Antisemitischer Angriff in der US-Army

Im September 2008 wurde der US-Army-Pvt. Michael Handman (20) im Fort Benning von seinen Mit-Soldaten krankenhausreif geschlagen. Ein „drill sergeant“ beschimpfte ihn zuvor mit antisemitischen Sprüchen und verlangte, dass er seinen Kippa, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung, abzunehmen. Ein Teil des Platoons scheint sich dadurch ermutigt gefühlt zu haben und begann sich der antisemitischen Hetze anzuschließen. Diese gipfelte in dem körperlichen Angriff, die Handmann ins Krankenhaus brachte. Nach seiner Genesung wurde er in dasselbe Platoon entlassen, wo
Inzwischen ist eine Untersuchung angelaufen, allerdings hört sich deren Bericht sehr verharmlosend an: Zwei Offiziere hätten das Recht auf freie Ausübung der Religion verletzt, als gefordert wurde den yarmulka abzunehmen und dabei hätten sie „unangebrachte“ Phrasen verwendet (Original: „inappropriate terms“). Weiter heißt es, dass die beiden Offiziere es „nicht böse gemeint“ hätten (Original: „were not meant to be malicious“).

Quelle:
* Jason Leopold: Army Private Subjected to Anti-Semitic Attacks Brutally Beaten By Soldiers, in: The Public Record, 30. September 2008, http://www.pubrecord.org/component/content/362.html?task=view