Archiv für März 2008

Hass spricht

In einem aktuellen Spiegel-Artikel wird berichtet dass Jürgen Rose, Bundeswehr-Oberstleutnant und Sprecher des militarismus-kritischen „Darmstädter Signals“, eine Hassmail von einem KSK-Mitglied erhalten hat. In seiner mailförmigen Hass-Tirade schreibt der erzürnte KSK-Hauptmann Daniel K. am 28. Juli 2007:

Ich beurteile Sie als Feind im Inneren und werde mein Handeln danach ausrichten, diesen Feind im Schwerpunkt zu zerschlagen

und schreibt weiter, er distanziere sich von

diesem linken Zeitgeistkonglomerat uniformierter Verpflegungsempfänger

und Rose solle zurückkehren in

die Sümpfe des Steinzeitmarxismus

dann folgt eine unverhohlene Drohung:

Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht.

und endet mit

Es lebe das heilige Deutschland.

Das ist der Totes-Satz des rechten Anti-Hitler-Putschisten Stauffenberg.
Laut Spiegel wurde gegen den Verfasser dieser Drohung lediglich „eine einfache Disziplinarmaßnahme“ verhängt. Worin diese Disziplinarstrafe bestehen soll ist unbekannt.

Quelle: Ulrike Demmer: Feind im Inneren, in: DER SPIEGEL 13/2008 – 22. März 2008, http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,543364,00.html

Klotzige Wehrmachtsmemorabilia zum Verkauf

Laut einer Meldung des Hartmut-Mayer-Archivs hat die bulgarische Armee damit begonnen alter Panzer aus deutscher Produktion zu versteigern. Vor über 60 Jahren hatte das mit Hitler-Deutschland verbündete Bulgarien über 200 Kampf- und Jagdpanzer geliefert bekommen.
Für Wehrmachts- und andere Nazi-Hinterlassenschaften existiert weltweit eine zahlungskräftige Szene von Sammlern. Diese Sammler sind nicht selten glühende Fans der militärischen und zivilen Kultur des „Dritten Reiches“, auch wenn sie das selbst oft unpolitisch interpretieren.

Quelle: hma: Sammlerfreuden, http://www.nrw.vvn-bda.de/hma/an_2008_06.htm

brauner Bestseller von Ex-Militär

Nach einer aktuellen Werbe-Anzeige des Olzog-Verlag wurde Gerd Schultze-Rhonhofs geschichtsverfälschende Buch „1939 – der Krieg der viele Väter hatte“ bereits 30.000 Mal verkauft worden. Damit ist dieses tendenziöse Machwerk eines hohen Ex-Militärs zu einem Bestseller unter den geschichtsrevisionistischen Werken geworden.

Über ein Stück Blech mit Geschichte

Nicht das Bild einer nackten Frau, die ihre Schamhaare entblösst, ist obszön,
sondern das eines Generals im, der seine im Agressionskrieg verdienten Orden zur Schau stellt.

Herbert Marcuse

Die Medien berichteten vor kurzem von der Idee von einigen Politikern, eine Auszeichnung wieder einzuführen, die dem „Eisenen Kreuz“ ähneln soll. Vor einiger Zeit gab es schon eine vergleichbare Initiative von der Basis her. Ein Fähnrich hatte damals eine Petition gestartet mit dem Ziel das „Eiserne Kreuz“ wieder einzuführen (BraunzoneBw berichtete!).
Zur Erinnerung: Das „Eiserne Kreuz“ war in allen deutschen Staatsformen vor 1945 in Gebrauch, um junge Menschen dafür zu mobilisieren für Volk und Vaterland in die Schlacht zu ziehen. Von den blutigen Schlachtfeldern Verduns bis hin an den Wolgastrand bei Stalingrad im Zuge eines erbarmbungslosen Vernichtungsfeldzuges. Eine Auszeichnung an der also viel Blut klebt.
Allerdings waren damals nicht genug Unterschriften zusammen gekommen, damit sich der Bundestag
Ob die derzeitige Diskussion, diesmal aber von oben geführt, eine verspätete Nachwirkung dieser Basis-Initiative ist, ist nicht ersichtlich.
Bei der Diskussion um die Wiedereinführung einer solchen Auszeichnung wird aber gerne vergessen, dass das „Eiserne Kreuz“ schon seit Anfang an in der Bundeswehr existiert. Und zwar in abgewandelter Form als Zeichen der Bundeswehr. Überhaupt gibt es in der Bundeswehr eine reichlich unkritische Nähe zu diesem Orden, wie folgende Zitate beweisen:

Das Eiserne Kreuz hat einen festen Platz in der deutschen Geschichte. Zunächst als Tapferkeitsauszeichnung gedacht, entwickelte es sich bald zum Staatssymbol. Seit 1956 ist es das Hoheitszeichen der Bundeswehr.
[…]
„Die dritte Stiftung erfolgte zu Beginn des Ersten Weltkrieges am 5. August 1914 durch Kaiser Wilhelm II. Von den rund 13 Millionen Kriegsteilnehmern erhielt fast jeder Dritte eines der Eisernen Kreuze am schwarzen und weißen Bande verliehen.“
[…]
Im Zweiten Weltkrieg wurden noch weitere Stufen des Eisernen Kreuzes eingeführt. Die Testpilotin Hanna Reitsch bekam 1942 als einzige Frau das Eiserne Kreuz verliehen. Zum Balkenkreuz verändert, prangte es zudem auf den Panzern und Flugzeugen der Wehrmacht.
Von den Offizieren des 20. Juli 1944 waren 13 Inhaber des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. 711 Ritterkreuzträger dienten später in der Bundeswehr, von den 114 einen Generalsrang erreichten. Insgesamt wurde das Eiserne Kreuz etwa 2,3 Millionen mal während des Krieges verliehen.

Quelle: Das Eiserne Kreuz, Berlin, 30.03.2004, http://tinyurl.com/2deqhv

Das Eiserne Kreuz bleibt auch weiterhin das Symbol des deutschen militärischen Selbstverständnisses. Das Eiserne Kreuz bringt aber nicht mehr Schrecken, sondern Hoffnung, und das genießt heute weltweite Anerkennung.

Quelle: 11.10.2005 Rede des Generalinspekteurs der Bundeswehr General Wolfgang Schneiderhan
Rede des Generalinspekteurs der Bundeswehr General Wolfgang Schneiderhan im Rahmen der 18. Informationstagung für pensionierte Generale, Admirale und Sanitätsoffiziere im Generalsrang am 11. Oktober 2005 in Bonn, http://tinyurl.com/ytsnz4

Quellen:
„Eisernes Kreuz“ als Nazi-Symbol, http://www.buendnis-toleranz.de/nn_580448/DE/Grundlageninformationen/NaziCodes/Nazi-Codes,lv2=580460,lv3=599602,templateId=renderPrint.html

Stefan Schulte und Nadine Michel: Ex-Generäle befürworten Eisernes Kreuz, Spiegel-Online, 06. März 2008, http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,539842,00.html

Bundeswehr-Zubehör bei rechten Waffennarr gefunden

Bei Wismar hatten Anfang März Staatsschutz-Mitarbeiter bei einem Rechtsextremisten ein größeres Waffenarsenal (u.a. eine scharfe Granate, zwei Maschinenpistolen, ein Karabiner, …) und eine Hakenkreuzfahne sicher gestellt. Des Weiteren fanden die Ermittler laut einem Artikel auf der redok-Homepage auch Bundeswehr-Zubehör in größerer Menge:

Gefunden wurden auch Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der Bundeswehr im Wert von 5.000 Euro.

Quelle: Olaf Meyer: Waffenlager ausgehoben, 05.03.08, http://www.redok.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1045&Itemid=38

Vermuteter Fall von Kannibalismus in der Bundeswehr

Laut dem SPIEGEL sollen zwei Feldwebel bei der 1. Luftwaffendivision in Fürstenfeldbrück (Bayern) im Sommer 2007 ihr eigenes (abgenommenes) Blut Speisen beigemischt und diese gegessen haben. Als die beiden Feldwebel Ende 2007 dieses Ritual wiederholen wollten und auch andere zu Blutspenden animierten, flog die Sache auf. Sie wurden vom Dienst suspendiert und interne Ermittlungen eingeleitet. Dieser Fall von kannibalistischer Verrohung wurde allerdings erst dieses Jahr an den Wehrbeauftragten weitergeleitet, vermutlich damit der Fall keinen Eingang in den Jahresbericht mehr findet, so der SPIEGEL.

Man darf hinter solchen kruden Praktiken wohl irgendwelche Männlichkeitsrituale vermuten.

Quelle: Spiegel 11/2008, Seite 22

Buchtipp: Die Macht im Hintergrund

Kritische Bücher zu dem Thema „Rechtsextremismus und Militär“ sind Mangelware. Ab und zu gibt es ein paar Artikel zu dem Thema in antifaschistischen Fachpublikationen und wenn das Thema Konjunktur hat, greifen es auch einmal Tagespresse oder das Fernsehen auf.
Selten sind diese Artikel aber umfassender oder wirklich analytisch.
Eine Ausnahme bildet das 2004 erschienene Buch „Die Macht im Hintergrund“ des Autors Ullrich Sander. Im Gegensatz zu dem Buch „Szenen einer Nähe. Das große Rechtsum bei der Bundeswehr“ (Köln, 1998) des Autors ist es weniger eine Fallsammlung und sehr analytisch.
So beleuchtet der Autor auch wie die Reichswehr-Führung bereits seit 1925 die Revanche plante. Hitler konnte auf diese Planungen dann zurückgreifen.
Doch der Hauptteil des Buches widmet sich der Zeit nach 1945, also der Bundeswehr, und ihren Wurzeln in der Hitler-Wehrmacht. Sander deckt dabei deutlich antidemokratische Töne in der Truppe auf. Enthalten ist in dem Buch eine Analyse der 1960er Jahrgänge der Truppen-Zeitschrift „Information für die Truppe“ (IfdT). Das mag lang zurück liegend erscheinen, aber die Soldaten die unter den damaligen Bedingungen und dem damaligen Geist ausgebildet worden, sind heute in den höchsten Offiziersrängen angekommen. Doch ausgebildet hat die heutige Führungsgeneration in der Bundeswehr, eine Generation, die in der Wehrmacht „groß geworden“ ist:

Der »deutsche Weg« hinein in die NATO war von Wehrmachtsoffizieren geebnet worden. Ihre Nachfolger versuchen, Verbrechen deutscher Militärs im Zweiten Weltkrieg zu rechtfertigen, damit die Bundeswehr, geprägt von ihrer Vorläuferin, der Wehrmacht, nationalen deutschen Kriegskurs hält.

(Sander: 51)

Im Gegensatz zu den offiziellen Darstellungen war die Bundeswehr und ihre militärische
Führung nicht nur Befehlsempfänger der deutschen Regierung, sondern auch selbst ein Akteur. In der so genannten „Schule der Nation“ manifestierte sich ein deutscher Militarismus, der an die Politik eigene Forderungen stellte und eine eigene Agenda aufstellte.
Dieser deutsche Militarismus wird ebenso mitgetragen und vorangetrieben von einer Reihe illustrer Organisationen, die neben der Bundeswehr existieren, wie beispielsweise die Clausewitz-Gesellschaft. Hier bietet der Autor einen Blick hinter die Kulissen.
Durch gezielte Schwerpunkt-Lobbyarbeit bei Medien und Politik und Einwirkung in den normalen bundensdeutschen Alltag versuchen solche Organisationen ihre Forderungen einzubringen.
Das Fazit des Autors ist, dass rechte Tendenzen in der Bundeswehr ihre Quelle oft in der Truppe selbst haben und nicht das Ergebnis von Einwirkungen von außerhalb sind.

Schade ist dass dem Buch ein Namens- und Organisations-Verzeichnis fehlt um besser Recherche betreiben zu können.
Auch ein Vergleich zwischen den Wehrmachts-Wurzeln der NVA, die es durchaus gab, und denen der Bundeswehr und den unterschiedlichen Auswirkungen wären interessant gewesen.

Ullrich Sander: Die Macht im Hintergrund. Militär und Politik in Deutschland von Seeckt bis Struck, Köln 2004, Papyrossa-Verlag, 204 Seiten
Preis: 14 Euro
ISBN: 3-89438-287-2

GSG9–Heldenmythisierung

Auf dem Privatsender Sat 1 ging die zweite Staffel der „TV-Serie GSG 9“ an den Start. Dabei handelt es sich um eine starke Idealisierung dieser Elitetruppe. Die „Antiterrorismuseinheit“ untersteht der deutschen Bundespolizei (früher Bundesgrenzschutz) und wurde in Vergangenheit bereits mehrmals im Ausland eingesetzt. Durch Einsatz, Ausbildung und Ausrüstung hat die GSG 9 eher die Charakteristika einer Armee- als einer Polizei-Einheit.
Sowohl beim damaligen Bundesgrenzschutz, als auch beim GSG 9 konkret kam es immer wieder zu rechten Tendenzen. So arbeitete der GSG 9 – Gründer Ulrich K. Wegener an dem 2005 erschienen Buch „Geheime Krieger“ mit, dass im Pour-le-Merite-Verlag des rechtsextremen Verlegers Dietmar Munier erschien.
Kritische Töne sind in der Sat1-Serie wohl kaum zu finden.
Unter der Überschrift „Die Helden sind zurück“ wird die Serie wie folgt beschrieben:

„Immer das Beste geben“ – dieses Motto haben die Männer der Elite-Einheit der Bundespolizei und ihre Einsatzleitung verinnerlicht. Sie sind darauf trainiert, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun. Immer wieder aufs Neue riskieren sie dabei ihr Leben. Unheil zu verhindern – das ist ihr Beruf und ihre Berufung. Das Privatleben steht dabei immer an zweiter Stelle.
Sie sind perfekt ausgebildet, körperlich topfit und handeln nach einem Ehrenkodex: die Männer der GSG 9. Terrorismus, organisiertes Verbrechen – fast täglich muss sich die Elitetruppe mit der wachsenden Bedrohung auseinander setzen. Ein extremer Job, der sich nach Feierabend nicht einfach abschalten lässt.“
[…]
„In ihren Einsätzen müssen sie Bomben aufspüren und entschärfen, Anschläge mit tödlichen Viren verhindern, Attentäter ausschalten, Geiselnahmen durch gezielten Zugriff beenden und viele weitere brisante Situationen meistern. Um den Job zu bekommen, hat jeder von ihnen ein intensives und hartes Training, ein langes und noch härteres Auswahlverfahren und schließlich eine Spezialausbildung absolvieren müssen. Nur die Besten der Besten qualifizieren sich für die Einheit.“

Quelle: http://www.sat1.de/filme_serien/gsg9/

Günzel auch auf Youtube

Günzel auf Youtube
Der entlassene ehemalige KSK-Anführer Günzel ist mit einem zweiteiligen Video-Monolog auch seit neuestem auch auf der Internet-Videoplattform Youtube vertreten. Entlassen worden war Günzel wegen seiner Solidarität mit dem Ex-CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann und dessen von antisemitischen Stereotypen durchsetzten berüchtigten Rede. Seit seiner Entlassung tingelt Günzel als Referent durch die Rechte und tritt beispielsweise bei deutschnationalen Burschenschaften auf.
In seinem etwa 15 Minuten langen Video-Monolog verharmlost Günzel den Charakter des Vernichtungskrieges des „Dritten Reiches“. Den Alliierten dichtet er in ihrem Kampf einen Kreuzzugs-Charakter und er betont, dass es nach Kriegsende zum Mord an Deutschen gekommen wäre, dass es davor die unvergleichliche Ausrottungspolitik der Nazis gab erwähnt er nicht. In üblich rechter Manier behauptet er weiter, in den Prozessen von Nürnberg wäre es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Rache gegangen.
Er beklagt, wie das eigene Volk heutzutage mit seinen Soldaten umginge und erklärt die Wehrmacht zur diszipliniertesten und besten Armee der Welt
Auch die Mär von einer beispiellosen Charakterwäsche, die die Alliierten an den Deutschen vorgenommen hätten (gemeint ist wohl deren Re-Demokratisierung und teilweise Entnazifizierung) beklagt er.
Insgesamt der übliche Aufwasch an rechten (Opfer-)Mythen und Halbwahrheiten, der über Youtube allen ungehindert zugänglich ist.

Quelle: die beiden Youtube-Beiträge von Günzel , Länge: ca. 9 Minuten

Serbische Reservisten ergehen sich in nationalistischen Tumulten

Kurz nach der einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo kam es in Serbien zu Ausschreitungen und Protesten von NationalistInnen. Auch Reservisten sollen laut einer dpa-Meldung daran beteiligt gewesen sein:

„Hunderte serbische Reservisten attackierten am Donnerstag im Norden des Kosovo bei Merdare einen Grenzposten. Mit den Rufen „Kosovo ist unser! Kosovo ist Serbien!“ bewarfen sie Polizisten sowie Soldaten der Nato-geführten Friedenstruppe Kfor mit Steinen und zündeten Autoreifen an. Die Reservisten, die zum Teil Uniform trugen, waren nach Angaben der UN-Polizei mit Bussen aus der serbischen Stadt Kursumlija angereist und brachten auch einen Bulldozer mit, mit dem sie auf kosovarisches Gebiet vordrangen. Die Polizei errichtete Straßensperren.“

Quelle: AP/dpa/beu/schä: US-Botschaft verwüstet – Leiche gefunden, Süddeutsche, 22.02.2008, http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/859/159428/?page=2

Deutsche Militärzeitschrift Nr.62 März – April 2008

In der neuesten Ausgabe des extrem-rechten Militari-Magazins „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ) gibt es wieder eine Reihe von Interviews. Neben den DMZ-Stammautoren Hans-Joachim von Leesen und Dr. Heinz Magenheimer aus Wien, kommen auch Dr. Harlan Ullman und der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Raidel (* 1941) zu Wort. Raidel verteidigt den Bundeswehreinsatz zur „lösung“ von „Ressourcenfragen“.
In dieser DMZ-Ausgabe finden sich wieder diverse Werbe-Anzeigen rechter Verlage (Arndt, Germania-Verlag) und rechter Zeitungen („Zur Zeit“) und Zeitschriften („Die Aula“).

Quelle: Hartmut-Meyer-Archiv: CSU-MdB in der „DMZ“, Februar 2008, http://www.nrw.vvn-bda.de/hma/an_2008_04.htm

Kroatien: rechter Folk-Sänger als Maskottchen der Armee

In einem lesenswerten Bericht über den in Kroatien populären rechten Folk-Rock-Star
Thompson berichtet die Autorin Gaby Babic auch über dessen guter Beziehung zur kroatischen Armee:

„Der Sänger mit seinen ultranationalistischen Texten ist in Kroatien jedoch kein neues Phänomen. Es begleitet den jungen Staat vielmehr seit seiner Gründung. Bereits 1991, mit Beginn des Kroatien-Krieges begann Thompsons Karriere mit dem Lied „Bataillon Cˇavoglave“, in dem er, damals selbst Soldat der kroatischen Armee, zum Kampf gegen die serbischen Tschetniks aufrief. Das mit einfachsten Mitteln produzierte dazugehörige Video, in dem Thompson in voller Soldaten-Montur mit seinen Bataillonskameraden zu sehen ist, erlangte in Kroatien Kultstatus und wurde von der Regierung als Propaganda-Instrument eingesetzt. Thompson wurde zum Maskottchen der kroatischen Armee.“

Quelle: Gaby Babic´: „für die heimat bereit“, http://www.n-ost.de/cms/images//n-ost-stipendien-doku.pdf