Militaristen bauen sich eine Lobby

Laut dem Newsportal „german foreign policy“ bauen sich Deutsch-französische Militärkreise gerade einen Lobby-Verband, der die Stärkung der Kriegsbereitschaft in der Bevölkerung vorantreiben soll.
Deutscher Kooperationspartner ist dabei „Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik“ (GfW) und auf der französischen Seite beteiligt sich die Organisation CiDAN (Civisme Défense Armée Nation). Spätere sollen ähnlich gestrickte Verbände aus anderen EU-Staaten folgen. Die GfW stand in Vergangenheit bereits wegen ihrer Nähe zu rechten Kreisen in Kritik.
Die Absicht geht nun dahin Medienvertreter, davon zu überzeugen, „die Anstrengungen auf dem Gebiet der Sicherheit und der Verteidigung zu bündeln“.
Über den Treffpunkt der Militaristen schreibt „foreign policy“:

„Die aktuellen Bemühungen um die Stärkung der Kriegsbereitschaft in der europäischen Bevölkerung finden im Rahmen des diesjährigen „Klingenthal-Treffens“ statt, das von der französischen Organisation CiDAN (Civisme Défense Armée Nation) veranstaltet wird. Es hat am gestrigen Montag im Schloss Klingenthal in der Nähe von Strasbourg begonnen und dauert bis Freitag an. Schloss Klingenthal befindet sich im Besitz der Basler Johann Wolfgang von Goethe Stiftung, die 1968 von dem früheren NS-Kulturfinanzier Alfred Toepfer ins Leben gerufen wurde – unter weitgehender Übernahme der Mittel einer gleichnamigen Stiftung aus Vaduz. Bei der 1931 in Vaduz eingetragenen Institution handelte es sich um eine Parallelgründung zur Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die bis heute wegen der Tätigkeit ihres Stifters zur NS-Zeit kritisiert wird.“

Über die 1952 gegründete GfW berichtete „german foreign policy“ auch, dass zu ihren Gründern ehemalige Wehrmachtsoffiziere gegründet wurde und das sie 1954 bis 1963 von dem verurteilten Kriegsverbrecher Generaloberst a.D. Georg-Hans Reinhardt geleitet wurde (zu 15 Jahren Haft verurteilt, aber nur 1948-52 in Haft abgesessen).

Neuigkeitswert bzw. Aktualitätsgrad: Anfang Dezember 2007
Quelle: Gfp: Kriegsbereitschaft, 04.12.2007, http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57089