Angriff von Rechts I: Jürgen Rose im Visier

Die neurechte „Junge Freiheit“ (JF) enthält in ihrer Ausgabe 37/08 vom 5. September 2008 einen Artikel mit dem Titel „Ein Offizier auf Abwegen“ aus der Feder von Felix Krautkrämer, der eine publizistische Attacke auf kritischen Bundeswehr-Angehörigen zum Inhalt hat. Dieser richtet sich gegen den Bundeswehrangehörigen Jürgen Rose, der in Vergangenheit immer wieder eine einsame kritische Stimme innerhalb der Bundeswehr darstellte.
Inhaltlich ist der Artikel eindeutig tendenziös gegen Rose gerichtet, wird aber nicht direkt ausfällig. Das Bedenkliche ist, dass die JF als „Flaggschiff der »Neuen Rechten«“ eine gewisse Kampagnen-Fähigkeit entwickelt hat. Am Deutlichsten wurde das im Fall der Berliner JuSo-Vorsitzenden Franziska Drohsel, deren Mitgliedschaft in der linken Solidaritätsorganisation „Rote Hilfe“ die JF erfolgreich skandalisierte. In den Chor der Drohsel-Kritiker stimmten schnell Unions-Funktionäre mit ein und bundesweite Medien berichteten über den Fall. Letztlich fühlte sich Drohsel durch den entstandenen Druck veranlasst aus der „Roten Hilfe“ auszutreten. In anderen Fällen versuchte die JF auch Skandale zu produzieren, schaffte es aber nicht Kampagnen loszutreten. Als sie z.B. versuchte einige Autoren eines kritischen Werkes über die JF das Label „linksradikal“ anzuheften, zog nur der Focus mit. Dasselbe wird auch im aktuellen Artikel versucht, indem die Zeitschrift „Ossietzky“, für die Rose schreibt, als linksradikal „tituliert“ wird.
Reiter dieser „Anti-Antifa“-Attacken ist in beiden Fällen Felix Krautkrämer gewesen.
Im Fall Rose dürfte es aber nicht für eine Hetz-Kampagne ausreichen.

JF-Artikel


Quelle:

* Felix Krautkrämer: Ein Offizier auf Abwegen , in: „Junge Freiheit“ vom 02.09.2008