Zwei Ex-Soldaten und ein Zeitsoldat vor Gericht

Vor Gericht wird derzeit ein Fall verhandelt, in dem Bundeswehr-Soldaten rassistische Gewalt vorgeworfen wird. Die damaligen Bundeswehr-Angehörigen hatten am 12. Juni 2007 in Hagenow in einem Pub auf vier Italiener eingeschlagen. Die Bundeswehrler in zivil hatten angefangen die Italiener zu beleidigen („Scheiß Italiener!“) und rechte Gesänge anzustimmen. Während die Italiener die dumpfen Beleidigungen ignorierten hatten sich die Soldaten in ihren Hass gesteigert und die Italiener angegriffen. Ein gebrochenes Nasenbein, Gehirnerschütterung etc. waren die Folge. Die Angeklagten Stefan K., Sascha H. und der Zeitsoldat Marcel H. stammten alle aus Berlin. Die ersten beiden wollten vor Gericht nichts sagen, der letztere will offenbar weiter Zeitsoldat bleiben und gab vor selbst angegriffen worden zu sein.

Quelle:

* Corinna Pfaff: Fremdenfeindliche Soldaten?, in: „Schweriner Volkszeitung“ vom 16. September 2008, http://www.prignitzer.de/artikel/article//fremdenfeindliche-soldaten.html