Militaristisches und revanchistisches Heldengedenken

Anti-Heldengedenken
Wie in den letzten Jahren, so wollen sich auch in diesem Jahr am 16.11. auf dem Garnisions-Friedhof am Columbiadamm 122 in Berlin-Neukölln Rechte (NPD, DVU-Fraktion Brandenburg, DVU-Landesverband Berlin, Burschenschaftler u.a.), Veteranen (HIAG, Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger, Traditionsverband der Schutztruppen – alle drei extrem rechts ausgerichtet –, Wehrmachts-Kameradschaften), militaristische Verbände (Deutscher Marinebund, Bund der Fallschirmjäger, Kyffhäuserbund, Marinekameradschaft Schlachtschiff „Bismarck“), Bundeswehrsoldaten und Andere (Deutsch-Österreichische Gesellschaft) zum „Heldengedenken“ treffen. Veranstalter ist der rechtslastige „Ring Deutscher Soldatenverbände Berlin“.
Auf diesem Friedhof liegen über 6.000 Soldaten begraben und es existiert ein Ensemble aus über 20 Ehrenmälern, Grabplatten und Gedenktafeln. Deren Inschriften sind fast durchweh unkritisch, im Sinne von „Wir starben, auf dass Deutschland lebe, so lasset uns leben in euch!“, so eine konkrete Inschrift auf dem Ehrenmal einer Eliteeinheit des Ersten Weltkriegs.
Columbiadamm 2007
Video-Tipp: Heldengedenken 2007
http://freundeskreis-videoclips.de/2008/Heldengedenken-Columbiadamm.php

Quellen:
* Infos zum „Heldengedenken“ und Gegenaktionen, 12.10.2008, http://de.indymedia.org/2008/10/229300.shtml
* Mal wieder: „Heldengedenken“ am Columbiadamm, 24.10.2008, http://de.indymedia.org/2008/10/230359.shtml