NPD heldengedenkt in Estland

NPD-Blog berichtet dass der NPD-Kreisverband Havel-Nuthe

am 16. November 2008 auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Reval-Marienberg (Tallinn-Maarjamäe) in Estland der “gefallenen Soldaten” gedacht, “die im 2. Weltkrieg ihr Leben lassen mußten”.

In Estland liegen viele estnische Waffen-SS-Mitglieder begraben, insgesamt waren über 100.000 Balten Mitglied in der Waffen-SS. Hier werden die Gefallenen und die noch lebenden Mitglieder dieser Einheit als antisowjetische Widerstandskämpfer verklärt und verehrt. Diese Verehrung findet sich bis in die Spitze der Politik. Deswegen fahren Rechtsextremisten zu Gefallenen-Gedenken gerne mal ins Baltikum.
In ihrem Bericht über diese Fahrt berichtet der Kreisverband davon, dass die Teilnehmer im Anschluss vom deutschen Friedhofspfarrer zur offiziellen Gedenkfeier am deutschen Soldatendenkmal eingeladen wurden. Anwesend war auch der Botschafter der BRD in Estland, Julius Bobinger. Neben dem Deutschlandlied (also alle drei Strophen, die Hymne besteht nämlich nur aus einer) soll auch “Ich hatt einen Kameraden” gespielt worden sein.
Im Anschluss lud der deutsche Botschafter die NPD-Delegation noch zu seiner Residenz zum Buffet ein, was die NPDler aber aus Zeitgründen ablehnten.

NPD-Brandeburg heldengedenkt

Quelle:
* NPD-Blog: “Heldengedenken” in Estland, der deutsche Botschafter und eine Einladung, 02.12.08, http://npd-blog.info/?p=2472