Ungarn: rechtsextreme Miliz wird von Offizieren ausgebildet

Am 25. August 2007 wurde in Ungarn die rechtsextreme paramilitärische „Ungarische Garde“ („Magyar Gárda“) gegründet. Trotz Verbote des Trägervereins existiert diese Miliz in SA-Analogie bis heute und soll über mindestens 3.000 Mitglieder verfügen. Sie steht der rechtsextremen Partei „Jobbik Magyarországért Mozgalom“ (kurz: Jobbik, „Die Besseren“) nahe, die es bei den letzten Europa-Wahlen schaffte drei Sitze im Europa-Parlament zu erringen. Ihr Motto lautet „Die ungarische Garde ist hart wie die geballte Faust, zäh wie Bast, scharf wie das Schwert.“ Etwa 10% aller Ungarn sympathisieren laut einer Umfrage von 2009 mit der Garde. Die Garde marschiert gerne gegen „Zigeunerkriminalität“, demonstriert aber auch gegen Juden.
Nach Informationen des Journalisten Karl Pfeifer sollen ehemalige Offiziere, darunter auch ein Generalmajor a.D., die Garde ausbilden.

Quelle:
* Karl Pfeifer: Hohe Offiziere bilden verbotene Ungarische Garde aus, 16.11.09, http://www.redok.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1560&Itemid=38