Das Gebirgsschützentreffen 2008

Alle zwei Jahre treffen sich Mitglieder der Gebirgsschützen-Verbünde aus (Ober-)Bayern, Österreich und Italien (Bozen-Südtirol / Bolzano-Alto Aldige) an einem wechselnden Ort zu einem Alpenregionstreffen.
Gebirgsschützen waren in Vergangenheit aktiv kämpfende Truppen aus dem Alpen-Gebiet.
Im Jahre 1869 erfolgte die Auflösung der Gebirgsschützen als staatliche Organisation und Überführung der aktiven Verbände in die Bayerische Armee. Auch nach dem Ende der Wittelsbacher Monarchie waren die Gebirgsschützen ein Hort der Reaktion. Laut dem Onlinelexikon WIKIPEDIA ging aus den Garmischer Gebirgsschützen das „Freikorps Werdenfels“ hervor, was 1919 an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt war.
Heute sind die Gebirgsschützen eine Art militaristischer Trachtenverein. In der italienischen Provinz Bozen-Südtirol / Bolzano-Alto Aldige waren die Gebirgsschützen bis in jüngste Zeit das Rückgrat des deutschnationalen Separatismus dort.
Der „Bayrische Rundfunk“ meint in seinem Bericht zum diesjährigen Gebirgsschützen-Treffen in Ohlstadt (LK Landkreis Garmisch-Partenkirchen) mit 7.000 Teilnehmern:

Heute verstehen sie sich als Hüter des wehrhaften Brauchtums.

Quelle:
* Gebirgsschützen Tausende treffen sich in Ohlstadt, Bayrischer Rundfunk, 13.07.2008, http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/gebirgsschuetzen-ohlstadt-tradition-ID1215892763234.xml