Deutsche Militärzeitschrift Nr.61 Januar – Februar 2008

In der Ausgabe Januar/Februar 2008 der DMZ finden sich Interviews mit folgenden Personen:
* Gulbuddin Hekmatyar, afghanischer „Widerstandskämpfer“. In dem Harenberg Länderlexikon 95/96 findet sich zu Hekmatyar folgende Angabe (Seite 26):

* 1950 (1951?) in der Provinz Kunduz. 1977 gründete Hekmatyar die Mudschaheddin-Organisation Hesb-e-Eslami. Die USA unterstützen den islamischen Fundamentalisten gegen die Kommunisten im Bürgerkrieg. Am 7.3.1993 wurde Hekmatyar Premierminister, trat sein Amt jedoch nie offiziell an.

Die DMZ scheut sich also nicht ausgewiesene Islamisten zu Wort zu kommen. Kein Einzelfall. Gab doch schon der DMZ-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter am 17.05.2005 dem islamistischen und deutschsprachigen Portal „Muslimmarkt“ ein ausführliches Interview.
* Christoph R. Hörstel, Journalist und Afghanistan-Experte.
* Alexander Rahr, Kaukasus-Experte und Publizist.
* Wilhelm Tieke, einem freiwilligen Waffen-SS-Mitglied (Jahrgang 1923).

In dieser Ausgabe findet sich Werbung für die rechtsextreme Zeitung „Der Schlesier“, das ebenfalls sehr rechte Magazin „Die Aula“ (Österreich) und die extrem rechte Wochenzeitung „Zur Zeit“, die der FPÖ nahe steht.
An Verlagen werben neben dem renommierteren Militär-Verlag „Bernard + Graefe“, auch der rechtsextreme „Pour-le-Mérite-Verlag“ (Selent) aus dem Verlagskomplex von Diemar Munier, der Ares-Verlag von Leopold Dvorak-Stocker (Österreich), der NPD-eigene Verlag „Deutsche Stimme“ oder der „Buchdienst Südtirol“ (Nürnberg) in dieser DMZ-Ausgabe.
Kleinere Anzeigenkunden in dieser Ausgabe waren ein HJB Verlag & Shop KG mit Sitz in Radolfzell, der Romane herausgibt, die die in rechten Kreisen beliebte Mär von in der Antarktis überwinternden Nationalsozialisten zum Thema haben, und der Nordheide-Versand, der ein besonders treuer DMZ-Anzeigenkunde ist.

Neuigkeitswert bzw. Aktualitätsgrad: Ende Dezember 2007
Quelle: Deutsche Militärzeitschrift Nr.61 Januar – Februar 2008