Blutiges Eisernes Kreuz

Gerade wird in der Politik eine Debatte geführt, ob man den Orden „Eisernes Kreuz“ nicht wieder einführen könnte. Befürworter finden sich vor allem im Verteidigungsministerium und in der Bundeswehr.
Der Historiker Dieter Pohl vom Münchner Institut für Zeitgeschichte belegt nun an Hand von neu ausgewerteten Akten, daß dieser Orden auch an Verantwortliche für Holocaust-Massaker verliehen wurde.
Beispiele wären die SS-Offiziere Rudolf Lange (verantwortlich für den Mord an 60.000 Juden) und Friedrich Jeckeln (verantwortlich u.a. für das das Massaker von Babi Jar).
Ebenso wurde auch Jürgen Stroop, der Zerstörer des Warschauer Ghettos, mit dem „Eisernen Kreuz“ ausgezeichnet. Damit dürfte feststehen dass das EK keine „Auszeichnung“ darstellt.
Aber auch ohne die einzelnen blutigen Verleihungs-Beispiele war das EK immer eines, ein Zeichen und Mittel des deutschen Militarismus.
zerkratztes EK

Quelle:
* Dieter Pohl: Orden für Massenmord, ZEIT ONLINE 24/2008 S. 92, http://www.zeit.de/2008/24/Eisernes-Kreuz