zu stellen, wodurch besonders der Rasse- und Vernichtungskrieg des „Dritten Reiches“ relativiert wird.

Die Anzeigen dieser DMZ-Ausgabe stammen u.a. von:
* dem Militaria-Magazin
* dem Scherzers Militärverlag aus Sachsen
* Venatus-Messer
* dem extrem rechten Bonus-Verlag
* der SS-Ehemaligen-Zeitschrift „Der Freiwillige“
* der Filmfirma „History-Films“
* dem rechtslastigen Ares-Verlag aus Österreich
* dem extrem rechten Grabert-Verlag aus Tübingen
* der rechten SciFi-Reihe „Kaiserfront“

Diese DMZ-Ausgabe wirkt insgesamt recht schwach auf der Brust. Das dürfte daran liegen, dass der DMZ-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter einen zeitraubenden Zweitjob hat. Ochsenreiter ist nämlich seit einiger Zeit auch Redakteur des Hochglanz-Nazimagazins „Zuerst!“, dem Nachfolger des faschistischen Traditionsblatts „Nation & Europa“. DMZ wie „Zuerst!“ gehören zu Verlagskomplex von Dietmar Munier. In der Oktoberausgabe von „Zuerst!“ sind auch Interviews von Ochsenreiter mit einem Vertreter der radikal-antisemitischen HAMAS und einem Vertreter der Baathisten, also Anhänger des hingerichteten Diktator Saddam Hussein, enthalten. Die DMZ hingegen enthält in ihrer September-/Oktober-Ausgabe nur ein Interview. Ochsenreiter scheint also die ihm zur Verfügung stehenden Kräfte eher für „Zuerst!“ zu verwenden. Im Gegensatz zur DMZ gilt „Zuerst!“ unter Experten als noch ungesichertes Zeitschriften-Projekt.