Drei tschechische Soldaten möglicherweise Neonazis

In der Tschechischen Republik werden derzeit drei tschechische Soldaten von der Polizei verdächtigt Neonazis zu sein. Bei einer Polizeidurchsuchung wurde festgestellt, dass zwei Angehörige der Sondereinsatzkräfte („Czech army’s rapid-response unit“) und ein Angehöriger der Artillerie an Neonazi-Demonstrationen (z.B. für Rudolf Hess) teilgenommen haben und zwei der Verdächtigen Mitglied in einer rechtsextremen Organisation sind. Ob es sich um die berühmten „Einzelfälle“ handelt oder um einen gezielten Unterwanderungsversuch ist unklar.
Dass aber zwei der drei Verdächtigen in einer Spezialeinheit zu finden waren, gibt zu denken. So oder so.

Zwei der drei Verdächtigen sind seit 2005 in der Armee. 2005 wurde die Wehrpflicht abgeschafft und die tschechischen Streitkräfte in eine reine Berufsarmee umgewandelt. Möglicherweise ging damit auch eine Herabsenkung der Einstellungskriterien einher, um genügend Bewerber für die Berufsarmee zu finden.

Der Militärpolizeichef Oldrich Kubat teilte mit, dass es die derzeitigen Gesetze nicht möglich machen würden, die Enttarnten einfach loszuwerden.

Neuigkeitswert bzw. Aktualitätsgrad: Ende Oktober 2007
Quellen:
Czech soldiers accused as neo-Nazis, 02.12.2007
http://www.jta.org/cgi-bin/iowa/breaking/105643.html

APA: Mutmaßliche Neonazis dienen in tschechischer Armee, http://www.ikg-wien.at/IKG/Members/irene/1104751983285/1196677216941?portal_skin=News&id=1196677216941