Bundeswehr-Militärbischof Mixa abgetreten

Nachdem herausgekommen war, dass er Kinder geohrfeigt hatte und dass späterauch noch geleugnet hatte, bot der katholische Bischof Walter Mixa (* 1941) am 21. April dem Papst seinen Rücktritt vom Amt des Bischofs von Augsburg und von dem des s der Bundeswehr an. Mixa war seit 2000 deutscher katholischer Militärbischof.
Mixa ist politisch im konservativen Rechtsaußenbereich zu verorten, so soll er Mitglied im rechtsklerikalen „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“, er ist Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Tuiskonia zu München und steht der Paneuropa-Union nahe. Ebenso beteiligte er sich mit einem Beitrag an der Festschrift für Günther Rohrmoser, den inzwischen verstorbenen Hausphilosophen des deutschnationalen „Studienzentrum Weikersheim“.
Auch inhaltlich fiel Mixa durch reaktionäre oder rechte Thesen und Sprüche auf. Mixa tat sich mit kritischen Äußerungen zur Evolutionstheorie hervor, brachte die in Deutschland durchgeführten Abtreibungen mit der Zahl der Holocaust-Opfer in Verbindung, er meinte, „dass es uns nicht gut bekommt, wenn wir uns für unsere Nationalität schämen“ und für ihn war das Grundübel des 20. Jahrhunderts ein „aggressiver Atheismus“ und „gottloses Verhaltensweisen“.
Da ist es kein Wunder, dass Mixa die Gefahr des „Rechtsextremismus“ in der Bundeswehr als „nicht sehr groß“ einschätzte.


1 Antwort auf „Bundeswehr-Militärbischof Mixa abgetreten“


  1. 1 Bundeswehr-Militärbischof Mixa abgetreten « dokumentationsarchiv Pingback am 26. April 2010 um 10:21 Uhr
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