Nazirelikte in Bundeswehrkaserne

In der Berliner Julius-Leber-Kaserne finden sich bis heute Symbole aus der Nazi-Zeit.
Ein Emblem mit Reichsadler über einem Kaminsims im Offiziersheim die Initialen „RGG“ für Regiment General Göring. Die 1935 von Hermann Göring aufgestellte Fallschirmjäger-Panzerdivision war u. a. an der Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto und Massakern in Italien beteiligt.
Das besonders Brisante: Das Offiziersheim ist offizieller Tagungsort des Verteidigungsministeriums.

Quellen:
* Nazi-Initialen in Bundeswehrkaserne, 19.08.2008, http://blog.rbb-online.de/roller/abendschaublog/entry/nazi_initialen_in_bundeswehrkaserne
* Julius-Leber-Kaserne Empörung über Nazi-Relikt in Berliner Kaserne, 19.08.2008, http://www.bild.de/BILD/berlin/aktuell/2008/08/20/empoerung-ueber-nazi-relikte/in-berliner-kaserne.html
* Nazi-Wappen im Offiziersheim, „Berliner Zeitung“


1 Antwort auf „Nazirelikte in Bundeswehrkaserne“


  1. 1 Sebastian Gerhardt 31. März 2009 um 14:43 Uhr

    Wenn auch ein Bundespräsident die Verwechslung vorgemacht hat, wir sollten trotzdem den Aufstand im Warschauer Ghetto im April/Mai 1943 vom Warschauer Aufstand (1.8.1944 bis 2.10.1944) unterscheiden. Die Division Hermann Göring befand sich 1943 in Italien. Erst im Sommer 1944 wurde sie – nach der Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte durch sowjetische Truppen in Belorußland – eilig an die „Ostfront“ verlegt. Dort nahm die Division an der Niederschlagung des Warschauer Aufstands und im Zuge dessen an vielfachen Kriegsverbrechen teil.

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